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FC Bayern München Basketball

FC Bayern Basketball

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Vladimir Lucic (Nr. 11) fehlte den Bayern im Finale sehr. Foto: CagliariTurismo/Marcello Spina

Das war wohl nichts!

Von Arno Nahler
Alle Experten sind sich einig: Die vergangene Saison der Münchner Basketballer kann man bestenfalls mit dem Attribut „durchwachsen“ versehen. Nach der Pleite gegen Chemnitz im deutschen Pokal wurde das Erreichen der Playoffs in der EuroLeague - mit dem folgenden Ausscheiden gegen den hohen Favoriten Barcelona - als Erfolg gefeiert. Allerdings wären diese Playoffs ohne den Ausschluss der drei russischen Teams nie erreichbar gewesen. Und nun schließlich, als unschöner Saisonhöhepunkt, die Finalniederlage der Bayern gegen Alba Berlin in der BBL. Bereits zum dritten Mal mussten sich die Münchner den überlegenen Berlinern geschlagen geben.


Nachdem sie sich mit Mühe gegen Bonn in die Endrunde gekämpft hatten, standen die Bayern Baskets gegen Alba von Beginn an auf verlorenem Posten. Lediglich im Spiel drei, als alle mit einem Berliner „Sweep“ rechneten, konnten sie überzeugen. Gerade die Heimschwäche der Münchner - sie verloren die letzten vier Playoff-Heimspiele in Folge - enttäuschte sehr. Natürlich gibt es Erklärungen für die Schwächen der Bayern: Viele Verletzungen sowie Corona-
Erkrankungen sorgten dafür, dass sie selten komplett antreten konnten. Dennoch ist das Abschneiden eine große Enttäuschung - besonders auch angesichts des vergleichsweise hohen Etats. Dieser soll doppelt so hoch sein wie jener der Berliner.

Hier die Finalspiele im Detail:
73:86 – Den Bayern geht im Schlussakt die Energie aus
Das Team von Cheftrainer Andrea Trinchieri verlor ein umkämpftes erstes Endspiel bei Alba Berlin nach einem späten Einbruch 73:86 (43:40). Die Münchner lagen vor etwa 10.500 Fans nach drei Vierteln knapp 62:61 vorn, mussten jedoch nur 46 Stunden nach dem Endspieleinzug von Bonn im Schlussviertel (11:25) dem Kraftverlust des fünfteiligen Halbfinales Tribut zollen.

Nach einem flotten ersten Viertel führte Alba durch acht Dreier und ein leichtes Übergewicht beim Rebound 33:30 (14.), doch die Bayern ignorierten lange die Müdigkeit und blieben cool (40:35/18.). Und: Die Chance war im dritten Viertel da für einen höheren Vorsprung
als 58:52 (27.). Nun scorte Alba übers Brett, die Münchner Konzentration ließ nach, ablesbar an zehn Ballverlusten nach der Halbzeit. Beim 68:77 (37.) war der Widerstand gebrochen. Andrea Trinchieri, Chefcoach München: „Gratulation an Alba, sie waren im letzten Viertel besser und verdienen den Sieg, weil sie in den letzten sieben Minuten ihre beste Leistung gezeigt haben. (…) Wir haben vor 48 Stunden gespielt und hatten physisch und psychisch keine Energie mehr.“

58:71 - Bayern unterliegen ohne Lucic auch zuhause
Den Basketballern des FC Bayern ist der Ausgleich in den BBL-Finals gegen Alba Berlin nicht gelungen: Die Münchner kassierten im zweiten Spiel vor 6.500 Fans im ausverkauften Audi Dome ein deutliches 58:71 (26:38) und liegen jetzt in der Serie 0:2 zurück. Nach gutem ersten Viertel (16:18) verloren die Gastgeber komplett ihr Zutrauen in der Offensive. Sie vermissten zudem den verletzten Leader Vladimir Lucic.

