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Ausstellungen

Zwei Männer, eine Mission: Wolfgang Aichner und Thomas Huber (GÆG). Foto: GAEG
Zwei Männer, eine Mission: Wolfgang Aichner und Thomas Huber (GÆG). Foto: GAEG
Zwei Männer, eine Mission: Wolfgang Aichner und Thomas Huber (GÆG). Foto: GAEG

Zwei Männer, eine Mission: Wolfgang Aichner und Thomas Huber (GÆG). Fotos: GAEG

Kunstaktion „linear“
2 Münchner zeichnen eine Linie in den amerikanischen Boden

Vom 13. September bis 5. Oktober 2017 zeichneten die zwei Münchner Künstler Thomas Huber und Wolfgang Aichner (GÆG) eine Linie in den US-amerikanischen Boden und legten dabei mehr als 600 km zurück. Akkurat als Geschäftsmänner gekleidet, zogen Huber und Aichner mit ihrem plakativen Schreibgerät zielstrebig zu Fuß und per Fahrrad durch Prärien, Wüsten und Gebirge und irritierten mit ihrem überdimensionierten Kugelschreiber die Einheimischen von Utah über Wyoming bis Colorado. Von 4. Oktober bis 6. Oktober präsentieren Huber und Aichner ihre dreiwöchige Aktion in den USA, stellen den daraus entstandenen Film als Münchner Premiere vor und zeigen eine Installation sowie die Originalskulptur des Kugelschreibers und Fotoarbeiten. Zur Ausstellung erscheint außerdem das Buch „linear - non-territories of desire“.

Thema des Projekts „linear“ ist nicht nur regionale Historie, sondern vielmehr der grundsätzliche Wahn jeglicher Landnahme und das damit verbundenem Territorialverhalten. Die Aktion beleuchtet Sinn und Unsinn von Grenzziehungen als menschliches Bedürfnis. Kein geografisches Gebilde, geschweige denn eine irgendwie geartete Staatlichkeit wurde durch die absurde Linienziehung initiiert. Das Ergebnis ist allein ein bildnerisches (Rechteck), ein “Non-
Territory“, erschaffen von zwei realen Avataren („Penmen“) ohne jegliches politisches Kalkül. Statt einer beständigen, sichtbaren Spur hinterließ der Stift nur einen flüchtigen Abdruck in der Bodenoberfläche. Die Linie bildete sich hingegen mittels eines GPSTrackers als rote, virtuelle Liniengrafik in Echtzeit auf einer interaktiven Karte der projekteigenen Website ab (www.linear.gaeg.net). Das filmische Ergebnis ist eine irreale Mixtur aus Dokumentation
und Computerspiel.

Kunsthistoriker Christian Schoen über „linear“
linear reiht sich ein in die aufwendigen Großprojekte von GAEG, in denen die Künstler selbst vor großer Kulisse agieren. Den Werken gemein ist der romantische Gestus, des die Physis fordernden performativen Akts innerhalb einer überwältigenden Natur. Für passage2011 zogen sie ein selbstgebautes rotes Boot über die Alpen, um in Venedig zur Biennale ihr Scheitern zu präsentieren (2011). Mit eigens konstruierten Windgeneratoren auf dem Rücken sammelten sie auf einer waghalsigen Tour durch das isländische Hochland Energie, nur um damit zurück in der Heimat zwei Waschmaschinen zu betreiben, welche die schmutzig gewordene Expeditionskleidung reinigten (powerwalk 2014). Die offenkundige Absurdität des Unterfangens ist bei diesen Projekten der gemeinsame Nenner, und das gilt auch für linear.

Zwei Männer in Anzügen zogen mit einem monumentalen Kugelschreiber durch die wilde Weite Nordamerikas. Statt einer beständigen, sichtbaren Spur hinterließ der Stift allerdings nur einen flüchtigen Abdruck in der Bodenoberfläche. Trotz mancher geografischen oder klimatischen Widrigkeiten hielten die Männer stoisch die Richtung. Resultat war eine einfache, überdimensionierte Zeichnung, die sich freilich nur virtuell erfassen lässt. Im Rahmen ihrer dreiwöchigen Wanderung markierten Thomas Huber und Wolfgang Aichner so eine
18.600 Quadratkilometer große Fläche im Zentrum der Vereinigten Staaten von Amerika. Mit großem Gestus schrieben sie ihr Territorium in eine Landkarte ein, die von den ähnlich willkürlichen und kompromisslosen Grenzziehungen vergangener Epochen geprägt ist. Proklamiert wird nichts Geringeres als der territoriale Freiraum der Kunst in Zeiten eines wieder
aufkeimenden Nationalismus.

