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Sorion_Kurkuma

Kurkuma.

Sorion_Ayrvedisches_Neem

Ayurvedisches Neem.

Es muss nicht immer Chemie sein
Ayurveda bringt neue Hoffnung für chronische Hautleiden

Sie fühlen sich nicht wohl in ihrer Haut, leiden unter Akne, einer Allergie oder chronischen Hauterkrankung? Dann geht es Ihnen wie jedem dritten Menschen in Deutschland. Laut einer repräsentativen Umfrage der „Apotheken Umschau“ haben 33,4 %* der Deutschen mit Hautproblemen oder gar -erkrankungen zu kämpfen. Im Alter nehmen dabei die Schwierigkeiten deutlich zu, ab 60 Jahren trifft es fast jeden Zweiten (47,8 %)*. Neben Pickeln, allergischen Reaktionen und Herpes bringen chronische Hautleiden die größte Belastung im Alltag mit sich. Zu den häufigsten Formen zählen dabei Schuppenflechte (3%) und Neurodermitis (3 % der Erwachsenen und 15,3 % der Kinder).**

Beide Krankheiten zeichnen sich typischerweise durch sehr trockene, rötlich-entzündete Hautstellen sowie anhaltendem Juckreiz aus, unter denen die Betroffenen viele Jahre, meist sogar lebenslang leiden. Die Symptome treten verstärkt an den Armen und Beinen, am Haaransatz oder den Händen auf, sprich gerade dort, wo sie für die Mitmenschen deutlich sichtbar sind. Gerade im Sommer wird eine solche Hauterkrankung daher auch zur psychosozialen Last. Unbekümmerte Badetage am See sind für viele Psoriatiker und Neurodermitiker undenkbar. Das erste Date wird zur Mutprobe, ebenso wie das Vorstellungsgespräch oder das Fitnesstraining im Sportclub. Besonders Frauen trifft es hart: Bikini, Spaghettiträger-Top und das „kleine Schwarze“ verstauben meist unberührt im Schrank.

Erscheinungsform und Intensivität der beiden Erkrankungen sind so unterschiedlich veranlagt wie die Patienten selbst. Eines aber haben sie gemein: Mit der richtigen Therapie lassen sich die Symptome meist gut in den Griff bekommen. Doch bis das richtige Mittel gefunden ist, vergehen oft Jahre. Das Angebot an Lokaltherapeutika ist groß: Von Anthralin über Kortison bis Zink haben die meisten Betroffenen bereits alles ausprobiert, was Linderung verspricht. Leider bringen die meisten dieser Mittel unangenehme Nebenwirkungen mit sich und sind für die Langzeitanwendung nicht empfehlenswert. Zudem ist die Haut von Schuppenflechte- und Neurodermitis-Patienten sehr sensibel und verträgt nicht jede Creme.

Dies veranlasst immer mehr Patienten dazu, Naturheilverfahren für sich zu entdecken. Sehr erfolgreich, denn sowohl Psoriasis als auch Neurodermitis liegt eine Überreaktion des Immunsystems zugrunde. Es handelt sich dabei also nicht um reine Hauterkrankungen. Ganzheitliche Therapieansätze, wie sie fast allen Naturheilmethoden zugrunde liegen, greifen in solchen Fällen am besten.

Ganz groß auf dem Vormarsch – gerade bei chronischen Erkrankungen – ist der ayurvedische Ansatz. Statt die Symptome zu unterdrücken versucht diese Jahrtausende alte Medizin-Lehre aus Indien, die Ursachen der Krankheit zu bekämpfen und die Selbstheilungskräfte des Körpers anzuregen. Längst gibt es in Deutschland Kliniken, Kurzentren, Studiengänge, Seminare, Kochkurse und eine wahre Flut an Büchern, Youtube-Videos und Onlineshops, die sich ausschließlich mit Ayurveda befassen. Auch eine relativ neue Repair Creme namens Sorion, die sich auf die traditionelle Ayurveda-Pflanzenheilkunde stützt, hat einen wahren Siegeszug in Deutschland angetreten, zur Freude vieler Psoriatiker und Neurodermitiker. Das alles zeigt, wie groß das Interesse an alternativen Pflege- und Behandlungsansätzen ist.

