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Gabriele Bauer, Werner Schmidbauer, Karin Söder, MP Dr. Markus Söder, Klaus Stöttner. Foto: Hötzelsperger

Gabriele Bauer, Werner Schmidbauer, Karin Söder,
Ministerpräsident Dr. Markus Söder, Klaus Stöttner. Foto: Hötzelsperger

Bayerischer Verdienstorden für drei Persönlichkeiten
aus dem Landkreis Rosenheim


- Gleich drei neue Träger des Bayerischen Verdienstordens hat der Landkreis Rosenheim. Bei einer Feierstunde im Antiquarium der Residenz München gab es die rare Auszeichnung für Rosenheims Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer, für den Landtagsabgeordneten und CSU-
Politiker Klaus Stöttner sowie für den Liedermacher Werner Schmidbauer aus Bad Aibling. Die Überreichung der Verdienstorden erfolgte durch Bayerns Ministerpräsidenten Dr. Markus Söder im Beisein zahlreicher Ehrengäste aus Politik, Kultur, Wissenschaft und Wirtschaft.


Max Bertl und Ministerpräsident Dr. Markus Söder. Fotos: Rainer Nitzsche/Hötzelsperger

Max Bertl und Ministerpräsident Dr. Markus Söder. Fotos: Rainer Nitzsche/Hötzelsperger

Bayerischer Verdienstorden für Trachtler-Chef Max Bertl

hö - Mit dem Bayerischen Verdienstorden wurde der Landesvorsitzende Max Bertl vom Bayerischen Trachtenverband durch Ministerpräsident Dr. Markus Söder im Antiquarium der Residenz München für seine vielfältigen Leistungen zugunsten seiner Heimatgemeinde Wildsteig, für den Bayerischen Landesverein für Heimatpflege, für den Festring München und insbesondere für den Bayerischen Trachtenverband geehrt.

Mit dabei beim Festakt waren seine Frau Annemarie und sein Vorgänger und ebenfalls Träger des Bayerischen Verdienstordens, Otto Dufter mit seiner Frau Hilde. Zu den ersten Gratulanten nach der Verleihung gehörten der stellvertretende Vorsitzende vom Bayerischen Trachtenverband, Erich Tahedl, und Geschäftsführer Andreas Oberprieler von der Geschäftsstelle im Trachtenkulturzentrum in Holzhausen. Weitere Gratulanten waren unter anderem Landtagspräsidentin Barbara Stamm, die stellvertretende Ministerpräsidentin Ilse Aigner, Bischof Dr. Rudolf Voderholzer aus Regensburg, Regierungspräsident Axel Bartelt vom Regierungsbezirk Oberpfalz und Bürgermeister Josef Taffertshofer aus Wildsteig.

Die Würdigung für Max Bertl im Wortlaut
Maximilian Bertl hat sich über Jahrzehnte um das kulturelle, soziale und politische Leben in seiner Heimatgemeinde und um Kultur- und Brauchtumspflege im Bayerischen Trachtenverband in besonderer Weise verdient gemacht. Beginnend mit verschiedenen Funktionen vom Fahnenbegleiter bis zum ersten Vorstand im Trachtenverein „Alpengruß“ Wildsteig, als langjähriger Gauvorstand des „Oberen Lechgau-Verbandes e. V.“, als stellvertretender und als Erster Landesvorsitzender des „Bayerischen Trachtenverbandes e. V.“ setzt er sich unermüdlich für das bayerische Brauchtum ein. Um es für die nachfolgenden Generationen zu erhalten, will er insbesondere die Jugend dafür begeistern.

Als Mitglied des Beirats im „Bayerischen Landesverein für Heimatpflege e. V.“ liegt ihm die Landschaftspflege und die Weiterentwicklung des Bauwesens im Einklang mit der Traditionspflege besonders am Herzen. Als Vorsitzender des Lenkungsausschusses übernahm Herr Bertl die finanzielle und bautechnische Verantwortung für den Umbau des Trachtenkulturzentrums in Holzhausen bei Landshut. Bei der 900-Jahr-Feier der Gemeinde Wildsteig fungierte Herr Bertl als Festleiter. Seine Tätigkeit als Beirat im „Festring München
e. V.“, im „Bayernbund e. V.“ sowie in der „Bayerischen Einigung e. V.“ rundet sein ehrenamtliches Wirken in beeindruckender Weise ab. Maximilian Bertl hat sich mit seinem umfassenden Engagement hervorragende Verdienste um den Freistaat Bayern und seine Bürgerinnen und Bürger erworben, für die ihm der Bayerische Verdienstorden verliehen wird.

