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Peter Köpke, Dr. Georg Stuffer, Roswitha Estermann, Honigprinzessin Alexandra,
Monika Schimanski, Georg Huber. Fotos: Hötzelsperger

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Dr. Georg Stuffer und Honigprinzessin Alexandra bei der Honigschleuder.

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Bayerische Honigprinzessin.

Bayerische Honigprinzessin
zu Besuch auf dem Samerberg

Samerberg/Bayern (hö) – Noch kurze Zeit, dann werden die Bienenvölker fertig eingewintert, in den Bienenkästen herrscht dann Winterruhe und die Imker können über die heurige Honig-Ernte-Bilanz ziehen. Dass diese in Bayern und auch im Chiemgau unterschiedlich ausfiel, das zeigte sich, als die amtierende Bayerische Honigprinzessin dem Hochplateau Samerberg einen Besuch abstattete, und sich zu einem Erfahrungsaustausch mit dem Samerberger Imkerverein beim Lehrbienenstand nahe Törwang traf. „Willst Du Gottes Wunder sehen – musst Du zu den Bienen
gehen“ – ganz nach diesem Lieblingsspruch der Honigprinzessin ist das Leben und Wirken der Bienen hochinteressant und für die gesamte Bevölkerung wertvoll.

Die Honigprinzessin Alexandra Krumbachner stammt von einem Bauernhof aus dem Landkreis Traunstein und hat selbst daheim 30 eigene Bienenvölker mit ihrem Vater zum Betreuen. Zusammen mit der Bayerischen Honigkönigin Katharina vertritt sie den bayerischen Honig als Spitzenprodukt der bayerischen Imker für den Landesverband Bayerischer Imker e.V. und für den Verband Bayerischer Bienenzüchter e.V. Für die gelernte Hauswirtschaftsmeisterin ist die Imkerei ganz allgemein kein Honigschlecken wenn sie sagt: „Sich im Garten ein Bienenvolk zu halten, um sich an der Idylle zu erfreuen, das genügt nicht. Die Bienen brauchen den Imker und dieser braucht ein umfassendes Wissen und für seine Tätigkeit auch entsprechend Zeit.“

Das Wissen zur Ausübung der Imkertätigkeit wird vielfach bei den Imkervereinen vermittelt, auf dem Samerberg geschieht dies im 1996 unter dem damaligen Vorsitzenden Georg Wagner erstellten Lehrbienenstand. Diesen betreut seit vielen Jahren Dr. Georg Stuffer, der sich seither über eine Mitgliedersteigerung von 37 auf inzwischen 80 freut. „Hier vermitteln wir das Grundwissen zur Bienenhaltung, in der Regel haben wir 10 bis 12 Schulungen von März bis Juli in Verbindung mit einem eigenen Schulungsheft. Dabei werden unter anderem Themen wie die Biologie der Bienen, Bienenzucht, physiologische Zusammenhänge im Bienenvolk sowie Wachsaufbereitung und Weiterverarbeitung behandelt“. Vor Beginn der Corona-
Einschränkungen gab es auch Fachvorträge, dabei wuchs der Anteil der Frauen immer mehr.

„Auch drei bis vier Jung-Imker konnten wir mit unseren Schulungen und Vorträgen inklusive einem Zertifikat alle Jahre für unseren Verein gewinnen. Für den Nachwuchs stellen wir für deren ersten beiden Aktiv-Jahre erfahrene Imker-Paten aus dem Verein zur Verfügung, das hat sich sehr gut bewährt“ – so der Bienenwart vom Samerberg, der mit seinen Vereinsmitgliedern großen Wert darauf legt, dass auf dem Samerberg die durch Zuchtauslese gut angepasste und sanftmütige Rasse Carnica eingehalten wird, da mit ihr eine gute Honig-Qualität erreicht wird. „Jeder Honig ist anders, weil jedes Bienenvolk andere Ernte-Voraussetzungen hat. Lobenswert sind im übrigen die Bemühungen von Landwirten, die Blühstreifen angelegt oder Blumenwiesen gesät haben, denn je näher die Bienen zu den Blüten haben um so ertragreicher wird das Ergebnis in den Waben“ – so die Honigprinzessin, die hinzufügt „Honig ist das Benzin der
Bienen, wenn sie weit fliegen müssen, liefern sie weniger ab“.

Über den heurigen Honig-Ertrag sind sich Dr. Stuffer und die Bayerische Honigprinzessin Alexandra einig, dass dieser eher mäßig, aber unterschiedlich ausfiel. Dazu die Honigprinzessin: „Der Frühjahrs-Honig war eher besser, der Waldhonig fiel wegen des Wetters fast ganz aus und zuweilen musste ab dem Juli hinzugefüttert werden, damit die Bienenvölker nicht verhungerten“. Unterschiedlich war auch das Schwärmen der Völker, die im Sommer zwischen 50.000 bis 60.000 Bienen stark werden. Entscheidend für ein Volk ist die Bienen-Königin, sie „regiert“ maximal drei Jahre und sie legt bis zu 2.000 Eier am Tag.

Peter Köpke, Vorstand des Samerberger Imkervereins, ist dort für die Königinnen
verantwortlich. Auf dem Weg vom Wanderparkplatz am Samerberg in Richtung Genossenschafts- oder Feichteckalm ist die Carnica-Belegstelle im sogenannten Unterwieser Wald. Dort werden für große Teile des Landkreises Bienen-Königinnen von dortigen Drohnenvölker begattet, dies geschieht – so Peter Köpke – zusammen mit den Imkervereinen Nussdorf, Brannenburg und Flintsbach. Heuer waren es rund 450 Königinnen, etwas weniger als sonst. „Eine Königin kostet etwa 25 Euro, das ist gegenüber dem Aufwand eigentlich viel zu wenig, auch der Honig ist für seine Hochwertigkeit und für seine Regionalität zu niedrig im Preis“ – ergänzt die Honigprinzessin, die noch bis September 2021 im Amt ist.

Zu ihren Ehren kam sie, nachdem eine fünfköpfige Fach-Jury ihr Fachreferat, ihren Lebenslauf und ihre persönliche Vorstellung begutachtet hatte. „Heuer sind die Honigkönigin und ich wegen Corona nicht so viel unterwegs, aber wir haben trotzdem bei kleinen Zusammenkünften oder im Internet in den Sozialen Medien gut zu tun“ – so das Fazit der Aktivitäten der Honighoheiten. Deren Tätigkeiten würdigten auch Bürgermeister Georg Huber, die Leiterin von der Gäste-Information Monika Schimanski und Roswitha Estermann als Vorsitzende vom Tourismusverein vom Samerberg, sie bedankten sich bei der Honigprinzessin für ihr Kommen mit einem Samerberger Brotzeitbrettl.

„Auch wenn heuer keine Schulungen, Vorträge und Ferienprogramme am und im Lehrbienenstand möglich waren, so wissen wir doch zu schätzen, was der Imkerverein auf dem Samerberg wert ist“ – mit diesen Worten bedankte sich Bürgermeister Georg Huber bei Vorstand Peter Köpke und bei Lehrbienenstandbetreuer Dr. Georg Stuffer. Dieser erläuterte nach dem Gedankenaustausch der Honigprinzessin noch den Lehrbienenstand mit 18 eigenen Bienenvölkern sowie mit einer kleinen Solaranlage für den Strom und die Honigschleuder.

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