Ayurveda – das uralte „Wissen des Lebens“
Ayurveda ist die älteste überlieferte Heilkunst der Menschheit. Erste Aufzeichnungen reichen über 5000 Jahre zurück. Immer wieder sorgten politische Einflüsse, wie die Herrschaft der Moguln oder die britische Besatzungszeit, für die Unterdrückung dieser uralten Medizinlehre. Doch in den buddhistischen Klöstern lebte das „Wissen des Lebens“ weiter. Hinter den Klostermauern sorgten die Mönche dafür, dass die Heilmethoden weiter praktiziert und so, frei von äußeren Einflüssen, in ihrer alten Tradition bewahrt werden konnten. So überlebte auch ein Großteil der Originalschriften, die sogenannten Veden, die mittlerweile aus dem Sanskrit in viele moderne Sprachen übersetzt worden sind.

Obwohl Ayurveda in Indien als staatliche Medizin anerkannt und die Wirksamkeit vieler ayurvedischer Heilpflanzen und -methoden wissenschaftlich belegt ist, finden diese nur langsam ihren Weg nach Europa; noch immer wird Ayurveda hierzulande häufig mit Wellness-Kuren gleichgesetzt. Dabei stellt Ayurveda den ältesten überlieferten Wissensschatz über die Natur des Menschen dar und beschreibt auf einzigartige Weise das Zusammenspiel von körperlichen, geistigen, seelischen und umweltbedingten Einflüssen auf die Gesundheit. Es umfasst spezialisierte Diagnoseverfahren, hochwirksame Behandlungs- und Reinigungsmethoden, eine einzigartige Pflanzenheilkunde und eine umfassende Ernährungslehre.

Ayurvedische Wunderkräuter für die Haut
Die Pflanzenheilkunde des Ayurveda hält viele bekannte, aber auch unbekanntere Heilkräuter für Hauterkrankungen aller Art bereit. Allen voran Kurkuma, auch Gelbwurz oder indischer Safran genannt, das hierzulande wohl bereits jeden zweiten Kosmetik- bzw. Kühlschrank erobert hat. Kein Wunder, denn Kurkuma ist eine der vielseitigsten medizinischen Wunderwaffen, die die Natur zu bieten hat. In Indien ist seine Verwendung seit mindestens 4000 Jahren belegt.

Der Name Kurkuma stammt aus dem Sanskrit und bedeutet so viel wie „Hautelexir“. Die goldgelbe Wurzelknolle, die dem Curry seine charakteristische Farbe verleiht, wirkt entzündungshemmend, bekämpft freie Radikale, Bakterien, Viren und Parasiten. Darüber hinaus hilft es gegen Pilzerkrankungen, Übelkeit und lindert Magenschmerzen. Es schützt und stärkt die Leber, verbessert die Gallenfunktion und kann sogar das Wachstum vom Tumoren hemmen. Auch bei Blasenbeschwerden, Allergien und Heuschnupfen kommt Kurkuma erfolgreich zum Einsatz. Zugleich regt es die Zellerneuerung an und erhält die Elastizität der Haut. Der Grund: Das im Kurkuma enthaltene „Curcumin“ wirkt reinigend, entzündungshemmend und gehört zu den stärksten natürlichen Antioxidantien überhaupt.

Noch bekannter - und auch aus der westlichen Beauty- und Gesundheitsbranche nicht mehr wegzudenken - ist Kokosnussöl. Kaltgepresst, sprich in naturbelassener Form, spendet das wohlriechende Öl sehr viel Feuchtigkeit, reguliert den Säure-Basen-Haushalt der Haut und wirkt der Hautalterung entgegen. Im Ayurveda wird Kokosöl aufgrund seiner antibakteriellen, antiviralen und antimykotischen Wirkung auch bei Schnitt- und Schürfwunden eingesetzt. Da es zuverlässig vor Infektionen schützt und gleichzeitig den natürlichen Heilungsprozess der Haut unterstützt, empfiehlt es sich auch besonders zur Behandlung von entzündlichen Hauterkrankungen.

