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Neuzugang Alberts Smits konnte voll überzeugen. Foto: Red Bull München/
City-Press

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Wie gewonnen, so zerronnen:
Red Bulls auf Rang vier

Von Arno Nahler
Am Freitag schwebten alle noch auf Wolke 7 nach dem 10:1-Rekordsieg der Roten Bullen gegen Straubing. Keine 48 Stunden später landete man wieder auf dem Boden der Tatsachen: 1:5 hieß es in Berlin. Natürlich fiel das Ergebnis zu hoch aus - dennoch wurden den Red Bulls von den Eisbären ihre Grenzen aufgezeigt, wenn sie nicht zu hundert Prozent bei der Sache sind. Fabio Wagner brachte es auf den Punkt: „Wir haben zu viele Zweikämpfe verloren und zu viel Zeit auf der Strafbank verbracht.“ So landete München Eishockeyteam nach der Hauptrunde lediglich auf Rang vier. Damit ist ein großes Ziel, das Erreichen der Champions Hockey League, zumindest vorerst verpasst. Nur als deutscher Meister wären die Red Bulls noch dabei. Das wird schwer genug!


Dennoch kann man ein positives Fazit der Hauptrunde in der PENNY DEL ziehen. Ein Blick auf die nackten Zahlen: Die Mannschaft holte insgesamt 34 Siege und landete bei exakt 100 Punkten. Diese besondere Marke hat sie zuletzt in der Saison 2022/23 erreicht. „Wenn du 100 Punkte in einer regulären Spielzeit holst, dann hast du eine sehr gute Saison gehabt. Das hätte die letzten Jahre immer für eine Top-Position gereicht“, sagte Sportdirektor Christian Winkler nach der Partie in Berlin.

Dabei kamen die Red Bulls zum Start im September nur langsam auf Touren. Überraschend war dies aber nicht. Denn der Umbruch im vergangenen Sommer war riesig. Neben Cheftrainer Oliver David und dem neuen Co-Trainer Rob Leask mussten gleich zwölf Neuzugänge integriert werden. Während der Saison stießen in Antoine Bibeau, Alberts Smits und den beiden Youngstern Moritz Warnecke und Vadim Schreiner von der Red Bull Eishockey Akademie noch vier weitere Spieler dazu. Die neu formierte Mannschaft fand dann aber nach und nach immer mehr zusammen, verinnerlichte das System immer besser und steigerte sich enorm.

Trotz der vielen Ausfälle - oder gerade deshalb - rückte das Team noch enger zusammen und fuhr Sieg um Sieg ein. Ihre beste Phase hatten die Roten Bullen von Ende November bis kurz vor Weihnachten mit acht gewonnenen Spielen in Folge. „Wir haben einen Stotterstart gehabt, sind dann ab November richtig gut in Schwung und auch sehr gut aus der Olympiapause gekommen“, betonte Winkler. Danach gab es unterschiedliche Ergebnisse mit stolzen Niederlagen und unerwarteten Punktverlusten. Dadurch fehlten den Red Bulls am Ende drei Punkte zum Erreichen des angestrebten zweiten Platzes.

Nach einer kurzen Pause geht nun der Blick nach vorne auf die Playoffs. Gegen Ingolstadt beginnt mit der Playoff-Viertelfinalserie am 24. März die „geilste“ Zeit des Jahres. Red Bull möchte den fünften DEL-Titel in die bayerische Landeshauptstadt holen. „Ingolstadt ist ein Top-Team“, betonte Christian Winkler und ergänzte: „Jetzt gilt es, noch einmal alles zu schärfen. Und dann greifen wir natürlich voll an.“ Die Bilanz in der Hauptrunde gegen die Panther liest sich schon mal gut, die Red Bulls gewannen drei von vier Aufeinandertreffen.


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Antoine Bibeau ist der große Rückhalt im Tor der Red Bulls.
Foto: Red Bull München/City-Press

Wo landen die Red Bulls?

Von Arno Nahler
Noch zwei Spiele bis zum Ende der Hauptrunde in der PENNY DEL. Noch ist nicht sicher, wo Münchens Rote Bullen landen werden. Zwischen Rang zwei und fünf ist alles möglich. Davon hängt nicht nur der Gegner im Viertelfinale der Playoffs ab, sondern auch das Erreichen der Champions Hockey League (CHL). Ein wichtiges Ziel für die Organisation, wie Sportdirektor Christian Winkler kürzlich erklärte: „Die CHL hat für die Red Bull Organisation einen sehr hohen Stellenwert, Aber wir müssen uns erst einmal dafür qualifizieren. Jedes Jahr ohne CHL ist ein komisches Jahr. Die CHL ist das Salz in der Suppe, und ich sagte erst kürzlich zu meinem Assistenten, Neville Rautert, dass ich daran glaube, dass wir hier im SAP Garden in der CHL eine andere Kulisse bekommen als in unserem alten Eisstadion, da müssen wir wieder hin.“


Wenn es ganz schlecht läuft, könnten den Red Bulls am Ende ein bis zwei Punkte fehlen, die man zuletzt regelrecht verschenkt hat. Zwar hatte Kapitän Patrick Hager erklärt: „Wir dürfen keinen Punkt mehr herschenken.“ Dennoch ließ das Team bei den letzten Spielen in Iserlohn und gegen Frankfurt jeweils einen wichtigen Punkt regelrecht auf dem Eis liegen. Beide Male mangelte es den Spielern zu Beginn an der richtigen Einstellung, wie Verteidiger Phillip Sinn bestätigte: „Gegen Iserlohn oder Frankfurt ist es schwieriger, bereit zu sein als etwa gegen Köln oder Mannheim.“ Prompt gerieten die Red Bulls in beiden Begegnungen jeweils 0:2 in Rückstand und hatten Mühe, wenigstens nach Verlängerung zu gewinnen. So gab es lediglich jeweils zwei statt der angepeilten drei Punkte.

Nun warten mit Ingolstadt (zu Hause) und in Berlin zwei schwere Gegner, die es den Red Bulls nicht leicht machen werden, alle Punkte zu kassieren. Außerdem muss man darauf hoffen, dass Konkurrenten noch unerwartet Punkte verlieren. In wenigen Tagen wird man wissen, wer erster Gegner der Roten Bullen in den Playoffs sein wird. Wie sagte doch Adam Brooks, einer der Münchner Top-Scorer: „Jeder liebt die Playoffs. Klar, die Punktrunde ist lang und bringt dich in die richtige Form.  Aber das ist die Zeit, in der jeder in seiner besten Form sein will. Das ist, wenn Eishockey am meisten Spaß macht. Dafür spielst du. Ich kann die Playoffs kaum erwarten.“

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