Der Kunststaat legt sich wie eine zweite Ebene über die Bundesstaaten Colorado, Wyoming und Utah, deren Landesgrenzen nicht von geographischen oder historischen Begebenheiten vorgegeben wurden, sondern am Reißbrett mit großer Distanz zur Realität und ohne Rücksicht indigener Geschichte entstanden sind. Tatsächlich hätte sich die Aktion ebenso begründet an irgendeinem anderen Flecken der Erde abspielen können. Der hier durch die Aktion neu definierte Raum ist eine künstlerische Behauptung, die vor dem Hintergrund der Geschichte nicht mehr oder weniger real ist, als irgendeine nationale Grenzziehung.

Wie bereits bei den vorangegangenen Projekten wird auch in linear der heroische Gestus durch die selbstironische Inszenierung in Frage gestellt. Dennoch, es sind zentrale Fragestellungen, die den Kern des jeweiligen Projekts ausmachen. Ob nach der Sinnhaftigkeit des menschlichen Strebens wie bei passage2011 gefragt, ob nach der Möglichkeit eines ökologisch ausbalancierten Lebens wie in powerwalk gesucht oder die Bedeutung territorialer Ansprüche in linear konterkariert wird, das jeweilige Projekt ist gerade durch seine humoristisch absurden Brechungen hochgradig selbstreflexiv. Es stellt sich stets die Frage, welche Möglichkeiten hat die Kunst, sich in dieser komplexen Welt Gehör zu verschaffen?“

GÆG
Die Freundschaft von Thomas Huber und Wolfgang Aichner besteht seit fast drei Jahrzehnten. Gemeinsam haben sie zahllose alpinistische und künstlerische Abenteuer durchgestanden. Ihr Schlüsselerlebnis war die Überquerung des größten europäischen Gletschers Vatnajökull 1988, auf dem sie mehr als zwei Wochen in einem Eissturm festsaßen und nur knapp dem Tod entrinnen konnten. Diese Grenzerfahrung schweißte die beiden Münchner Künstler zusammen.

Als Künstlergemeinschaft traten Huber und Aichner erst 2005 anlässlich des Gentechnik- und Patentpolitik-kritischen Projekts tilia inflata© öffentlich in Erscheinung. Seitdem firmieren sie für ihre gemeinschaftlichen Projekte unter dem Namen GÆG, der für “global aesthetic genetics“ steht. Als Referenz auf die bedeutsame Extremerfahrung in Island ist der Buchstabe Æ ihres Labels GÆG zu verstehen, der dort Bestandteil des Alphabets ist.

Große internationale Beachtung erfuhren sie als Teilnehmer der Venedig Biennale 2011 mit ihrer Aktion passage2011, einer Überquerung des Alpenhauptkamms mit einem roten Boot. Auch wenn ihr Ansatz im wesentlichen von der Ästhetik neuer Bilder ausgeht, so klingen in GÆGs Projekten stets gesellschaftskritische Themen an. Die Folgen der Globalisierung, die ideelle und materielle Ausbeutung der Natur und das Profitstreben, das auch weite Teile des Kunstbetriebs mit einschließt, sind die Metaebenen ihrer Kunst.

Thomas Huber (geb. 1965) studierte Malerei an der Akademie der Bildenden Künste bei Horst Sauerbruch. Mit dem Förderstipendium der Stadt München startete er 1993 eine Reihe von aktionistischen Landartprojekten, vorzugsweise in arktischen Regionen. Ausgehend von der Malerei beschäftigt er sich auch mit Objektkunst, Installation und Medien. Er arbeitet teilweise genreübergreifend und ist in diversen Produktionen im darstellenden Bereich als Musiker und Performer tätig. Thomas Huber lebt und arbeitet in München.