In der traditionellen indischen Ayurveda-Medizin wird auch der Neembaum seit Jahrtausenden als Heilpflanze geschätzt. Zu Recht, denn der „Indische Flieder“ trägt mehr als 100 verschiedene chemische Wirkstoffe in seiner Rinde, seinen Blüten, Blättern, Früchten und Wurzeln. Der immergrüne Mahagonibaum wird daher in Indien liebevoll als "Dorfapotheke" bezeichnet. Besonders das aus den Fruchtkernen gewonnene Neemöl ist aufgrund seiner antibakteriellen und antimykotischen Wirkung verbreitet und kommt bei zahlreichen Hauterkrankungen zum Einsatz. Gleichzeitig kühlt, klärt und pflegt Neemöl die Haut auf natürliche Weise.

Weniger bekannt, aber dadurch nicht weniger hilfreich ist Manjistha (Rubia Cordifolia). Das hellrote Pulver aus den getrockneten Wurzeln dieser immergrünen Kletterpflanze aus Indien wird in der ayurvedischen Medizin unter anderem bei Hautbeschwerden, Juckreiz, äußerlichen Entzündungen und Verbrennungen angewandt. Man findet die Heilpflanze in ganz Indien, von den heißen Ebenen des Südens bis hin zu den gemäßigten Zonen am Fuße des Himalayas. Sie wird vor allem für ihre reinigenden, entgiftenden und pH-Wert regulierenden Eigenschaften geschätzt. Ihren Namen Rubia Cordifolia (Färberwurzel) erhielt die Pflanze von ihren roten Pigmenten, die einst auch zum Färben von Stoffen verwendet wurden.

Ein weiteres ayurvedisches Wunderkraut gegen Hautbeschwerden nennt sich Sweet Indrajao (Wrightia tinctoria). Die Blätter, Rinde und Samen des Sweet Indrajao werden in Indien zur Behandlung und Pflege vieler Hautbeschwerden wie Herpes, Schuppenflechte, Hautentzündungen, Allergien und Neurodermitis eingesetzt. Die Blätter werden zudem bei Zahnschmerzen gekaut, da ihnen eine adstringierende, entzündungshemmende und antibakterielle Wirkung zugesagt wird. Zusätzlich wirkt Sweet Indrajao hautpflegend und reguliert den pH-Wert der Haut.

Ursprünglich in Afrika beheimatet, hat auch der Sheanussbaum in der Ayurveda-Lehre Einzug gehalten. Die wertvolle Shea Butter ist reich an haut- und immunrelevanten Vitaminen, Mineralstoffen und pflegenden Substanzen. So enthält sie beispielsweise Vitamin E, Beta Karotin, Omega-3-Fettsäuren und Allantoin, um nur einige zu nennen. Besonders bei Neurodermitis ist Shea Butter sehr zu empfehlen. Aber auch für normale, reife oder sonnengestresste Haut ist die Körperbutter eine echte Wohltat. Sie unterstützt die Haut bei der Regeneration und dem Aufbau von Zellen, und wird daher auch gerne als Anti-Aging-Mittel oder zur Narbenheilung eingesetzt. Trockene Haut wird wieder elastischer und geschmeidiger. Zudem bietet das Allroundtalent Shea Butter natürlichen Sonnenschutz.

Die ayurvedische Repair Creme von Sorion
Um einen Psoriasis- oder Neurodermitis-Schub in den Griff zu bekommen, ist eine regelmäßige und intensive Hautpflege unverzichtbar. Die Pflege sollte auch in beschwerdefreien Zeiten nicht ausgesetzt werden, denn nun hat die Haut Zeit zu regenerieren und neue Widerstandskraft aufzubauen. Dafür eignen sich natürliche, pflanzliche Cremes am besten, die rückfettende, schützende und regenerierende Eigenschaften haben.

