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Die parasitischen Wespenbienen gehören zu den Kuckucksbienen und legen ihre Eier in die Nester von anderen Bienen ab. Foto: Michaela Hofmann

Prof. Dr. Susanne S. Renner (Ludwig-Maximilians-Universität München)
Ursachen von Zunahme und Abnahme von Wildbienen
in verschiedenen Habitaten in Deutschland


Von den 557 in Deutschland vorkommenden Bienenarten, für die Rote-Liste-
Einordnungen vorliegen, gelten 267 (48%) als bestandsgefährdet oder ausgestorben. Wie kommen wir mit der Ursachenforschung zügig genug voran, um zielgerechte Hilfsmaßnahmen vorschlagen zu können?


Im Vortrag werden dargestellt (1) die Ergebnisse einer statistischen Auswertung der vorhandenen Monitoring-Daten der letzten 40 Jahre, (2) die Erfolge von Blühstreifen in München, und (3) Ergebnisse eines Vergleichs von drei lokalen Bienenfaunen in München von 1997 zu heute. Fazit: Wärmeliebenden Arten geht es gut. Bienen, die in Städten leben können, geht es rund dreimal besser als Bienen, die auf Wiesen und andere nicht-urbane Standorte spezialisiert sind. Und früh im Jahr fliegenden Bienen geht es dreimal besser als spätfliegenden, jedenfalls auf dem Land. Die intensive Landwirtschaft ist damit die plausibelste Ursache des Arten-Rückgangs, während Klimaerwärmung per se für eine Zunahme der Arten sorgt. Blühstreifen in der Stadt haben bereits nach einem Jahr einen starken positiven Effekt.

Die Veranstaltung findet am 16. Oktober um 1815 Uhr in der Zoologischen Staatssammlung München, Münchhausenstr. 21, 81247 München, statt. Der Eintritt ist frei.

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