Lucic fehlte wegen muskulärer Probleme und somit der dritte potenzielle Starter neben den Dauerpatienten Hilliard und Walden. Die Münchner ließen von Beginn an alles auf dem Feld - allein, die Quote blieb bis zum Ende ausbaufähig bei nur 38 Prozent aus dem Feld. Der FCBB blieb im zweiten Viertel sechs Minuten ohne Punkt gegen eine physische Berliner Defensive und offenbarte Lücken am Brett (19:29/16.) sowie beim Rebound. Das 33:51 (27.) dokumentierte die Unsicherheit und obwohl der FCBB beherzt kämpfte, schaffte man den Anschluss nicht mehr. Nihad Djedovic: „Es ist schwer, Worte zu finden. Aber so lange wir spielen, gibt es Hoffnung. Wir fahren nicht nach Berlin ohne Hoffnung. Klar, wir haben viele Fehler gemacht. So deutlich zuhause zu verlieren, ist nicht schön und heißt, dass wir nicht gut gespielt haben.“

Keine Party in Berlin: Die Bayern triumphieren 90:60 im Spiel 3
Die Bayern-Basketballer haben, entgegen aller Prognosen und trotz großer Personalsorgen, den Anschluss in den Playoff-Finals hergestellt und die Berliner Titelfeier zunächst abgesagt: Die Mannschaft von Cheftrainer Andrea Trinchieri triumphierte bei Alba vor 14.500 Zuschauern – darunter Klubchef Herbert Hainer – nach einer fantastischen ersten Halbzeit 90:60 (52:33).

Der FCBB-Kader ergab sich in Berlin von selbst: Leon Radosevic befand sich seit Mittwoch im Krankenhaus wegen einer schweren Fieberinfektion, der vierte fehlende Starter neben Lucic und den Dauerverletzten Hilliard sowie Walden. Der Rest traf jedoch wildentschlossen auf, überraschte Alba mit einem 21:10-Start (8.). Bis auf 44:22 (17.) setzte sich ein mit Euphorie aufspielender Gast ab. Alba scorte nur am Brett. Die Defensive ließ bis zur Pause von außen fast nichts zu (1/12 Dreier) und kontrollierte die Rebounds (20:13). Über 67:40 (28.),
72:46 (30.) und 84:52 (35.) stellte die Truppe um die Topscorer Weiler-Babb (19) und
Thomas (19) die Halle weitgehend ruhig.

Andrea Trinchieri: „Gratulation an meine Spieler, wir waren mit dem Rücken zur Wand und haben eine sehr gute Leistung gezeigt. Ich weiß aber genau um die Lage und bin sehr realistisch – ich weiß, dass wir die Party nur verschoben haben.  Die Party war da und ich glaube, dass wirklich keiner dachte, dass wir gewinnen könnten.“

Mit der Kraft am Ende – die Bayern gratulieren Berlin zum Titel
Die ersatzgeschwächten Münchner konnten den Elan ihres 90:60-Auswärtssiegs vom Freitag nur 44 Stunden später nicht in eine weitere Energieleistung übertragen und verloren im Audi Dome deutlich 81:96 (36:52) zum 1:3-Endstand. Ein Fehlstart wurde den Gastgebern in einem temporeichen Hitzeduell vor 5.500 FCBB-Fans zum Verhängnis. Für einen Turnaround fehlte im 84. Saisoneinsatz trotz großem Kampfgeist bis zur Sirene die Kraft.

Denn der Kader blieb unverändert, da sich Radosevic (Infektion) auch am Spieltag noch im Krankenhaus befand und Lucic (Adduktoren) sowie die seit Monaten vermissten Hilliard und Walden noch nicht fit sind. Ohne das Quartett geriet der FCBB diesmal schnell in Rückstand, 2:13 und im zweiten Viertel 26:48 (18.) lauteten die Zwischenergebnisse. Doch 17 Ballverluste, zu wenig Rebounds und eine lange klar schlechtere Dreierquote zeugten von der Erschöpfung. Alba traf hochprozentig gegen die Bayern-Defensive und überstand auch das letzte Aufbäumen des EuroLeague-Viertelfinalisten (63:76/33.) souverän. Trotzdem honorierte das Publikum den letzten Auftritt seines Teams mit viel Applaus.