Auf die therapiebegleitende Pflege bei Schuppenflechte, Neurodermitis und Ekzemen sowie juckender, geröteter und gereizter Haut hat sich das deutsche Unternehmen Ruehe Healthcare mit seiner Pflegeserie „Sorion“ spezialisiert. Die Formel wurde nach der traditionellen indischen Ayurveda-Lehre entwickelt und enthält fast alle oben erwähnten ayurvedischen Heilpflanzen: Kokosöl, Kurkuma, Neem, Sweet Indrajao und Manjistha. Es werden ausschließlich Originalpflanzen aus Indien verarbeitet, die unter der heimischen Sonne ihre ganze Kraft entfalten.

In die Entwicklung der Sorion Produkte sind über 20 Jahre Erfahrung geflossen. Renommierte Ayurveda-Spezialisten, Professoren und Wissenschaftler aus der Phytochemie (Pflanzenchemie), Molekularbiologie, Mikrobiologie und Histologie (die Wissenschaft von biologischen Geweben) arbeiten Hand in Hand zusammen, um die Wirkung der ayurvedischen Heilpflanzen unter dem Mikroskop zu erforschen. Die Originalschriften des Ayurveda (Veden) dienen dem Team dabei als wissenschaftliche Grundlage. So werden nach und nach die positiven Pflegeigenschaften der einzelnen Pflanzenmoleküle belegt. Damit leistet das Team einen wertvollen Beitrag zur Anerkennung der uralten Pflanzenheilkunde und hebt sie auf ein wissenschaftlich fundiertes Niveau. Das indische Forscherteam hat bereits mehrere Auszeichnungen für diese wertvolle Arbeit erhalten.

Die milde Formel von Sorion garantiert eine sehr gute Hautverträglichkeit, weshalb sie keine Nebenwirkungen mit sich bringt und auch für die Langzeitanwendung geeignet ist. Neben der Sorion Creme gibt es auch ein Shampoo und ein Head Fluid zur Pflege strapazierter Kopfhaut bzw. Psoriasis Capitis. Weitere Informationen zu den Produkten von Sorion finden Sie
unter www.sorion.de.

*Quelle: Eine repräsentative Umfrage des Gesundheitsmagazins "Apotheken Umschau" durchgeführt von der GfK Marktforschung Nürnberg bei 2.032 Personen ab 14 Jahren. "Apotheken Umschau"
** Laut statistischer Erhebung des Robert-Koch-Institut

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Psoriasis Vulgaris äußert sich durch gerötete Plaques auf der Haut.

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FÜSSE sind ein Ausdruck deiner Persönlichkeit!

Von Maximilian Huber, Fußreflexzonentherapeut, Praxis „Die Wirbelsäule“ in 86807 Buchloe, www.hubermax-ws.de, www.allgoi-verlag.de
Wenn du all die verschiedenen Füße betrachtest, wirst du feststellen, dass diese bei jedem anders aussehen: Die Zehen sind unterschiedlich groß, breit, lang und auch die Sehnen am Fußrücken zeigen sich beim einen deutlicher und beim anderen weniger. Hier ist der Fuß bläulich angelaufen und dort finden wir Hornhaut, Stechwarzen, Druckstellen und Hühneraugen. Der eine Fuß ist samtig zart und der andere wiederum kräftig derb.

Von der FUSSRFLEXZONENMASSAGE wissen wir, dass alle Organe, Gelenke, das gesamte Lymphsystem und sogar die Nerven des ganzen Körpers verkleinert im Fuß zu finden sind. So kann der geübte Therapeut an Hand von Quellungen, Spannungen und bestimmten Schmerzqualitäten Schwachstellen feststellen und durch gezielte Druck- und Massagegriffe darauf einwirken.

Zeig mir deine Füße und ich sage dir, wer du bist!“
Vor allem die Stellung der Zehen zueinander sowie die Dominanz der einzelnen Zehen sagen viel über deine Stärken und Schwächen aus. Bist du eher ein Kopf- oder ein Gefühlsmensch? Wie sehr stehst du unter Spannung? Was sind deine angeborenen Qualitäten und wie hast du dich im Leben verändert? Lebst du das, was du bist?

Der Fuß gibt somit einen perfekten Aufschluss über unsere Persönlichkeit!