Wolfgang Aichner (geb. 1965) lebt und arbeitet seit 2002 in München. Nach einem Architekturstudium in München studierte er Kunst an der University Of East London. Im Rahmen des Stipendiums der New Yorker Pollock-Krasner Foundation arbeitete er ein Jahr in Dublin. Zwischen 1997 und 2008 übernahm er Lehraufträge an der University Of East London, der Technischen Universität München und der Fachhochschule München. Neben seiner künstlerischen Arbeit, die sich von klassischen Disziplinen wie Malerei, Zeichnung und Skulptur über Installations- und Medienkunst bis hin zu Konzept- und Aktionskunst erstreckt, ist Aichner passionierter Bergsteiger.

linear
Filmpremiere und Ausstellung zur Kunstaktion „linear“ im Westen der USA
global aesthetic genetics (GÆG) - Wolfgang Aichner und Thomas Huber
Rathausgalerie Kunsthalle, Marienplatz 8, 80331 München
Eröffnung: Freitag 4. Oktober 2019, 19 Uhr (Filmpremiere, bestuhlt)
Ausstellung: 5. und 6. Oktober 2019, 11-19 Uhr (Filmpräentation im Loop)
Begrüßung: Johannes Muggenthaler, Kulturreferat München
Einführung: Dr. Christian Schoen, Kunsthistoriker
Buchveröffentlichung: „linear – non-territories of desire“
www.gaeg.net | www.linear2017.org.


Sarah Tack und Dirk Schiff. Fotos: Hannes Magerstaedt

Sarah Tack und Dirk Schiff. Fotos: Hannes Magerstaedt

Frank Beiler, Sarah Thonig, Dirk Schiff, Ariane Roth

Frank Beiler, Sarah Thonig, Dirk Schiff, Ariane Roth.

VIPs bewundern Werke von Dirk Schiff
Tolle Fotokunst & prominente Models im Le Méridien Munich

Von Andrea Vodermayr
„Munich meets New York“ - so lautet der Titel der Ausstellung des renommierten
Foto-Künstlers Dirk Schiff, die jetzt im Luxushotel „Le Méridien Munich“ eröffnet
wurde. Er hatte Ex-Kickboxerin und Moderatorin Dr. Christine Theiss, Schauspielerin Sarah Thonig und Sängerin Ariane Roth („Aza’s Lounge Quinett“) gekonnt in den beiden Städten in Szene gesetzt – im Dirndl. Das Ergebnis konnte sich sehen lassen. Die insgesamt 23 Werke, die in den Hot Spots der beiden Metropolen aufgenommen wurden, zeigen die unterschiedlichen Facetten der beiden Weltstädte und drei völlig unterschiedliche Models – und schmücken ab sofort die Wände des Luxushotels.

Zum Opening kamen auf Einladung von Hotel-Direktor Frank Beiler zahlreiche kunstaffine Gäste, darunter auch VIPs wie Schauspielerin Darya Gritsuk und Sky-Moderator Gregor Teicher mit Frau Stephanie - und alle waren begeistert.

Ein Teil des Verkaufserlöses der Werke, 25 Prozent, geht an den Verein „Power-Child e.V.,“ der sich gegen Missbrauch und Gewalt bei Kindern und Jugendlichen einsetzt und dessen Schirmherrin Christine Theiss ist. Deshalb hatte sie nicht lange gezögert, beim Shooting dabei zu sein. Beim Opening war sie leider verhindert, doch sie konnte an den Wänden bewundert werden Schiff hatte in der Münchner City geshootet; im Dirndl von „Dirndlliebe“ von Designerin Sarah Tack in der U-Bahn am Marienplatz und im Hofgarten.

Sarah Thonig hingegen wurde vor der New Yorker Skyline in Szene gesetzt – in der Stadt, die niemals schläft. Für sie ein einmaliges Erlebnis: „Es war natürlich eine spannende Erfahrung, einmal ein Fotoshooting in New York zu erleben. Natürlich waren auch einige lustige und ungewöhnliche Momente dabei. Denn im roten Dirndl fällt man schließlich selbst auf den Straßen von New York etwas auf.,,Ich war zuvor schon in anderen Großstädten der USA, aber noch nie in New York, obwohl die Stadt immer auf meiner To Do-Liste stand. Deshalb war es etwas Besonderes. Ich bin auf die Resonanz der Gäste gespannt und wünsche Dirk viel Erfolg mit seiner Ausstellung.“

