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In der Kategorie Kunst erhalten Regina Hellwig-Schmid, Michaela Karl, Carolina Camilla Kreusch, Christa Mayer und Arnd Rühlmann für ihr künstlerisches Wirken die bayerische Kulturauszeichnung. Fotos: Franz Fischer/Thomas Dashuber/Alicia Gola/Matthias Creutziger/Matthias Schramm/Bayernwerk AG

In der Kategorie Kunst erhalten Regina Hellwig-Schmid, Michaela Karl, Carolina Camilla Kreusch, Christa Mayer und Arnd Rühlmann für ihr künstlerisches Wirken die bayerische Kulturauszeichnung. Fotos: Franz Fischer/Thomas Dashuber/Alicia Gola/
Matthias Creutziger/Matthias Schramm/Bayernwerk AG

Kulturpreis Bayern 2020: Kunstpreisträger stehen fest

Die diesjährigen Kulturpreisträger stehen fest. Fünf Künstlerinnen und Künstler erhalten jedes Jahr den Kulturpreis Bayern. Im Jahr 2020 erhalten Regina Hellwig-
Schmid, Michaela Karl, Carolina Camilla Kreusch, Christa Mayer und Arnd Rühlmann für ihr künstlerisches Wirken die bayerische Kulturauszeichnung. Der Preis wurde durch das Energieunternehmen Bayernwerk bereits im Jahr 1959 ins Leben gerufen und wird in enger Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst verliehen. In diesem Jahr findet die Preisverleihung ohne Publikum und
im Live-Stream statt.

Am 12. November findet die Verleihung des Kulturpreises Bayern statt. „Der Kulturpreis Bayern ist mittlerweile ein fester und renommierter Bestandteil der bayerischen Kulturförderung. Mit ihm drücken wir unsere große Wertschätzung für Künstlerinnen und Künstler im Freistaat aus. Dies ist in diesen herausfordernden Zeiten wichtiger denn je. Ich gratuliere allen Preisträgerinnen und Preisträgern ganz herzlich! Sie schenken den Menschen unvergessliche Momente und machen den Freistaat mit ihrer Kunst um einige Facetten reicher“, betonte Kunstminister Bernd Sibler. Der Kulturpreis Bayern wird jährlich verliehen. Ausrichter ist das Bayernwerk. Ausgezeichnet werden fünf Preisträger in der Sparte Kunst. Das Bayerische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst vergibt einen Sonderpreis. Zudem richtet der Kulturpreis traditionell ein Auge auf die Wissenschaft. In dieser Sparte erhalten jedes Jahr die besten Doktoranden und Absolventen bayerischer Universitäten und Hochschulen den Kulturpreis Bayern.

Um mögliche Corona-Infektionsgefahren zu vermeiden, findet die Preisverleihung in diesem Jahr ausschließlich in Form eines Live-Streams statt. „Dass wir in diesem Jahr besondere Umstände haben und eine feierliche Übergabe der Kulturpreise an Künstler und Wissenschaftler in klassischer Form nicht möglich ist, tut der Leistung unserer Preisträgerinnen und Preisträger keinen Abbruch. Corona ist kein Grund, um mit Wertschätzung und Dank zu pausieren. Dass der Kulturpreis auch in diesem Jahr verliehen wird, war daher immer klar. Die Bühne für die Preisträger sieht allerdings anders aus. Wir schaffen live und digital ein Format, um Persönlichkeiten öffentlich auszuzeichnen, die das mehr als verdient haben“, betonte Reimund Gotzel, Vorstandsvorsitzender des Bayernwerks. In einem 90-minütigen digitalen Format (ab 19:00 bis 20:30 Uhr) erhalten die Preisträgerinnen und Preisträger des Jahres 2020 den Kulturpreis Bayern. Die Teilnahme ist öffentlich. Der Link zur Teilnahme lautet:
bayernwerk-live.de/kulturpreis-bayern.

Die fünf Preisträger der Kategorie Kunst wurden von einer Jury unter Leitung des Bayerischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst ausgewählt. Die Preisträger sind:
Regina Hellwig-Schmid, Bildende Kunst
Die in Regenburg lebende Regina Hellwig-Schmid machte sich neben ihrer Arbeit als freischaffende Künstlerin besonders um ihr Engagement verdient. Sie gründete 1992 das offene Atelier und Forum „Am Wiedfang 5“, 1994 Kunstknoten e.V. und setzte sich immer wieder mit Friedensaktionen wie „pax Danubiana“, den „DonauKonferenzen“ sowie der „donumenta“ für die Partnerschaft der Donauregionen ein. „Regina Hellwig-Schmid überschreitet als Künstlerin, als Kunstaktivistin und als Netzwerkerin Grenzen. Toleranz und die Völkerverständigung sind ihr zentrales Thema. Sie verknotet und tunnelt die Kunst und lässt sie mit und gegen den Strom fließen“, heißt es in der Jurybegründung.
http://www.regina-hellwig-schmid.de/