Entsprechend hilft uns auch die deutsche Sprache bestens „auf die Füße“. Wir gehen aufeinander zu und laufen voreinander weg. Ich stehe neben mir. Wir begegnen uns auf gleicher Höhe. Im Lebenslauf schreibst du alles, was du im Leben durchschritten hast. Mein Standpunkt – dein Stand. Aufstand, Einstand, Umstand, Verstand, Zustand, Gegenstand, Unterstand. Und der Bayer sagt: „I steh auf di!“

Die Füße in der Hand halten heißt, den ganzen Menschen in der Hand halten.
Das vermittelt Geborgenheit und gibt Halt. Über die Füße einander berühren ist wie das Streicheln der Seele.

Hinweis: 20. – 22. Juli, Fußreflexzonenkurs mit Maximilian Huber auf dem Paschmerhof in Zorneding bei München, www.agp-paschmerhof.de.

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Maximilian Huber.


Auf dem Weg in die Umkehrhaltung erst mal Bauchmuskeln anspannen! Vorteil, der Rücken ist gut unterstützt durchs Tuch! Foto: Andrea Pollak

Auf dem Weg in die Umkehrhaltung erst mal Bauchmuskeln anspannen! Vorteil, der Rücken ist gut unterstützt durchs Tuch! Foto: Andrea Pollak

Abgehoben und losgelöst mit Aerial Yoga!
Beim Aerial Yoga schwebst Du an einer Tuchschlinge in der Luft. Das bringt Dir Entspannung, Körpergefühl und Muskelkater!

Der Schwerpunkt liegt auf der Öffnung der Hüften, tiefer Dehnung, Rückbeugen und Umkehrhaltungen und schont dabei extrem Rücken und Gelenke, ein Grund dafür, warum die Nachfrage nach dem neuen Trend aus Amerika in Europa überall
schlagartig steigt.


Ein Erfahrungsbericht von Andrea Pollak, isarbote.de
Als ich mich mit den Armen an der Tuchschlinge hochziehe, bemerke ich schon das erste Zittern in meinen Muskeln Und es ist erst eine halbe Stunde Probetraining beim Aerial Yoga vorbei. Die Tuchschlinge hängt hüfthoch von der Decke. Sie besteht aus einem rautenförmigen Nylontuch, das ich zusammengefaltet in einer Hand fassen kann. Es ist etwa 4,5 Meter lang und 2,8 Meter breit und wäre eigentlich eine gemütliche Hängematte. Von gemütlich kann gerade aber keine Rede sein. Meine Trainerin Karina Kleinholz beruhigt mich damit, dass selbst erfahrene Yogalehrer die Übungen anstrengend finden:

"Normales Yoga fördert vor allem Dehnung, Streckung und Entspannung des Körpers. Es wird vor allem aus der eigenen Körpermitte gearbeitet. Beim Aerial Yoga kann die Dehnung mit Hilfe des Tuchs ausgeführt werden. Dies ist von Vorteil für Einsteiger mit verkürzten Sehnen, die nicht gerne Dehnen. Das Tuch ist Partner und Stütze. Es kommt jedoch noch massiv die Kraftkomponente dazu."

Der Einstieg in die Schlinge fällt mir dank genauer Anweisungen meiner Trainerin noch leicht. Schnell baumele ich eingehüllt ins Tuch im bequemen Schneidersitz. Ich bemühe mich mit allen Kräften, mit geradem Rücken halbwegs elegant zu sitzen. Doch dann soll ich im Tuch aufstehen – ich strecke die Beine und zeih mich mit aller Kraft nach oben. Anscheinend nicht mit beiden Beinen gleichmäßig, denn ich komme ordentlich ins Schaukeln! Hier sind also eine gute Balance und bewusst gesteuerte Bewegungen gefragt! Endlich kommen ich wie ein Frosch in einer entspannten Pose zum Sitzen. Das Tuch ist wie einen Kokon um mich
gewickelt. Während ich entspannt meinen Kopf innen ans Tuch anlehne, erklärt mir meine Trainerin die Vorteile von Aerial Yoga:

„Du entspannst, während dein Körpergewicht dich nach unten zieht und dazu beiträgt, dich besser auf die Dehnübungen einlassen zu können. Dabei schonst Du Rücken und Gelenke!