Model Nummer 3, Sängerin Ariane Roth, sorgte mit ihrem Live-Auftritt dann gleich auch für ein musikalisches Highlight. Hotel-Direktor Frank Beiler begrüßte mit Dirk Schiff die Gäste. „Wir freuen uns sehr, dass Dirk Schiff nun schon zum dritten Mal seine großartigen Werke bei uns zeigt“, so Beiler. „Das Thema „Metropolen“ passt perfekt zum „Le Méridien“, denn wir sind ein kosmopolitischer Ort. Die Trachten verbinden dieses Lebensgefühl mit Tradition und dem bevorstehenden Oktoberfest. Dirk Schiffs Werke sind viel mehr als eine Momentaufnahme. Sie haben stets Tiefgründigkeit und wurden nie einfach nur so aufgenommen. Das Besondere an seinen Werken ist, dass beim Betrachten immer ein ganz besonderer Augenblick und eine besondere Stimmung entstehen. Man kann viel mehr erkennen als nur das eigentliche Motiv. Die Werke haben Bestand und werden nun im Rahmen einer Dauerausstellung unsere Hotelwände schmücken.“

Wer ist Dirk Schiff? Der gebürtige Münchner kam erst relativ spät zur Fotografie - im Rahmen seines Journalismus-Studiums. Seither brennt er für seine Arbeit. Er fotografiert bereits für international bekannte Modemagazine, Agenturen und Schauspieler und hatte auch schon große Stars wie Mario Adorf, Uschi Glas und Reinhold Messner vor seiner Linse.

Warum dieses Mal New York und München? Dirk Schiff: „Ich liebe Metropolen und fotografiere leidenschaftlich gerne Skylines, insbesondere bei Nacht. Ich setzte München-Motive bereits seit mehreren Jahren in Szene und konnte mit diesen Bildern auf Instagram immer ein großes Interesse verzeichnen. München ist für mich nicht nur eine Wahlheimat, sondern auch der Geburtsort meiner beiden Kinder. Somit wurde diese Stadt zu meiner neuen Heimat. Die Neugier für die München-Motive ist immer noch genauso groß wie vor zehn Jahren - egal ob im Frühling, Sommer, Herbst oder Winter, bei Tag und bei Nacht. Auf dem Oktoberfest hörte ich immer wieder den Unterhaltungen von Amerikanern zu und konnte spüren, wie sie die Atmosphäre dort genossen haben. „Ich war noch niemals in New York“ war mein erster Gedanke im letzten Jahr. Mich reizte es, etwas Neues auszuprobieren und so kam mir die Idee zu Munich meets New York‘. Das Oktoberfest ist auch in New York ein großes Thema. Deshalb ist es interessant, die beiden Kulturen etwas näher zu betrachten. Und nach zwei erfolgreichen Porträtausstellungen wollte ich den Interessierten einmal etwas Anderes zeigen. Das „Lé Meridien“ passt perfekt, denn es steht für Kunst und bietet den Gästen eine ganz besondere Atmosphäre.“ Wer Gefallen an den Werken gefunden hat: „Sie können ab dem
9. September auf portraitiert.de erworben werden.“

Passend zum Motto gab es einen Mix aus bayerischen und amerikanischen kulinarischen Köstlichkeiten wie Caesar Salat mit panierten Kalbsschnitzelstreifen, Pastrami mit Steinpilzcreme, Krustenwammerlwürfel mit Krautsalat, Chili Hot Dogs sowie Kaiserschmarren und Cheesecake.

Außerdem dabei: Anne Schiff, die Ehefrau des Künstlers, PR-Lady Michaela Rosien, die den Event mitorganisiert hatte, Schauspieler Philip Birnstiel, Schauspieler Terry Swartzberg, Blogger Chris Hanisch, Musical-Darsteller Florian Hüttner, Jazz-Sängerin Tuija Komi, Schauspielerin Suzanne Landsfried, Sarah Kronsbein mit Partner Felix von Spiegel, Fotokünstler Johannes Weinsheimer, Schauspieler Tom von der Isar, Schauspielerin Genija Rykova, Albrecht von Weech, etc.

_Anne und Dirk Schiff

_Anne und Dirk Schiff.

Ariane Roth.

Stephanie und Gregor Teicher

Stephanie und Gregor Teicher.

Ariane Roth

Katja Hammerle, ohne Titel (My secret chamber)

Katja Hammerle, ohne Titel (My secret chamber).

Markus Philipp, China meets China

Markus Philipp, China meets China.

Mikihiko, wave 3, Japan 2019

Mikihiko, wave 3, Japan 2019.