Arnd Rühlmann, Theater und Schauspiel
Arnd Rühlmann lebt in Bamberg und ist seit 20 Jahren freiberuflich als Schauspieler, Kleinkünstler, Autor, Theaterleiter und Regisseur tätig. In der Jurybegründung heißt es: „Rühlmanns „Nana-Theater“ ist ein kleiner Theaterbetrieb, der mit Herzblut geführt wird, und dem mit einer Zwei-/ Drei-Leute- oder Solobesetzung erstaunlich große Würfe gelingen. Aktuelle Themen wie Flucht- und Fremdheitserfahrung werden aufgegriffen (während in Bamberg das ANKER-Zentrum initiiert wurde) und zum Teil in Zusammenarbeit mit lokalen Autorinnen und Autoren für die Bühne bearbeitet. Mit der Lesereihe „Leichen im Keller“ hat Arnd Rühlmann in E. T. A. Hoffmanns Bamberg, der Stadt der sogenannten „Schwarzen Romantik“, über eine Dekade Klassiker der Welt- und Krimiliteratur auf die Bühne gebracht. Sein eigenes Spiel ist geprägt von der Fähigkeit, seine eigenen Kräfte, seinen Humor und viel reflektierte Selbstbetrachtung einfließen zu lassen. Kluge Rollenwahl und Inszenierung mit Fingerspitzengefühl für das Abgründige und gesellschaftlich Bedeutende sind
seine absoluten Stärken.“
https://clubkaulberg.jimdofree.com/der-theaterleiter-arnd-rhlmann/


Carolina Camilla Kreusch, Bildende Kunst
Carolina Camilla Kreusch lebt mit ihrer Familie in München. Sie absolvierte eine Ausbildung an der Fachhochschule für Holzbildhauerei und studierte an der Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe. Sie war Meisterschülerin von Professor John Bock. Neben künstlerischen Auslandsaufenthalten in Mexico City und New York City führten sie Lehraufträge und eine Vertretungsprofessur an die Hochschulen in München und Dortmund. 2013 erhielt sie den Debütantenpreis des Bayerischen Staatsministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst und war Empfängerin der Atelierförderung der Stadt München. Ihre Arbeiten sind in privaten und öffentlichen Sammlungen vertreten, Solo- und Gemeinschaftsausstellungsprojekte führten sie u.a. ins europäische Ausland. „Das Werk von Carolina Camilla Kreusch ist vielfältig und beweglich. Ihre Objekte nehmen Wand und Boden ein, sind körperhaft und immer ein bisschen Kokon-Schutz- und Fremdkörper. Neonfarben heben sie zusätzlich von ihrer Umgebung ab und weisen Strukturen auf, Pläne, die an architektonische Veränderungen im Raum erinnern“, lautet die Jurybegründung.
http://www.carolinakreusch.com/arbeiten.html


Christa Mayer, Musik
„Die in Sulzbach-Rosenberg geborene Künstlerin Christa Mayer zählt heute zu den gefragtesten Opernsängerinnen Deutschlands. Eine Vielzahl bedeutender Ehrungen begleiten ihre musikalische Karriere. So zeigt beispielsweise die Verleihung des Ehrentitels „Kammersängerin des Freistaates Sachsen“ im Februar 2020 ihren hohen künstlerischen Stellenwert. Mit Ihrem künstlerischen Wirken hat sie längst internationale Bühnen erobert“, heißt es in der Jurybegründung. Trotz dieser Erfolge arbeitet sie weiter an künstlerischer Perfektion. „Man ist als Sängerin nie fertig“, wird sie in einem Interview zitiert. Ihre Wurzeln hat Christa Mayer bei allem internationalen Erfolgen nie aus dem Auge verloren. Bei den Bayreuther Festspielen zählt sie zu den Publikumslieblingen und wäre in diesem Jahr bei der Neuproduktion „Der Ring des Nibelungen“ in der Oper „Das Rheingold“ als Fricka und in der Oper „Die Walküre“ als Fricka und Schwertleite zu hören gewesen – Corona führte leider zur Absage der Festspiele. Christa Mayer studierte Gesang an der Bayerischen Singakademie und an der Hochschule für Musik und Theater (HMT) München. 2000 gewann sie unter anderem beim Robert-Schumann-Wettbewerb Zwickau sowie beim ARD-Wettbewerb München und erhielt 2001 den Bayerischen Staatsförderpreis für Musik.

Michaela Karl, Literatur
Michaela Karl wuchs in der niederbayerischen Marktgemeinde Hengersberg auf. Sie studierte Politikwissenschaft, Geschichte und Psychologie an der Universität Passau, der LMU München und der Freien Universität Berlin, an der sie 2001 promovierte. Sie verfasste Biografien über Rebellen und Vorkämpfer der bayerischen Geschichte. 2005 erschien ihr erster Roman „Höllische Grüße“, der mit „Grüße von der Singlefront“ fortgesetzt wurde. In weiteren Büchern beschäftigt sie sich mit politischen Oppositionsbewegungen, Protagonisten und bleibt ihrer Linie der Biografien treu, wie in ihrer 2019 neu erschienen Biografie über die Autorin Maeve Brennan mit dem Titel „Ich würde so etwas nie ohne Lippenstift lesen“. Die Jurybegründung lautet: „Michaela Karl ist eine Vertreterin der engagierten Literatur im besten Sinne. Auf vielfältige Weise und aus ungewöhnlichen Blickwinkeln erzählt sie von Persönlichkeiten der bayerischen Geschichte und Literatur - belletristisch und gleichzeitig wissenschaftlich anspruchsvoll. Die Autorin verfügt über eine ganz besondere Begabung, geschichtliche Zusammenhänge eingängig wie eindringlich vor Augen zu führen. Im Fokus steht dabei immer der oder die besondere Einzelne als handelndes und handlungsmächtiges Individuum.

Der Kulturpreis in der Sparte Kunst und der Sonderpreis des Bayerischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst ist mit jeweils 5.000 Euro dotiert.

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