Deine Tiefenmuskulatur und alle Muskeln, die den Körper im Tuch in Balance halten, werden trainiert und gestärkt.

Durch die Kopfüber-Positionen (auch Inversionen genannt) werden Stoffwechselprozesse in deinem Körper angestoßen, deine Bandscheiben bekommen mehr Raum und können sich wieder mir Flüssigkeit füllen.

Dein Sinn für Balance und Schwerkraft wird trainiert.

Herz und Kreislauf können starke gesundheitsfördernde Reize bekommen

Die Umkehrhaltungen können bei Rückenproblemen und Verspannungen vorteilhaft sein, weil deine Rückenmuskeln sich dehnen und die oftmals gestauchte Lendenwirbelsäule dekomprimieren kann.“

Es geht nun in spektakuläre Positionen:
Ich sitze außerhalb des Tuchs in der Luft und werde nur an wenigen Stellen von der Schlinge gehalten. Bei einer anderen Übung hält die Seilschlaufe lediglich meinen rechten Oberschenkel... halleluja, ich soll mit dem Hinterkopf zur Decke streben und die Balance finden ...!

Bei den nächsten Figuren bleibe ich im Kontakt zum Boden. Ich stehe auf einem Bein und lege das andere Bein in die Schlinge vor mir. Nun soll ich mit beiden Armen die Schlinge auseinanderziehen, so dass sich das Bein in der Schlinge anhebt. Uff! Dehnung und Kraft gleichzeitig! Ganz schön anstrengend: Ich benutze mein eigenes Körpergewicht als Trainingsgerät. Schon erstaunlich und ganz schön raffiniert, finde ich!

Nun soll ich kopfüber hängen – die Inversionshaltung, der absolute Benefit des Aerial Yoga, denn da kann der Rücken schön gedehnt werden!

Bevor ich abtauchen darf, erklärt mir Karina, dass ich gut auf mich achten soll. Bei Anzeichen von Druck im Kopf oder Übelkeit soll ich die Übung beenden. Ich soll auf mich und die Zeichen meines Körpers hören. Denn vorübergehend kann es bei manchen Menschen durch die nun angestoßenen Stoffwechselprozesse zu leichter Übelkeit und Schwindel kommen. Schließlich werden auch die inneren Organe leicht bewegt. Diese Anzeichen verschwinden aber nach einigen Trainingseinheiten. Der Körper passt sich nach und nach an, wie mir gleich eine andere Teilnehmerin bestätigt, die bereits kopfüber baumelt.

Zum Glück leide ich nicht an erhöhtem Augendruck, Bluthochdruck, extrem niederem Blutdruck oder Herzinsuffizienz. Das hätte meine Eignung für diese Umkehrhaltung eingeschränkt. Akute Wirbelsäulenschäden und auch Schwangerschaft ab dem 3. Monat sind Ausschlusskriterien. Ich soll mein Tuch am Rücken zur Hüftkante bringen, mich rückwärts hineinlegen und mit den Beinen in die Tuchschleife spreizen. Dann darf ich kopfüber nach unten baumeln. Das Ganze idealerweise, ohne dabei abzustürzen. Bei solchen Übungen belastet die Umverteilung des Blutes im Körper den Kreislauf. Tatsächlich rauscht mir davon der Kopf. Wahrscheinlich bin ich nun knallrot. Dann kann ich aber entspannen. Zumindest nachdem ich sicher bin, dass mich meine Beine wirklich halten. Und in der Tat – meine Lendenwirbelsäule fühlt sich besser an nach dieser Übung! WOW!!! Ich komme wieder hoch – ein wenig schummrig ist es mir schon!

Bei der nächsten Figur gibt es wieder Bodenhaftung, zumindest teilweise: Ich stütze mich mit den Händen am Boden ab und lege beide Füße durch die Schlinge. Liegestütz mal anders! Ich bin außer Atem und beeindruckt von den vielen Bewegungsformen und Möglichkeiten, die das Tuch bietet!

