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Eindrücke vom Almsingen auf dem Moserboden, das der Trachtenverein Hochries-Samerberg mit den Samer Sängern ausrichtete. Fotos: Hötzelsperger

Eindrücke vom Almsingen auf dem Moserboden, das der Trachtenverein Hochries-Samerberg mit den Samer Sängern ausrichtete. Fotos: Hötzelsperger

Hans Sattlberger mit dem Hochries-Gesang

Hans Sattlberger mit dem Hochries-Gesang.

Die Kunst des Jodelns
Seit 20 Jahren Almsingen auf dem Samerberg

Samerberg (hö) – Ein Ort der Volksmusik-Pflege und vor allem der Förderung des Jodelns war das 21. Almsingen, das der Trachtenverein Hochries-Samerberg zusammen mit den Samer Sängern auf dem Moserboden zu Füßen der Hochries sowie dort an der Sigl- und Zenz’n-Alm und bei der Daxlberger-Hütte veranstaltete. „Jodeln ist Lebenslust pur und Jodler sind Balsam für die Seele“ – so Ehrenvorstand Hans Sattlberger vom Grainbacher Trachtenverein, der vor 20 Jahren zusammen mit Sänger Konrad Bauer von den Inntaler Sängern das Almsingen „erfunden“ hatte.

Bestens vorbereitet war das Almsingen, so dass die vielen Gruppen gleich zu Beginn wussten, wo sie Platz nehmen sollten. Auf der oberen, der Zenz’n-Alm, begannen das Bläser-Duo Erich Gawlik-Andreas Wörndl, die Neukirchner Sängerinnen, die Samer Sänger, der Sprittelsberger Zwoagesang, die Voglauer Sänger und der Weinstuben Dreigesang. Auf der mittleren Stätte, der Sigl-Alm, fanden sich neben der Oimaspitzklang-Musi und den Sunnakirchner Sängerinnen noch Gruppen ein, die sich ohne Anmeldung und spontan auf den Weg machten. Bei der Daxlberger Hütte begannen die Grenzlandbläser, der Dreiwinklgesang, der Familiengesang Röpfl, die Früah-Dirndl und der Oberauer Viergesang. Die Samerberger Schwegeln spielten von Alm zu Alm und auch die meisten Musik- und Gesangsgruppen wechselten im Laufe des Tages ihren Platz und ihre Zuhörer.

Hans Sattlberger zeigte sich begeistert von den vielen Liedern, Jodlern, Weisen und Begegnungen und schon vor dem gemeinsamen Singen und Jodeln zum Abschluss bei der
Sigl-Alm resümierte er: „Das Herz geht auf bei einem spontanen Jodler, das Jodeln ist eine urige Verständigungsmöglichkeit, die unser Innerstes berührt. Es ist wie Jubeln, es drückt Freude und unbändigen Lebenswillen aus. Die Botschaft an die Welt lautet: es geht uns gut!“. Hoch zufrieden beim heurigen Almsingen waren auch die Veranstalter, Erster Vorstand Peter Sattlberger vom Grainbacher Trachtenverein war besonders beeindruckt vom „bärigen“ Zusammenarbeiten zwischen Trachtenverein, Samer Sängern und vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern. „Ob Service, Ordnung oder Jugend, alles hat heute geklappt und angepackt, da können wir uns schon auf die nächsten Aufgaben und Herausforderungen freuen“, so der Vorstand, der noch einige interessante Termine für die
nächste Zeit bekannt gab.

Am Feiertag, 15. August sind die Mitglieder vom Trachtenverein Hochries-Samerberg erneut Gastgeber, dann beim Obstangerfest ab 12 Uhr im Garten vom Käser-Peter in Grainbach und als Höhepunkt des heurigen Jahres beteiligen sich die Samerberger Rosserer mitsamt nachgebauter Inn-Plätte zusammen mit der Musikkapelle Samerberg und mit dem Trachtenverein Grainbach am Trachten- und Schützenzug zum Münchner Oktoberfest am Sonntag, 22. September.

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Siegerinnen (von links): Stefanie Sattelberger, Martina Pfisterer und Christina Durigon.
Fotos: Hötzelsperger

Martina Pfisterer ist beste Chiemgauer Dreherin

Bernau/Chiemgau (hö) – Martina Pfisterer vom Trachtenverein „D´Buchwäldler“ Übersee ist beste Dreherin innerhalb des Chiemgau-Alpenverbandes für Tracht und Sitte. Nach ihrem dritten Platz vor zwei Jahren in Atzing und nach ihrem zweiten Platz im Vorjahr in Rottau schaffte sie es nunmehr eine Stufe weiter auf die Spitze des Siegertreppchens und dies mit der Tagesbestnote von 78,3 Punkten. Ihr folgten beim traditionellen Gaudirndldrahn im Festzelt von Bernau als Nächstplatzierte Stefanie Sattelberger vom Trachtenverein „D´Griabinga“ Hohenaschau, die sich wegen Punktgleichheit nach dem sogenannten „Rittern“ mit 77,6 Punkten gegenüber Christina Durigon vom gastgebenden Trachtenverein Bernau behaupten konnte.