Highlight im „Kunstherbst“
ARTMUC: Münchens größtes Kunstfestival

Zum ersten Mal nimmt die ARTMUC heuer am Münchner Kunstherbst teil und präsentiert sich als Münchens größtes Kunstfestival parallel zu den anderen stattfindenden Ausstellungen und Messen. Die ARTMUC zählt mittlerweile zum wichtigsten Kunstevent Süddeutschlands und bringt Künstler, Galerien und Kunst-
Projekte aus ganz Europa nach München. Die Oktober-Ausgabe der ARTMUC präsentiert dabei wieder mehr als 130 nationale und internationale Künstler sowie
20 Galerien und Kunstprojekte gleichzeitig in beiden Locations. Mit dabei sind Künstler und Projekte u.a. aus Luxemburg, der Ukraine, Österreich, Schweiz, Frankreich, Spanien, Deutschland, Portugal, Italien, Bulgarien und erstmalig auch aus Japan.


Kunst darf gefallen – Kunst darf gekauft werden
Die ARTMUC positioniert sich eindeutig als Entdecker-Messe und Verkaufs-Plattform für zeitgenössische Kunst, die man sich auch noch leisten kann. „Die Dynamik am Kunstmarkt hat in den letzten Jahren erheblich zugenommen und bietet ständig so viel Neues. Die ARTMUC ist ein idealer Rahmen, dies einem breiten Publikum näher zu bringen.“ so der Veranstalter der ARTMUC, Raiko Schwalbe.

Die Herbstausgabe der ARTMUC wird erstmals einen Schwerpunkt auf das Rahmenprogramm legen. Zu den regulären Messeführungen organisiert dazu Anabel Roque Rodríguez, Kuratorin und Kunsthistorikerin u.a. auf der Art Karlsruhe und Art Basel, erstmals am Sonntag, dem
20. Oktober verschiedene Panels mit Künstlergesprächen. Die Panels sollen zeigen, dass Messen einen wichtigen Platz im Ökosystem der Kunst einnehmen und zeitgenössischen Debatten einen Ort bieten.

ARTMUC Oktober-Highlights
Sondershow des international bekannten Künstlers „Mel Ramos“
Im Rahmen einer Kooperation zwischen der ARTMUC und art42 Kunsthandel aus Wörth am Rhein, wird auf der ARTMUC erstmalig im Rahmen einer Sonderausstellung neben bekannten Kunstwerken des Künstlers die „Emaille-Edition Mel Ramos“, die exklusiv nur über Rupert Schroeder als Initiator für den Kunstmarkt verlegt wird, durch den Galeristen Atilla Kirbas präsentiert. Alle Wandskulpturen sind in limitierten Editionen nummeriert und von Mel Ramos handsigniert. Die verbliebenen Emaillen stellen eine Besonderheit dar, da die Emaillen aufgrund des Todes Mel Ramos 2018 nicht mehr verlegt werden.

Sonderausstellung whiteBOX.art München
Bei der Oktober-Ausgabe der ARTMUC präsentiert whiteBOX.art aus München erneut im ehemaligen Atelierhaus 3 auf der Praterinsel eine Ausstellung mit Künstlern aus dem Bereich der Multimedia-Kunst. Präsentiert werden dabei Kunstwerke aus dem Bereich VR, Video und Animation.

Sondershow „Textilkunst“
Auf der zweiten Sondershow „Textile Art - Vienna“ verwebt Beate von Harten / Wien internationale Textilkünstler/innen zu einem breiten Spektrum von textilen Aussagen zu einer gemeinsamen Präsentation. Die drei Protagonisten Beate von Harten & Heide Proksch (beide aus Österreich) und Florian Nörl (Regensburg) zeigen Positionen von modernen abstrakten Tapisserien aus reinem Leinen zu phantasievollen Darstellungen in Bildteppichen des phantastischen Realismus bis hin zu innovativen technisch neuen Steinstrukturen aus textiler Substanz. „Wir erleben eine Renaissance dieser Ur-Kunst des Planeten, hier durch bewusstes theoretisches Wissen, praktisch reflektiertes Können und Wissenstransfer für die Zukunft!“ sagt Beate von Harten, die Initiatorin der Ausstellung.

