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Auf dem Weg in die Umkehrhaltung erst mal Bauchmuskeln anspannen! Vorteil, der Rücken ist gut unterstützt durchs Tuch! Foto: Andrea Pollak

Auf dem Weg in die Umkehrhaltung erst mal Bauchmuskeln anspannen! Vorteil, der Rücken ist gut unterstützt durchs Tuch! Foto: Andrea Pollak

Abgehoben und losgelöst mit Aerial Yoga!
Beim Aerial Yoga schwebst Du an einer Tuchschlinge in der Luft. Das bringt Dir Entspannung, Körpergefühl und Muskelkater!

Der Schwerpunkt liegt auf der Öffnung der Hüften, tiefer Dehnung, Rückbeugen und Umkehrhaltungen und schont dabei extrem Rücken und Gelenke, ein Grund dafür, warum die Nachfrage nach dem neuen Trend aus Amerika in Europa überall
schlagartig steigt.


Ein Erfahrungsbericht von Andrea Pollak, isarbote.de
Als ich mich mit den Armen an der Tuchschlinge hochziehe, bemerke ich schon das erste Zittern in meinen Muskeln Und es ist erst eine halbe Stunde Probetraining beim Aerial Yoga vorbei. Die Tuchschlinge hängt hüfthoch von der Decke. Sie besteht aus einem rautenförmigen Nylontuch, das ich zusammengefaltet in einer Hand fassen kann. Es ist etwa 4,5 Meter lang und 2,8 Meter breit und wäre eigentlich eine gemütliche Hängematte. Von gemütlich kann gerade aber keine Rede sein. Meine Trainerin Karina Kleinholz beruhigt mich damit, dass selbst erfahrene Yogalehrer die Übungen anstrengend finden:

"Normales Yoga fördert vor allem Dehnung, Streckung und Entspannung des Körpers. Es wird vor allem aus der eigenen Körpermitte gearbeitet. Beim Aerial Yoga kann die Dehnung mit Hilfe des Tuchs ausgeführt werden. Dies ist von Vorteil für Einsteiger mit verkürzten Sehnen, die nicht gerne Dehnen. Das Tuch ist Partner und Stütze. Es kommt jedoch noch massiv die Kraftkomponente dazu."

Der Einstieg in die Schlinge fällt mir dank genauer Anweisungen meiner Trainerin noch leicht. Schnell baumele ich eingehüllt ins Tuch im bequemen Schneidersitz. Ich bemühe mich mit allen Kräften, mit geradem Rücken halbwegs elegant zu sitzen. Doch dann soll ich im Tuch aufstehen – ich strecke die Beine und zeih mich mit aller Kraft nach oben. Anscheinend nicht mit beiden Beinen gleichmäßig, denn ich komme ordentlich ins Schaukeln! Hier sind also eine gute Balance und bewusst gesteuerte Bewegungen gefragt! Endlich kommen ich wie ein Frosch in einer entspannten Pose zum Sitzen. Das Tuch ist wie einen Kokon um mich
gewickelt. Während ich entspannt meinen Kopf innen ans Tuch anlehne, erklärt mir meine Trainerin die Vorteile von Aerial Yoga:

„Du entspannst, während dein Körpergewicht dich nach unten zieht und dazu beiträgt, dich besser auf die Dehnübungen einlassen zu können. Dabei schonst Du Rücken und Gelenke!

Deine Tiefenmuskulatur und alle Muskeln, die den Körper im Tuch in Balance halten, werden trainiert und gestärkt.

Durch die Kopfüber-Positionen (auch Inversionen genannt) werden Stoffwechselprozesse in deinem Körper angestoßen, deine Bandscheiben bekommen mehr Raum und können sich wieder mir Flüssigkeit füllen.

Dein Sinn für Balance und Schwerkraft wird trainiert.

Herz und Kreislauf können starke gesundheitsfördernde Reize bekommen

Die Umkehrhaltungen können bei Rückenproblemen und Verspannungen vorteilhaft sein, weil deine Rückenmuskeln sich dehnen und die oftmals gestauchte Lendenwirbelsäule dekomprimieren kann.“

Es geht nun in spektakuläre Positionen:
Ich sitze außerhalb des Tuchs in der Luft und werde nur an wenigen Stellen von der Schlinge gehalten. Bei einer anderen Übung hält die Seilschlaufe lediglich meinen rechten Oberschenkel... halleluja, ich soll mit dem Hinterkopf zur Decke streben und die Balance finden ...!

Bei den nächsten Figuren bleibe ich im Kontakt zum Boden. Ich stehe auf einem Bein und lege das andere Bein in die Schlinge vor mir. Nun soll ich mit beiden Armen die Schlinge auseinanderziehen, so dass sich das Bein in der Schlinge anhebt. Uff! Dehnung und Kraft gleichzeitig! Ganz schön anstrengend: Ich benutze mein eigenes Körpergewicht als Trainingsgerät. Schon erstaunlich und ganz schön raffiniert, finde ich!

Nun soll ich kopfüber hängen – die Inversionshaltung, der absolute Benefit des Aerial Yoga, denn da kann der Rücken schön gedehnt werden!

Bevor ich abtauchen darf, erklärt mir Karina, dass ich gut auf mich achten soll. Bei Anzeichen von Druck im Kopf oder Übelkeit soll ich die Übung beenden. Ich soll auf mich und die Zeichen meines Körpers hören. Denn vorübergehend kann es bei manchen Menschen durch die nun angestoßenen Stoffwechselprozesse zu leichter Übelkeit und Schwindel kommen. Schließlich werden auch die inneren Organe leicht bewegt. Diese Anzeichen verschwinden aber nach einigen Trainingseinheiten. Der Körper passt sich nach und nach an, wie mir gleich eine andere Teilnehmerin bestätigt, die bereits kopfüber baumelt.

