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Landkreis München

OBS_Postkarte_1913

Die Postkarte von 1913 zeigt Oberschleißheim zur damaligen Zeit. Im Vordergrund die Schlossanlage Schleißheim, im Hintergrund der "Flieger-Platz", den es bis heute gibt.
Fotos: Archiv Bürger/Treffer

Wie aus „Klain-Schleißhaim“ ein Touristenmagnet wurde

Man muss schon sehr genau hinschauen, wenn man das kleine Kirchlein auf der historischen Landkarte von Philipp Apian aus dem Jahr 1568 entdecken will, gleich neben ein paar Bäumen. „Klain-Schleißhaim“ steht da. Heute, genau 450 Jahre
später, ist Schleißheim bei weitem nicht mehr klein – und statt ganz viel Wald besitzt der Ort bedeutende touristische Anziehungspunkte wie die Schlösser und die Flugwerft. Vom Weg Oberschleißheims in den vergangenen Jahrhunderten erzählt die Ausstellung „Oberschleißheim im Wandel der Zeit“, die vom 28. September bis zum
20. Januar 2019 in der Flugwerft Schleißheim zu sehen ist.

„Es gibt architektonische Spuren, die sind auch nach 450 Jahren noch sichtbar“, sagt Otto Bürger, der das Material für die Ausstellung zusammengestellt hat. Die Ausstellung lebt vor allem von ihren rund 300 Fotografien und vielen weiteren Dokumenten. Fotografien, die das Einst und das Jetzt direkt gegenüberstellen, die zeigen, wie sich der Ort entwickelt und verändert hat. Teils sind die Häuser und architektonischen Strukturen aus vergangenen Jahrhunderten auch auf aktuellen Fotos noch gut wiederzuerkennen. An anderer Stelle steht aber dort, wo früher ein beliebter Ausflugsgasthof war, heute eine schnöde Tankstelle. Und die neue Parksiedlung hat den Ort in den 1960er Jahren erheblich verändert.

„Auch die Flugwerft selbst spielt in der Ausstellung eine große Rolle“, sagt Bürger – denn ohne die Flugwerft wäre der Ort nicht das, was er heute ist. Die Geschichte des mehr als 100 Jahre alten, immer noch genutzten Flugplatzes wird ebenso gezeigt wie die Entwicklung der Flugwerft zum Museum.

Die historischen Fotografien, Landkarten und Dokumente stammen aus dem riesigen Fundus von Otto Bürger. „Ich bin seit 50 Jahren Ortschronist“, sagt Bürger, „da kommt so einiges zusammen.“ Bei ihm zu Hause gibt es ein riesiges Privatarchiv über die Geschichte des Ortes: Rund 150 Quadratmeter vom Keller bis zum Dachgeschoss sind für die Fotografien und Dokumente reserviert. Der Vorsitzende des Kulturvereins „Freunde von Schleißheim e. V.“ bietet auch regelmäßige ortsgeschichtliche Führungen an – zu denen öfters bis zu
100 Interessenten kommen.

Gerhard Filchner, Leiter der Flugwerft Schleißheim, lobt Bürgers außergewöhnliche Kenntnisse der Ortsgeschichte – und seine ebenso außergewöhnliche Sammlung: „Es war schwierig, aus der Fülle des Materials die richtige Auswahl zu treffen.“ Aber Filchner verspricht: „Nach einem Besuch der Ausstellung werden selbst alteingesessene Schleißheimer Dinge über ihren Wohnort wissen, von denen sie noch nie zuvor gehört haben.“

Die Ausstellung ist zu den normalen Öffnungszeiten der Flugwerft Schleißheim zu sehen – täglich von 9 bis 17 Uhr. Der Besuch der Sonderausstellung ist im normalen Museumseintritt
(7 Euro für Erwachsene) bereits enthalten. In der Ausstellung kann man sehen, wie sehr sich der Ort im Laufe der Jahrzehnte verändert hat.

OBS_Mittenheim1950
OBS_Mittenheim2018

Der Oberschleißheimer Ortsteil Mittenheim 1950 und heute.


Herbert Froschauer, Maria Rinderer, Ralph Koschier, Sonja Bahner, Susanne Hollweg

Herbert Froschauer, Maria Rinderer, Ralph Koschier, Sonja Bahner, Susanne Hollweg.

Das bayrische Volkstheater Lampenfieber öffnet wieder den Vorhang
„Immer dieser Zirkus" von Wolfgang Bräutigam

Es ist wieder so weit, das bayrische Volkstheater Lampenfieber öffnet wieder den Vorhang, und zwar mit dem neuen Theaterstück „Immer dieser Zirkus" – eine lustige bayrische Komödie in drei Akten von Wolfgang Bräutigam. Die Aufführungen finden wie immer in der Gaststätte Brückenwirt in Höllriegelskreuth/Pullach, An der Grünwalder Brücke 1, statt.

Ein bisschen Amigo hier – ein bisschen Amigo da, so führt Bürgermeister Franz Goldmann sein Rathaus am liebsten. Nun hat er es mit seinem Parteifreund auf das Grundstück vom Witwer Max Meier abgesehen, da man sich hier einige Gewinne verspricht. Ab ins Altenheim mit ihm und dann billig kaufen, so erhoffen sie sich ein Bombengeschäft. Der rüstige Witwer zeigt sich aber widerspenstig und bekommt unerwartet Hilfe von Samira, der Chefin eines anrollenden Zirkus, der ein Winterquartier sucht. Die gute Seele des Rathauses, Vorzimmersekretärin Bond, macht sich die Zauberkünste Samiras zu Nutze, um ihren Freund … Nein, mehr wird nicht verraten, aber Verwechslungen und jede Menge Chaos sollen zu einem Happy End führen. Fragt sich bloß für wen?

Telefonische Kartenvorverkauf immer werktags Mo. bis Fr. von 16 bis 20 Uhr unter 089- 95928010. Kartenbestellungen sind auch jederzeit per Fax unter 089 95928005 oder Mail an kartenvorverkauf@volkstheater-lampenfieber.de möglich (jede Bestellung wird bestätigt!).

Es spielen: Sonja Bahner, Herbert Froschauer, Susanne Hollweg, Ralph Koschier, Michael Kraus, Tobias Kraus, Manfred Lehner, Charly Neumeier, Maria Rinderer, Nadine Schmid-Stoßberger, Magdalena Simmel. Regie: Sonja Bahner + Maria Rinderer.

Die Termine:
Fr. 05. Oktober und Sa. 06. Oktober 2018
Fr. 12. Oktober und Sa. 13. Oktober 2018
Fr. 19. Oktober und Sa. 20. Oktober 2018
Fr. 26. Oktober und Sa. 27. Oktober 2018.

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