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FC Bayern Basketball

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Foto: AN

Erneuerung an Haupt und Gliedern

Von Arno Nahler
„Die vergangene Saison war für uns nicht zufriedenstellend“, erklärte Bayerns Präsident Herbert Hainer anlässlich einer Pressekonferenz, bei der Thorsten Leibenath als neuer Sport-Geschäftsführer vorgestellt wurde. Keinen einzigen nationalen Titel konnten Münchens Korbjäger in der abgelaufenen Saison gewinnen. Und in der EuroLeague rangierten sie schon bald unter ferner liefen. Als Konsequenz wurde nicht nur die sportliche Führung mit Leibenath sowie Coach Anton Gavel neu besetzt.

Auch im Spielerkader tat sich einiges. Den bisher bekannten Zugängen Johannes Thiemann (Gunma Crane Thunders), Tobias Jensen (ratiopharm Ulm), Duane Washington Jr. (Partizan), Austin Wiley (Hapoel Jerusalem) stehen diverse Abgänge gegenüber: Nikolas Sermpezis (Florida Gulf Coast/NCAA), Neno Dimitrijevic, Stefan Jovic (beide Aris BC), Leon Kratzer, Isiaha Mike (Bahçesehir), Xavier Rathan-Mayes. Weitere Änderungen wird es sicher noch geben, bevor Ende August das Training wieder beginnt.

Thorsten Leibenath zeigte einige Eckpunkte seiner zukünftigen Arbeit in München auf. Dabei wird der Bau eines „Performance Centers" eine wichtige Rolle spielen. „Wir werden im Herbst dieses Jahres den Spatenstich haben", erklärte Präsident Herbert Hainer. „Das wird am Campus draußen entstehen und da werden dann alle Basketballaktivitäten zusammenziehen." Laut dem kaufmännischen Geschäftsführer Adrian Sarmiento soll das neue Nachwuchszentrum „ein großer Leuchtturm für den Verein in der Zukunft werden".

Thorsten Leibenath legt zudem großen Wert darauf, dass sich Münchens Spieler die Identität ihres neues Teams aneignen: „Es die Aufgabe von Anton Gavel sein, zusammen mit den Spielern, dem Staff und mit mir eine Identität zu entwickeln. Wie die aussieht, kann ich zum jetzigen Zeitpunkt nicht sagen. Was aber Pfeiler einer solchen Identität sein müssen, da habe ich schon eine klare Vorstellung: immer mit maximaler Intensität und Leidenschaft all das zu machen, was von einem verlangt wird. Und da geht es eben nicht nur um die Spieler, da geht es um Trainingseinheiten, da geht es um Promotions, da geht es um Fannähe. All das müssen wir mit maximaler Leidenschaft, mit maximaler Intensität machen.“

Schließlich geht es der neuen Führung darum, wieder in der EuroLeague erfolgreich zu sein, auch wenn „wir nicht zu den Teams gehören, die ganz oben finanziell mitspielen. Ich finde es spannend, mit etwas geringeren Mitteln auf EuroLeague-Ebene zu hantieren. Mein Anspruch ist es und ich hoffe, dass es mir gelingt, ihn auf alle zu übertragen: zu overperformen. Wir wollen in der EuroLeague overperformen. Wir wollen am Ende der Saison nicht da landen, wo wir am Budget gemessen landen müssten.“

Was ganz im Sinne von Präsident Hainer ist: „Wir werden unsere Ziele nicht zurückstreichen. Aber haben immer im Kopf, dass wir mit einem relativ kleinen Budget in der EuroLeague kämpfen. Und da müssen wir auch überperformen, wenn wir in die Playoffs kommen wollen. Es war immer der Weg des FC Bayern München, maximalen sportlichen Erfolg zu holen auf einer wirtschaftlich stabilen Basis. Und davon werden wir auch nicht weggehen.“ Dann darf man gespannt sein, welche Akteure im Laufe des Sommers noch zu den Bayern Baskets stoßen werden, um wieder erfolgreich zu spielen.

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