ARTMUC Award: Ausbau des Awards, der Raum verschafft
Raum ist knapp in München, das spüren auch die Künstler. Aus diesem Grund haben die Veranstalter der ARTMUC in diesem Jahr einen neuen Award gegründet, der Künstlern „Raum“ zum Arbeiten bieten soll. In Kooperation mit „Studio37“ aus Gran Canaria gibt es für den Gewinner des Awards und den 2.Platz auch bei der Oktober-Ausgabe der ARTMUC ein gefördertes „Artist in Residence“ Programm. Dieses Programm, hat zum Ziel, internationalen Künstlern einen Raum auf den kanarischen Inseln zu geben, um sich dort inspirieren zu lassen. Der dritte Gewinner des neuen ARTMUC Award erhält eine kostenlose Fläche zur Präsentation seiner Kunstwerke bei der ARTMUC im Mai 2020. Die Gewinner des ersten ARTMUC Awards vom Mai2019 werden das Programm im September live erfahren und den Teilnehmern der Oktober-Ausgabe ihre Erfahrungen präsentieren. Die Verleihung des ARTMUC Award findet am Freitag 18.10. ab 19:30 Uhr im Rahmen der „ARTMUC Artists Night“ auf der Praterinsel statt.

Die Herbstausgabe der ARTMUC wird erstmals einen Schwerpunkt auf das Rahmenprogramm legen. Zu den regulären Messeführungen organisiert dazu Anabel Roque Rodríguez, Kuratorin und Kunsthistorikerin u.a. auf der Art Karlsruhe und Art Basel, erstmals am Sonntag 29. Oktober verschiedene Panels mit Künstlergesprächen. Die Panels sollen zeigen, dass Messen einen wichtigen Platz im Ökosystem der Kunst einnehmen und zeitgenössischen Debatten einen Ort bieten.

Die Idee der ARTMUC wächst weiter und will zukünftig im jungen und dynamischen Kunstmarkt noch fokussierter neue, außergewöhnliche Trends aufzeigen und setzen sowie jungen Künstler den Zugang zu einem breiteren Publikum ermöglichen. Mit Ihren zwei Ausgaben pro Jahr (Frühjahr / Herbst) soll die ARTMUC als wichtigster Kunstevent der Stadt München weiter ausgebaut und gestärkt werden, mit dem Ziel, sich bis 2024 zur wichtigsten Plattform für zeitgenössische Kunst in Bayern und darüber hinaus zu entwickeln.

ARTMUC
17. bis 20. Oktober 2019

Adresse: ARTMUC Messe / Isarforum – Ludwigsbrücke & Praterinsel / 80538 München
Öffnungszeiten: Do. 17.10. – Vernissage 19 bis 22 Uhr,
Fr. 18.10. & Sa. 19.10. jeweils 12 – 19 Uhr, So. 20.10. / 12 – 18 Uhr
Eintritt: Erwachsene 14 EUR / Studenten 11 EUR (Freitag 03.05.2019) Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren haben freien Eintritt - www.artmuc.info.


Marianne Fürstin zu Sayn-Wittgenstein und Dirk G. Kronsbein. Foto: BrauerPhotos/S. Brauer

Marianne Fürstin zu Sayn-Wittgenstein und Dirk G. Kronsbein. Foto: BrauerPhotos/S. Brauer

Zum 100. Geburtstag von „Mamarazza“
Die Galerie Kronsbein stellt erstmals die Werke
von Marianne Fürstin zu Sayn-Wittgenstein aus


Von Andrea Vodermayr
Kaum zu glauben, aber wahr: Marianne Fürstin zu Sayn-Wittgenstein feiert in diesem Jahr, genauer gesagt am 9. Dezember, ihren 100. Geburtstag! Sie ist vor allem auch unter dem Namen „Mamarazza“ bekannt, denn sie machte sich einen Namen als Fotografin. Zahlreiche Prominente aus Adel, Wirtschaft, Kunst, Kultur und Showbiz hatte sie schon von vor ihrer Linse: von Prinz Charles, Gunter Sachs und Thomas Gottschalk über Andy Warhol und Salvador Dali bis hin zu in zu Sean Connery, Elton John, Audrey Hepburn und Luciano Pavarotti - um nur einige zu nennen.