Man darf gespannt sein, welche Veränderungen es im Sommer im Kader der Bayern Baskets geben wird. Schließlich hat die sportliche Leitung nicht nur international ambitionierte Ziele. Auch der deutsche Meistertitel soll endlich wieder nach München gehen. Der SAP Garden sollte im November 2023 auch fertig sein und muss regelmäßig gefüllt werden.


Augustine Rubit ebnete den Bayern mit einer starken Leistung den Weg
ins Finale.
Foto: Rozic/Olimpija

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Das war knapp:
Bayern Baskets stolpern ins Finale

Von Arno Nahler
Nach dem Ausscheiden im Pokal und in der EuroLeague - trotz guter Leistungen - gab es für Münchens Basketballer nur noch ein Ziel: Die deutsche Meisterschaft. Mit Bonn wartete im Halbfinale ein weitaus stärkerer Gegner auf die Bayern als Chemnitz im Viertelfinale. Die ersten beiden Auswärtsspiele konnten die Bayern völlig überraschend gewinnen, sodass sie „nur“ noch eines der zwei folgenden Heimspiele für sich entscheiden mussten. Doch dies ging gründlich schief und es kam, erneut in Bonn, zum Showdown. Hier behielten Münchens Basketballer am Ende die Nerven und zogen doch noch ins Finale ein. Nun wartet mit Alba Berlin erneut ein starker Gegner, der sich zuletzt mehrere Tage erholen konnte, während sich die Bayern gegen Bonn voll verausgaben mussten.


Hier die einzelnen Spiele des Halbfinales:
Die Bayern klauen Bonn mit 80:68 den Heimvorteil
Die Bayern-Basketballer haben zum Auftakt der Halbfinal-Serie den Telekom Baskets Bonn das erste Spiel und damit den Heimvorteil geklaut. Die Mannschaft von Cheftrainer Andrea Trinchieri triumphierte vor 6.000 Fans im ausverkauften Telekom Dome 80:68 (33:35) und führt nun 1:0. Ein 26:16 im dritten Viertel brachte den Münchnern das Momentum. Das leidenschaftlich schuftende Bayern-Team fügte dem Hauptrunden-Zweiten am Ende in überragender Manier die erst dritte Heimniederlage zu. Beste Werfer waren Vladimir Lucic
(19 Punkte), Ognjen Jaramaz (18) und Nick Weiler-Babb (15).

Hunters 82:81 entscheidet den Thriller:
Die Bayern können Samstag in die Finals einziehen

Was für ein Kampf, was für eine Dramatik: Die Bayern-Basketballer stehen vor dem Einzug in die BBL-Endspiele, die Mannschaft von Cheftrainer Andrea Trinchieri gewann beim Hauptrunden-Zweiten Bonn auch das zweite schwere Auswärtsspiel und kann am Samstag im Audi Dome den nötigen dritten Sieg holen. Im Lärm des erneut mit 6.000 Fans vollbesetzten Telekom Dome gewannen die Münchner hauchdünn 82:81 (49:44) und führen nun im Halbfinale 2:0. In einem hitzigen Thriller schalteten die Münchner im Kollektiv abermals
Liga-MVP Jackson-Cartwright (11 Punkte) aus, holten 40 Rebounds und verteidigten auch den letzten Bonner Wurf blendend. Defense-Leader Nick Weiler-Babb (18 Punkte) und Nationalspieler Andreas Obst (17) ragten als Scorer heraus.