Woher kommt Aerial Yoga?
„Die Idee, sich kopfüber aufzuhängen, ist schon 500 Jahre alt und stammt von den Fakiren aus Indien. Die Wurzeln von Aerial Yoga liegen aber eher in der Akrobatik als im Yoga“, meint Karina Kleinholz, die selbst seit fast 30 Jahren Akrobatin und Luftartistin ist. Vom Varieté oder u.a. vom Cirque de Soleil brachten die Trainer damals die Tücher in die Fitnessstudios von New York, der Geburtsstätte des Aerial Yogas. In den USA ist es nun der neue Trendsport, und Stars wie z.B. Gwyneth Paltrow schwören darauf. Seit ein paar Jahren steigt nun auch die Nachfrage in Europa schlagartig an.

CorpoBalance
heißt das Studio, in dem Karina Kleinholz nun Aerial Yoga anbietet. Auch als Personaltrainerin für EMS/EMA ist sie dort tätig und berät zudem in Gesundheitsfragen. Sie ist studierte Medizininformatik und finanzierte sich das Studium damals mit diversen artistischen Auftritten, z.B. als Gaukler-Vorgruppe zum „Rondo Veneziano“-Konzert, bei Faschingsbällen im dt. Theater, diversen Firmenjubiläen und sogar in New York im Rahmen einer Theaterkooperation „Faustman“ im Synchronicity Space Theatre. Sie absolvierte eine Tanzausbildung bei der Dancestation in München und ist seit 2011 als Tänzerin und Artistin in der Bayerischen Staatsoper engagiert.

Karina Kleinholz: „Vor ca. 10 Jahren schwappte aus Frankreich bzw. vom Cirque de Soleil aus Kanada die Disziplin des Vertikaltuchs nach Deutschland. Als eine der ersten deutschen Artisten lernte ich begeistert diese Disziplin. Ich gründete die Artistik Kompanie
„TraumTanz-Artistik“
www.traumtanz-artistik.de (viele Shows findet man auf Youtube unter TraumTanz-Artisitk, z.B. hier

und trat die letzten 10 Jahre bis heute als Vertikaltuchartistin und Akrobatin auf. Dann lernte ich Aerial Yoga in einem Münchner Yogastudio kennen und der Funke sprang sofort über! Ich war fasziniert und wollte das möglichst vielen Leuten nahe bringen.

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Dehnung der linken Flanke und Hüftöffnung. Fotos: Manfred Hornung und Andrea Pollak

Mit Körperspannung entspannt in Bauchlage!

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Karina Kleinholz völlig entspannt in der Umkehrhaltung! Beine und Füße halten den ganzen Körper. Der Rücken kann entspannen, die Lendenwirbelsäule dekomprimiert.

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Kriegerisch verwickelt! Spannung in der Körpermitte, Kraft in den Armen: alle Muskeln in Aktion!

Prognose: Arm – und Bauchmuskelkater!
Mit einer Liegefigur im zur Hängematte entfalteten Tuch geht meine Probestunde mit wunderbar entspannender Musik zu Ende.

Ich bin stolz, dass ich mich in all die verschiedenen Figuren getraut habe, obwohl mir vor dem morgigen Muskelkater graust. Neben den Armmuskeln aktivieren die Übungen besonders die Tiefenmuskulatur. Das werde ich in den kommenden Tagen noch deutlich spüren. Und mir wird klar: Was in den zahlreichen Youtube-Videos zu Aerial Yoga-Übungen so leicht und elegant aussieht, ist das Resultat einer guten Körperspannung, einem Gefühl für die Balance und einer trainierten Muskulatur. Nun, daran lässt sich arbeiten ...


Wer sich für Aerial Yoga interessiert, meldet sich bei Karina Kleinholz, Tel. 0171/ 93 90 430.

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www.hubermax-ws.de
www.heidi-winkler.de

Kunstmalerin Heidi Winkler
Wohlmutserweg 2
87463 Dietmannsried
Tel. 0 83 74-80 81

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Tierschutzverein München
www.emerescue.de