Ihre Arbeiten können ab dem 5. Dezember in der Galerie Kronsbein im Herzen der Münchner City bewundert werden. Galerist Dirk G. Kronsbein holt anlässlich des 100. Geburtstages die Werke von „Mamarazza“ in seine Räumlichkeiten, die dann bis Heiligabend bewundert und natürlich auch käuflich erworben werden können. Ein Novum für die Galerie, denn in den letzten Jahren sorgte die Galerie vor allem mit Pop Art & Urban Art für viel Furore: mit den Ausstellungen von Street Art-König Banksy, seinem weiblichen Pendant Bambi, STIK‘s Strichmännchen oder den Arbeiten von Blek le Rat oder Giuseppe Veneziano. Der runde Geburtstag von „Manni“ Fürstin zu Sayn-Wittgenstein ist für Dirk K. Kronsbein nun der Anlass, sich auch dem Genre der Fotografie zu widmen.

„100 Jahre – das sind eine Menge Geburtstagskerzen auf dem Kuchen“, so Dirk G. Kronsbein. „Es gibt mittlerweile mehr als eine halbe Million Hundertjährige weltweit. Aber ich würde behaupten, keiner davon macht so hervorragende Fotos wie Manni,“ meinte er schmunzelnd. „Wir kennen uns schon seit vielen Jahren und ich bewundere ihre Arbeit. Sie hat ein hervorragendes Auge und das perfekte Gespür für den Augenblick und die Komposition. Sie versteht es wie keine andere, die außergewöhnliche Stimmung und die Besonderheit des Portraitierten einzufangen und für den Betrachter festzuhalten. Bereits im Alter von zehn Jahren entdeckte sie ihre Liebe zur Fotografie. In den kommenden Jahrzehnten fing sie mit Kamera und Objektiv die großen Berühmtheiten der Zeitgeschichte ein. Wir präsentieren eine Vielzahl ihrer Fotografie, die ihr umfangreiches künstlerisches Schaffen perfekt widerspiegeln“, so Dirk G. Kronsbein begeistert.

Und noch einen zweiten Geburtstag wird im Rahmen der neuen Ausstellung gefeiert. „Der sechste Geburtstag unserer Galerie“, so Dirk G. Kronsbein stolz. Er nutzt die beiden Jubiläen auch dazu, ein neues Event-Format zu etablieren: „Den „Kunst-Weihnachtsmarkt“, in dessen Rahmen die Werke präsentiert werden. Die Tradition der Weihnachtsmärkte geht in München bis ins 14. Jahrhundert zurück. Heute gibt es zig davon: groß, klein, traditionell, alternativ,
pink, romantisch und noch viele mehr. Ab diesem Jahr gibt es eine neue Kategorie: „Münchens 1. Kunst-Weihnachtsmarkt“, der vom 5. bis 24. Dezember bei uns in der Galerie Kronsbein stattfinden wird.“

Schwerpunkt sind die Fotografien von „Mamarazza", ein Spitzname, den sie übrigens von Prinzessin Caroline von Monaco erhielt. „In unseren weihnachtlich dekorierten Galerieräumen werden aber auch ausgewählte Kunstwerke von Andy Warhol, Otto Piene, Blek le Rat, Julian Kohl und vielen weiteren Künstlern gezeigt“, so Dirk G. Kronsbein. „Sie repräsentieren einen Querschnitt der vergangenen Ausstellungen und die Geschichte unserer Galerie, die sich in nur sechs Jahren zur Plattform für international anerkannte sowie junge Künstler etabliert hat.“

Der gute Zweck kommt ebenfalls nicht zu kurz: „Mit jedem Kauf eines Kunstwerks bei unserem „1. Münchner Kunst-Weihnachtsmarkt“ wird gleichzeitig Gutes getan. Und wir werden zudem das Kunstwerk „Smoke" von Marianne Fürstin zu Sayn-Wittgenstein-Sayn für die gute Sache versteigern“, so Kronsbein. „Der Nettoerlös der Versteigerung und ein Teil der Verkäufe gehen an den Verein „Münchner für Münchner e.V.". Dieser Verein, der von Natalie Schmid, der Ehefrau des ehemaligen Münchner Bürgermeisters Josef Schmid, gegründet wurde, hilft Münchnern, die unverschuldet in finanzielle oder soziale Not geraten sind und die schnelle, unbürokratische Hilfe benötigen. Gebote für das Werk „Smoke“ nehmen wir ab sofort auch schriftlich entgegen“, so Kronsbein. Dann mal los, denn man kann gar nicht früh genug an die Weihnachtsgeschenke denken …

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Flughafen München
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www.heidi-winkler.de

Kunstmalerin Heidi Winkler
Wohlmutserweg 2
87463 Dietmannsried
Tel. 0 83 74-80 81

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Tierschutzverein München
www.emerescue.de