„Gaudirndldrahn und Gaugruppe – was ist das genau?“ – diese Frage stellten sich insbesondere die Urlauber, die sich beim traditionellen Wettbewerb des Chiemgau-Alpenverbandes im Festzelt vom Trachtenverein „D´Staffelstoana“ eingefunden hatten. Antworten bekamen die Fragenden leicht, da es einmal sehr viele fachkundige Trachtlerinnen und Trachtler gab, die gerne Auskunft gaben und weil es gut sichtbar zu verstehen war. Die Dirndl, die zweimal mit ihren Buam einen Walzer tanzen und sich dann zweimal in hoher Geschwindigkeit um den in der Bühnenmitte plattelnden Buam drehen, müssen zur Mitte ihrer Darbietung aus dem Drehen heraus im Takt der Musik „eingefangen“ werden.

All dies wird auf Zehntelpunkte genau von sechs Preisrichtern bewertet, dies waren heuer für die insgesamt 86 Dirndl aus den 23 Gau-Vereinen sechs Männer, die sich das ganze Jahr über unter der Leitung von Gau-Preisrichterobmann Josef Spiegelberger für diese Aufgabe mit hoher Konzentrationspflicht aus- und fortbilden. Die heurigen Preisrichter waren Andi Hell senior Schleching, Christoph Bauer junior, Sachrang, Lorenz Mühlberger, Reit im Winkl, Peter Reiter, Niederaschau, Christian Zeininger, Unterwössen, Georg Fischer, Prien, Sepp Hacher, Marquartstein und Franz Summerer, Greimharting. Sie wurden unterstützt von einem Auswertungsbüro unter der Leitung von Gauschriftführer Jürgen Wiegmann sowie von Laufburschen, die sich zeitnah zum Geschehen auf der Bühne zwischen Festzelt und Sportheim mit den Wertungslisten auf den Weg machten.

Unter den vielen Sommer- und Urlaubsgästen befand sich auch Stefan Dößereck aus Köln mit seinen Eltern, als Vorstands-Mitglied eines Kölner Karnevalsvereins interessierte er sich für das in Bayern gepflegte Brauchtum und er zeigte sich begeistert von den Trachten, den Darbietungen und der ganzen Organisation. „Etwas überrascht allerdings bin ich, dass bei einem Wettbewerb für Frauen nur Männer die Bewertung vornehmen, da wäre bei uns schon längst eine Diskussion entstanden“, so Dößereck, der seit einigen Jahren eigens für einen Urlaub zum Ort des Chiemgauer Trachtenfestes kommt.

Angetan war er – ebenso wie die vielen weiteren Festzeltbesucher - von der musikalischen Begleitung der Blaskapelle Bernau unter der Leitung von Albert Osterhammer sowie davon, dass jedes Dirndl als Preis und Erinnerung eine von den Bernauer aktiven Dirndl in den Wintermonaten mit Hand gefertigten Stofftäschen erhielten. Siegerin Martina Pfisterer bekam darüber hinaus noch einen Wanderpokal. Aufgrund der Ergebnisse kommen die ersten 14 Dirndl in die Gaugruppe, die letztlich auch noch aus den besten aktiven Plattlern besteht, die ihrerseits am kommenden Sonntag, 4. August beim Gaupreisplatteln ermittelt werden. Die Gaugruppe tritt bei Veranstaltungen des Chiemgau-Alpenverbandes auf und repräsentiert diesen auch bei auswertigen Auftritten.

Vor der Übergabe der Preise bedankten sich die Gauvorstände Miche Huber aus Rottau, Georg Westner aus Amerang und Franzi Fischer aus Greimharting bei den Leitern der Gaugruppe, das sind die Gauvortänzerin Marlies Huber sowie die Gauvorplattler Thomas Stoib, Max Irlinger und Josef Reiter. „Ich habe Riesenrespekt vor Euren Leistungen, die kein Zufall sind, denn schneidiges Drahn und Platteln bedarf eines enormen Probenfeleißes“ – so Gauvorstand Miche Huber, der zugleich feststellte: „Das, was wir heute gesehen haben, ist ein Zeichen dafür, dass wir uns um die Zukunft keine Sorgen machen brauchen“. Alsdann gab Georg Westner folgende Ergebnisse bekannt:

Siegerin Martina Pfisterer aus Übersee vor Stefanie Sattelberger aus Hohenaschau, Christina Durigon aus Bernau, Martina und Marlies Huber aus Wildenwart, Alexandra Schmid aus Niederaschau, Johanna Auer aus Unterwössen, Katharina Speicher aus Reit im Winkl, Michaela Rosenwink aus Wildenwart, Katharina Osterhammer aus Staudach, Maria Zaiser aus
Schleching, Anna Hauser aus Reit im Winkl, Alexandra Frank aus Hohenaschau, Magdalena Löhmann aus Prien, Kathi Messerer aus Prien, Christine Hamberger aus Sachrang, Irmengard Huber aus Wildenwart, Steffi Rabe aus Prien sowie vor Johanna und Katharina Rosenwink aus Wildenwart. Der Preisverteilung folgte noch mit den ersten acht Platzierten die ausgelassen getanzte Sternpolka und ein fröhlicher Barbesuch mit Musik der Anzwies-Musi aus Atzing, den sich Teilnehmerinnen, Gastgeber, Organisatoren und Besucher nach fast sechsstündigem Wettbewerb wahrlich verdient hatten.

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Die Dirndl der neuen Gaugruppe mit den Gauvorplattlern (von links) Thomas Stoib, Maxi Irlinger und
Josef Reiter.

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