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Ausstellungen

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Architekt Florian Gandlgruber, Schauspielerin Andrea Wildner, Karikaturist Michael Heininger, Filmemacher Christian Weisenborn. Foto: Marille Rüb

Hommage an Schwabing in Haidhausen
Vernissage „Spielraum der Architektur“ in der DIMENSIOTHEK

Von Daniela Schwan
„Manche Künstler, wie Vincent van Gogh, schneiden sich gleich ein ganzes Ohr ab, ich habe mich vorhin nur beim Brotschneiden geschnitten“, scherzt Michael Heininger und deutet auf seine eingebundenen Finger. Der Ur-Schwabinger Cartoonist mit niederbayerischen Wurzeln („Mein Großvater Xaver Heininger stammte aus
Straubing“), zeigt derzeit seine Bilder unter dem Motto „Spielraum der Architektur“ im brandneuen Architekturbüro von Florian Gandlgruber in der Sedanstaße.


„Auf meiner Reise durch München bin ich mit meiner DIMENSIOTHEK ins Haidhausener Franzosenviertel gezogen, und wir wollen hier fortan eine Symbiose aus Kunst und Architektur eingehen“, erklärt er. Florian Gandlgruber – „Ureinwohner der Schwabinger Siegfriedstraße“ - wie sich der 46-Jährige selbst bezeichnet, unter anderem hat er das Entrée des Jugendstil-
Denkmals am Lenbachplatz oder die Champagnerbar „Kubaschewski“ gestaltet – setzt sich ein für den Erhalt des Schwabinger Biotops und hat jüngst unter anderem die Kultkneipe „Rheinpfalz“ in der Kurfürstenstraße vor dem Aus retten und eine Pachtvertragsverlängerung bewirken können.

Bei der Vernissage mit rund 60 geladenen Gästen gingen die Werke Heiningers weg wie die warmen Semmeln: „Sieben auf einen Streich, so viele Bilder habe ich seit Jahren nicht verkauft“, jubelt der Künstler (1982 wurde er mit dem Schwabinger Kunstpreis für Malerei und Zeichnung ausgezeichnet; darüber hinaus illustrierte er die Bücher von Schauspielerin und Autorin Marianne Sägebrecht) und fügt hinzu: „Kunst ist ein Produkt der Freiheit und muss von der Unterdrückung der Galerien befreit werden.“

Zu jedem nur erdenklichen Thema fertigt er Karikaturen und Cartoons; zwei Wochen lang hängen rund 30 seiner überspitzt gemalten Geschichten im Büro Gandlgrubers: „Der Florian, auch der Prinzregent von Bayern genannt, ist ein um München wahnsinnig engagierter Mensch, er kämpft unter anderem auch für die Bewahrung des Elisabethmarktes, da sind wir auf einer Linie.“ Auch Andrea Wildner erstand gleich die Karikatur „Design macht high“. „Das findet in meinem Arbeitszimmer einen Platz“, so die Schauspielerin (u.a. „Um Himmels Willen“), die mal mit Michael Heininger in der Komödie im Bayerischen Hof auf der Bühne stand, ebenfalls in Schwabing lebt und als Malerin in der Ainmillerstraße ihr Atelier unterhält. „Dieses Viertel hat für mich einfach ganz viel Lebensqualität“, schwärmt sie.

Ferner dabei: Filmemacher Christian Weisenborn, Drehbuchautorin Cornelia Willinger, Christl Sittenauer (Ensemble-Mitglied der Lach- und Schießgesellschaft), Barbara McMahon (die neue Wirtin vom legendären „Asam Schlössl“), Bildhauerin Marille Rüb (die „Deutsche Madame Tussaud“) und viele mehr …

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Andrea Wildner (Mitte) hat gleich die Karikatur „Design macht high“ von Michael Heininger (links, mit eingebundenen Fingern) erstanden. Rechts: Architekt und Stadtviertelerhaltungskämpfer Florian Gandlgruber. Foto: Marille Rüb

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Bildhauerin Marille Rüb kam eigens aus Haselbach bei Straubing angereist und brachte Michael Heininger (sein Großvater war ein gebürtiger Straubinger) eine echte niederbayerische Spezialität aus Nougat und Vollmilchschokolade mit: „Straubinger Busserl“. Foto: Daniela Schwan


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Jessi Strixner im Münchner Künstlerhaus

Die bemerkenswerte junge Holzbildhauerin Jessi Strixner eröffnet am Mittwoch,
den 17. November, um 19 Uhr die Ausstellung ‚Undressed' im Münchner Künstlerhaus. Mit ihrer Idee, „Klamotten" zum Mittelpunkt ihres künstlerischen Schaffens zu machen, hat die 29-jährige den internationalen Kunstmarkt in Rekordgeschwindigkeit erobert. Sie präsentiert – nur scheinbar achtlos - aufgehängte Kleidung und Accessoires in einem ganz neuen Gewand.


Von der Tennissocke über die spitzenbesetzte Unterwäsche bis hin zum Friesennerz sind ihre Exponate allesamt aus Holz. Die Kunstwerke erscheinen jedoch so täuschend echt, dass sie dem Betrachter geradezu voyeuristische Momente bescheren. Fast wäre man versucht, zumindest die goldene Bomberjacke rasch einmal überzustreifen, wenn sie nicht ganze 12 Kilo auf die Waage bringen würde.

Ganz bewusst bricht die Tochter eines Holzbildhauers mit der Tradition klassischer Madonnenfiguren. Die Idee, stattdessen auf ebenso kunst- wie humorvolle Weise die Kleidung als eines der elementaren persönlichen Ausdrucksmittel in unserer Gesellschaft in den Fokus zu nehmen und selbst feinste Materialien vollständig aus Holz zu fertigen, hat der Münchner Künstlerin große Anerkennung eingebracht. Schon heute ist Jessi Strixner nicht nur auf dem Kunstmarkt, sondern auch bereits in zahlreichen Medien und internationalen Galerien vertreten.

In München arbeitet die 29-jährige Holzbildhauerin mit Meisterabschluss an der Seite ihres Vaters in der gemeinsamen Werkstatt. Ihr erklärter Traum: „Einmal etwas ganz Großes schaffen – wie eine Königrobe".

Ausstellungsdauer: 18. November – 11. Dezember 2021. Der Eintritt ist frei. Um Anmeldung wird gebeten. Es gelten die 2G-Regelungen.

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www.heidi-winkler.de

Kunstmalerin Heidi Winkler
Wohlmutserweg 2
87463 Dietmannsried
Tel. 0 83 74-80 81

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