Nur noch 2:1 - die Bayern müssen Pfingstmontag in Spiel vier
Die Halbfinal-Serie der Bayern geht nun doch in die Verlängerung: 6.000 Fans im Audi Dome brüllten zwar ihr Team im dritten Spiel gegen die Telekom Baskets Bonn zu einer starken Aufholjagd und in ein Herzschlagfinale. Doch die finale Aktion eines intensiv geführten Krimis besiegelte am Ende ein unglückliches 84:86 (40:45) - nur noch 2:1 für die Bayern. Der FCBB begrüßte seinen genesenen Spielmacher Sisko zurück im Kader, Rubit erhielt eine Pause. Doch Bonn stemmte sich wie erwartet gegen den Ferienbeginn, 18:12 führte der Gast nach mehreren Dreiern (7.) – und beim 28:41 aus Münchner Sicht (16.) war die Lage prekär, Bonn lag erstmals in der Serie auch bei den Rebounds (39:40) vorn. Doch noch flogen vor allem die Dreier (24 %) nicht durch den Ring, die Baskets hielten Tempo und Physis hoch und auch weiter klar die Führung trotz zweimaligem Münchner Ausgleichs - 65:75, nur noch gut fünf Minuten. Der FCBB mobilisierte letzte Kräfte, glich durch Topscorer Thomas (18) sogar aus zum 84:84 - aber der Gegenzug über Weiler-Babb glückte nicht.

80:83 - Die Bayern vergeben auch ihre zweite Final-Chance
Am Ende entschieden die Nerven und sie werden jetzt noch mehr gefragt sein: Die Bayern-
Basketballer verloren auch ihr zweites Heimspiel gegen die Telekom Baskets Bonn, diesmal 80:83 (47:48) –  sie haben damit ihren mit zwei Auswärtssiegen erarbeiteten 2:0-Vorsprung eingebüßt. Die Entscheidung über den Endspiel-Teilnehmer fällt nun im fünften Playoff-
Halbfinale. Beide Teams warfen zu Beginn hochprozentig, die Gastgeber führten 26:24 nach dem ersten Abschnitt. Bonn hatte Vorteile aus der Distanz, in der Münchner Verteidigung fehlte im Eins-gegen-eins etwas Zugriff (44:48/20.). Allein vor der Pause wechselte 20 Mal die Führung, nach Wiederbeginn wieder zum FCBB (58:54/24.). Doch Bonn bewegte den Ball gut und konterte mit Dreiern und aggressivem Zug zum Korb - 70:78 (36.). Bei nur noch 1:41 Minuten Spielzeit traf Liga-MVP Jackson-Cartwright (20) zum 83:77 für die Baskets. Einen letzten Wurf zum möglichen Ausgleich bekamen die Bayern in den Schlusssekunden
nicht mehr los.

Finale!!! Die Bayern triumphieren zum dritten Mal in Bonn
Die Bayern-Basketballer haben die Nervenprobe eines fünften Playoff-Spiels in fremder Halle bei den Telekom Baskets Bonn bravourös bestanden, 87:74 (42:44) gewann das Team von Cheftrainer Andrea Trinchieri nach 40 aufregenden Minuten und die Serie somit verdient 3:2. Die Baskets punkteten vornehmlich an der Freiwurflinie. Der Gast um den bärenstarken Topscorer Nick Weiler-Babb (18) ließ vor den Augen von Uli Hoeneß alles auf dem Feld und jubelte nach einer grandiosen Energieleistung. Auch Klubpräsident Herbert Hainer gratulierte Coach Trinchieri umgehend nach Spielende am Telefon.

Andrea Trinchieri, Chefcoach München: „Was für eine großartige Serie, was für ein Basketball auf einem sehr hohen Level! Beide Teams haben eine tolle Serie gespielt. Ich möchte meinen Spielern gratulieren, denn nach Spiel zwei haben wir zweimal zuhause verloren – und ich denke, dass 90 Prozent der Leute gedacht haben: fertig, ciao, finito, auf Wiedersehen und schöne Ferien. Aber wir haben versucht, uns auf das nächste Basketballspiel zu fokussieren. Das ist ein Sieg des Teams und wir sind sehr glücklich. Jetzt müssen wir irgendwie regenerieren bis Freitag, wenn es gegen Alba geht. Sie sind bestens erholt, sie sind der große Favorit, spielen großen Basketball und haben bereits den deutschen Pokal hochgehalten. Wie gesagt, wir haben uns das Leben komplizierter gemacht und jetzt nur noch 48 Stunden Zeit bis zum Finale. Ab morgen denken wir nur noch an Berlin.“

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