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Eindrücke von der Trachtler-Wallfahrt vom Bayerischen Inngau von Brannenburg nach Schwarzlack. Fotos: Hötzelsperger

Inngau-Trachtlerwallfahrt nach Schwarzlack
Starkes Bekenntnis zu Heimat, Tracht und Glauben

Brannenburg/Inngau (hö) – Seit 1955 besteht innerhalb des Bayerischen Inngau-
Trachtenverbandes eine Dank- und Bittwallfahrt zur Muttergottes auf der Schwarzlack oberhalb von Brannenburg. Bei guter Witterung - wie heuer - wird von Brannenburgs Ortsmitte nahe dem Schloss Rosenkranz-betend mit den Vereinen und deren Fahnenabordnungen zum Kirchplatz gepilgert. Bei ungünstiger Witterung - wie vor zwei Jahren bei der Jubiläumswallfahrt mit Kardinal Reinhard Marx - wird auf die Räumlichkeiten der Wendelsteinhalle ausgewichen. Heuriger Prediger war der neue Stadtpfarrer Maurus Scheurenbrand aus Kolbermoor.
Entlang des Pilger- und Kreuzweges waren noch sichtbare Spuren des jüngsten Unwetters zu sehen, der Weg selbst war für die Wallfahrt freigeräumt von umgestürzten Bäumen. Auch der Gottesdienstplatz war noch vom morgendlichen Regenschauer durchnässt, doch letztlich war der Wallfahrt ein sonniger und regenfreier Tag mit idealen äußeren Bedingungen beschienen. Die Begrüßung der Trachtlerinnen, Trachtler und Ehrengäste nahm heuer Zweiter Inngau-
Gauvorstand Pankraz Perfler für den aus gesundheitlichen Gründen verhinderten Ersten Gauvorstand Georg Schinnagl vor. Sein besonderer Willkommensgruß galt Gau-Ehrenvorstand Walter Weinzierl als Vertreter des Bayerischen Trachtenverbandes, Gauvorstand Miche Huber vom Patengau Chiemgau-Alpenverband, Zweitem Gauvorstand Sebastian Gasteiger vom Gauverband I, stellvertretend für die anwesenden Ortsbürgermeister und Gemeinderäte Bürgermeister Matthias Jokisch von der Gemeinde Brannenburg, stellvertretend für die Mandatsträger von Landtag, Bezirks- und Kreistag Landtagsabgeordnetem Otto Lederer sowie dem gesamten kirchlichen Altar-Dienst. „Ohne christliche Kulturen und ohne Marienverehrung wäre Bayern nicht zu dem geworden was es heute ist“ – so Gauvorstand Pankraz Perfler, der in diesem Zusammenhang daran erinnerte, dass Bayerns König Ludwig III vor 100 Jahren inmitten eines schrecklichen Krieges den Antrag in Rom stellte, das Land Bayern unter den Schutz der Gottesmutter Maria zu stellen. Und Perfler fügte hinzu: „Heute ist es unsere Aufgabe, die christliche Gesinnung an unsere nächsten Generationen innerhalb der Familien, der Vereine und der Gaue weiterzugeben, deshalb freut es mich sehr, dass heuer sehr viele Jugendliche die Wallfahrt mitgemacht haben“.
In seiner Predigt spannte Pfarrer Maurus Scheurenbrand den Bogen vom Evangelium zur heutigen Zeit mit der Frage: „Können wir die Botschaft des Evangeliums mit der aktuellen Weltlage und mit einer Wallfahrt unter einen Hut bringen?“. Nachdem im Evangelium eine Frau mit starkem Glauben als Vorbild für Zweifler und Halbherzige vernommen werden konnte führten die Gedanken des Pfarrers hinüber zu den jüngsten Terrorakten in Spanien indem er sagte: „Die immer mehr werdenden Anschläge gegen eine friedliche Bevölkerung beweisen, dass Fanatismus mit Religions-Hintergrund nicht richtig sein kann. Leider haben wir verlernt – aus vielerlei Rücksicht- Dinge beim Namen zu nennen, besinnen wir uns und seien wir stolz auf unsere christlich-abendländische Tradition“. Weiters sagte der Pfarrer in der Predigt: „Nehmen wir wieder mehr Rücksicht auf die christliche Fastenzeit und auf die Einhaltung der Sonn- und Feiertage, es kann schließlich - als Beispiel - nicht richtig sein, am Karfreitag ein Schafkopfturnier abzuhalten“ – so der Pfarrer an die Trachtler. „Ite misse est – die Messe ist aus!“ – mit der im Lateinischen verbundenen Aufforderung, hinauszugehen und die christlichen Werte zu verkünden, bat Pfarrer Scheurenbrand die Tracht und das Brauchtum weiterhin mit Leben zu erfüllen. Der abschließende Dank des Gauvorstands galt für die musikalische Gestaltung des Gottesdienstes der Musikkapelle Brannenburg unter der Leitung von Hans Adelsberger, dem Trachtenverein Brannenburg, der traditionell und verlässlich den Freialtar herrichtet und schmückt, der Feuerwehr und der Bergwacht für ihre Ordnungs- und Sicherheitsdienste und nicht zuletzt den Wirtsleuten des Gasthauses Schwarzlack für die wohlschmeckende Versorgung im weltlichen Teil der Wallfahrt. Mit dem Buch „Wie’s der Brauch ist im Bayerischen Inngau“ dankte Pankraz Perfler dem Zelebranten für dessen Gottesdienst und Predigtworte. Insgesamt waren rund 30 Fahnenabordnungen und 2.000 Trachtlerinnen und Trachtler mit dabei.

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Fotos: Gerhard Leitsmüller - www.pixelmagier.net

Deutsche Meisterschaften im Sensenmähen
in Neubeuern


hö - In Neubeuern fand jetzt im Rahmen des 125 Vereinsjubiläum des Trachtenverein „Edelweiß“ Neubeuern die Deutsche Meisterschaft im Hand(Sensen)-Mähen sowie die Eignung zur Teilnahme an der Europameisterschaft 2017 in der Schweiz statt.
Parallel zum Gaudirndldrahn des Bayerischen Inngautrachtenverbandes, das im Festzelt der Neubeurer stattfand, zogen gegen 13.30 Uhr die Teilnehmer an der deutschen Meisterschaft im Handmähen vom Festzelt zur Mähwiese. Mit dabei waren der 61-jährige deutsche Meister und Europameister Sepp Maier aus Frasdorf, der deutsche Vizemeister Hans Astner aus Neubeuern und als Gastmäher und Meister aus Österreich, Franz Erbgschendtner. Insgesamt 16 Frauen und 38 Männer, davon 42 Deutsche, zeigten in herausragender Leistung ihre Schnelligkeit und Sauberkeit am Schnitt. Ab 19.30 Uhr fand die Siegerehrung im Festzelt statt. Die deutschem Meister und somit Teilnehmer an der Europameisterschaft in der Schweiz sind, Erster Platz, Mayer Josef mit (03:34:30), zweiter Platz Keil Lorenz mit (04:39:99) und auf dem dritten Platz, Hans Astner mit (05:01:51).

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