Zum Glück leide ich nicht an erhöhtem Augendruck, Bluthochdruck, extrem niederem Blutdruck oder Herzinsuffizienz. Das hätte meine Eignung für diese Umkehrhaltung eingeschränkt. Akute Wirbelsäulenschäden und auch Schwangerschaft ab dem 3. Monat sind Ausschlusskriterien. Ich soll mein Tuch am Rücken zur Hüftkante bringen, mich rückwärts hineinlegen und mit den Beinen in die Tuchschleife spreizen. Dann darf ich kopfüber nach unten baumeln. Das Ganze idealerweise, ohne dabei abzustürzen. Bei solchen Übungen belastet die Umverteilung des Blutes im Körper den Kreislauf. Tatsächlich rauscht mir davon der Kopf. Wahrscheinlich bin ich nun knallrot. Dann kann ich aber entspannen. Zumindest nachdem ich sicher bin, dass mich meine Beine wirklich halten. Und in der Tat – meine Lendenwirbelsäule fühlt sich besser an nach dieser Übung! WOW!!! Ich komme wieder hoch – ein wenig schummrig ist es mir schon!

Bei der nächsten Figur gibt es wieder Bodenhaftung, zumindest teilweise: Ich stütze mich mit den Händen am Boden ab und lege beide Füße durch die Schlinge. Liegestütz mal anders! Ich bin außer Atem und beeindruckt von den vielen Bewegungsformen und Möglichkeiten, die das Tuch bietet!

Woher kommt Aerial Yoga?
„Die Idee, sich kopfüber aufzuhängen, ist schon 500 Jahre alt und stammt von den Fakiren aus Indien. Die Wurzeln von Aerial Yoga liegen aber eher in der Akrobatik als im Yoga“, meint Karina Kleinholz, die selbst seit fast 30 Jahren Akrobatin und Luftartistin ist. Vom Varieté oder u.a. vom Cirque de Soleil brachten die Trainer damals die Tücher in die Fitnessstudios von New York, der Geburtsstätte des Aerial Yogas. In den USA ist es nun der neue Trendsport, und Stars wie z.B. Gwyneth Paltrow schwören darauf. Seit ein paar Jahren steigt nun auch die Nachfrage in Europa schlagartig an.

CorpoBalance
heißt das Studio, in dem Karina Kleinholz nun Aerial Yoga anbietet. Auch als Personaltrainerin für EMS/EMA ist sie dort tätig und berät zudem in Gesundheitsfragen. Sie ist studierte Medizininformatik und finanzierte sich das Studium damals mit diversen artistischen Auftritten, z.B. als Gaukler-Vorgruppe zum „Rondo Veneziano“-Konzert, bei Faschingsbällen im dt. Theater, diversen Firmenjubiläen und sogar in New York im Rahmen einer Theaterkooperation „Faustman“ im Synchronicity Space Theatre. Sie absolvierte eine Tanzausbildung bei der Dancestation in München und ist seit 2011 als Tänzerin und Artistin in der Bayerischen Staatsoper engagiert.

Karina Kleinholz: „Vor ca. 10 Jahren schwappte aus Frankreich bzw. vom Cirque de Soleil aus Kanada die Disziplin des Vertikaltuchs nach Deutschland. Als eine der ersten deutschen Artisten lernte ich begeistert diese Disziplin. Ich gründete die Artistik Kompanie
„TraumTanz-Artistik“
www.traumtanz-artistik.de (viele Shows findet man auf Youtube unter TraumTanz-Artisitk, z.B. hier

und trat die letzten 10 Jahre bis heute als Vertikaltuchartistin und Akrobatin auf. Dann lernte ich Aerial Yoga in einem Münchner Yogastudio kennen und der Funke sprang sofort über! Ich war fasziniert und wollte das möglichst vielen Leuten nahe bringen.

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Dehnung der linken Flanke und Hüftöffnung. Fotos: Manfred Hornung und Andrea Pollak

Mit Körperspannung entspannt in Bauchlage!

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Karina Kleinholz völlig entspannt in der Umkehrhaltung! Beine und Füße halten den ganzen Körper. Der Rücken kann entspannen, die Lendenwirbelsäule dekomprimiert.

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Kriegerisch verwickelt! Spannung in der Körpermitte, Kraft in den Armen: alle Muskeln in Aktion!

Prognose: Arm – und Bauchmuskelkater!
Mit einer Liegefigur im zur Hängematte entfalteten Tuch geht meine Probestunde mit wunderbar entspannender Musik zu Ende.

Ich bin stolz, dass ich mich in all die verschiedenen Figuren getraut habe, obwohl mir vor dem morgigen Muskelkater graust. Neben den Armmuskeln aktivieren die Übungen besonders die Tiefenmuskulatur. Das werde ich in den kommenden Tagen noch deutlich spüren. Und mir wird klar: Was in den zahlreichen Youtube-Videos zu Aerial Yoga-Übungen so leicht und elegant aussieht, ist das Resultat einer guten Körperspannung, einem Gefühl für die Balance und einer trainierten Muskulatur. Nun, daran lässt sich arbeiten ...


Wer sich für Aerial Yoga interessiert, meldet sich bei Karina Kleinholz, Tel. 0171/ 93 90 430.

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www.hubermax-ws.de
www.heidi-winkler.de

Kunstmalerin Heidi Winkler
Wohlmutserweg 2
87463 Dietmannsried
Tel. 0 83 74-80 81

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Tierschutzverein München
www.emerescue.de