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Mit Dufter und Bertl

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Irmingardgrab Ausgrabung 1961. Fotos/Repros: Hötzelsperger

Ärchäologische Sensation auf Frauenchiemsee
Alten
Stein als Grabplatte
der Seligen Irmengard von Frauenwörth erkannt

hö – „Einfach unglaublich“ – mit diesem Satz reagierte Äbtissin Johanna Mayer vom Benediktinerinnen-Kloster Frauenwörth im Chiemsee auf die Informationen, die
Dr. phil. Bernd Steidl von der Archäologischen Staatssammlung München bei seinem Vortrag in der klostereigenen Aula hielt. Der Experte für Archäologie referierte bei der Mitgliederversammlung vom Freundeskreis für das Kloster zum Thema: „Tassilo III. und das Kloster Frauenchiemsee. Eine Spurensuche mit überraschenden Ergebnissen zum Gründungsanlass und den Bauten der Gründungsphase“.

Zu den Überraschungen nach jahrzehntelangen Forschungen gehörte besonders ein Stein mit reicher Geschichte und mit der nunmehrigen Annahme, dass es sich dabei um die Grabplatte der Seligen Irmengard von Frauenchiemsee handelt. Die Selige Irmengard ist die erste namentlich bekannte Äbtissin des von Tassilo III. 782 gegründeten Klosters, sie war eine Tochter von König Ludwig dem Deutschen und eine Urenkelin von Kaiser Karl dem Großen und verstarb im Jahr 866.

„Archäologie kann ein Krimi sein“ – mit diesen Worten begann Dr. Steidl seine Ausführungen und er erinnerte an die bereits vielfach von Dr. Hermann Dannheimer erforschte Geschichte der Chiemsee-Klöster auf Herren- und Frauenchiemsee. In den besonderen Blickpunkt von
Dr. Steidl rückte in den letzten Jahren ein Stein mit römischer Inschrift, der 1812 entdeckt wurde. Der Fundort der Marmorplatte war der Kreuzgang im Kloster von Frauenchiemsee, dem heutigen Äbtissinnen-Gang. 1845 kam der Stein in das Antiquarium der königlichen Residenz in München. Der weitere Aufbewahrungsweg führte 1934 in die Prähistorische Staatssammlung nach München und 1974 in deren Neubau, die heutige Archäologische Staatssammlung.

„Bislang wurde nur die Vorderseite und die römische Inschrift auf der 84 cm breiten und jetzt nur noch gut einen Meter hohen Steinplatte beachtet, nunmehr unternahm ich auch einen Blick auf die Rückseite, um die mehrfache Wiederverwendung des Steins seit der Römerzeit zu untersuchen“, so Dr. Steidl. Akribisch rekonstruierte er die ursprüngliche Herkunft des Marmorblockes aus Seebruck, die Umarbeitung zu einem Sarkophag und später zur Grabplatte der Seligen Irmengard. Im Zentrum der Ausführungen stand schließlich die Frage, für wen der Sarkophag bestimmt war. Die Spur führte zu Tassilo III., dem letzten bairischen Herzog aus dem Geschlecht der Agilofinger und Gründer des Klosters Frauenchiemsee.

Wie Dr. Steidl ermittelte, erfolgte die Gründung des Klosters durch Herzog Tassilo III. mit dem Ziel, eine Grablege für sich und seine Frau, die langobardische Königstochter Liutberga zu schaffen. „Der heutige Kirchenbau reicht, von Zutaten des 11. und 15. Jahrhunderts abgesehen, im Grundsatz bis zum Dach auf Tassilo III. zurück“. Die schon zur Gründungszeit große, dreischiffige Kirche, die Qualität der Bauausführung auch der damaligen Konventsgebäude und die kostbare Ausstattung der Torhalle kennzeichnen diese besondere herzogliche Stiftung. Aufgrund der Auseinandersetzungen Tassilos mit Karl dem Großen, die mit seiner Entmachtung 788 und Einweisung in ein nordfranzösisches Kloster endete, blieb der Marmorsarkophag auf Frauenchiemsee ungenutzt. Er wurde schließlich zur Abdeckplatte auf dem Grab der Seligen Irmengard umgearbeitet.

Und ganz zum Schluss seines Vortrags gab Dr. Steidl den zahlreichen und interessierten Zuhörern noch eine zweite Überraschung mit auf den Weg, als er den berühmten Tassilokelch zeigte, ein einzigartiges Werk frühmittelalterlicher Goldschmiedearbeiten, das sich heute im Kloster Kremsmünster befindet. Dabei stellte er die provokante Frage in den Raum, ob nach allem, was jetzt über Frauenchiemsee gesagt werden kann, der Kelch nicht einstmals für diesen herausragenden Ort, der geplanten Ruhestätte des Herzogspaares, geschaffen worden ist. Für den Vortrag mit den überraschenden Erkenntnissen für Frauenwörth bedankte sich die Fördervereinsvorsitzende Annemarie Biechl mit dem seit 111 Jahren hergestellten Chiemseer Klosterlikör und mit klösterlichem Marzipan.

Biechl-Dr. Steidl

Dr. Steid (rechts).

Stein - Grabplatte.

Stein - Grabplatte
Hochgrab im Muenster 2
kl-P1280704

Hochgrab im Münster.

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