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Klopapier ist das Symbol der Corona-Krise. Foto: Andrea Pollak

Klopapier ist das Symbol der Corona-Krise. Foto: Andrea Pollak

IN DER RUHE LIEGT DIE KRAFT
Corona-Krise als Chance

In Bayern ist eine Ausgangssperre seit Freitag, 20.03.2020, 0.00 Uhr in Kraft. Ab dann darf die eigene Wohnung zunächst für zwei Wochen nur noch aus triftigem Grund verlassen werden. Damit hat Bayern als erstes Bundesland das öffentliche Leben, wie wir es kennen, fast vollständig zurückgefahren. Achtsamkeit, Respekt und Besonnenheit sind in diesen Zeiten definitiv angesagt, Panikmache und Angst hingegen schlechte Ratgeber. IN DER RUHE LIEGT DIE KRAFT wusste schon Konfuzius.

Stillstand? Nicht ganz ... Die verordnete Pause des öffentlichen Lebens trifft uns alle – persönlich, weil wir soziale Wesen plötzlich auf Abstand gehen müssen, aber darüber hinaus die Wirtschaft bzw. die gesamte Gesellschaft. Diese in jeder Hinsicht außergewöhnliche Zeit kann aber auch eine Chance sein. Wenn wir physisch auf Abstand gehen müssen, dann entsteht vielleicht auch Raum für andere Formen des Austauschs und des Zuhörens. Der Ausnahmezustand in Bayern und der halben Welt fordert uns allen viel ab. Doch er schafft auch unverhoffte Möglichkeiten. Plötzlich haben wir Zeit – für unsere Lieben, für lange vernachlässigte Hobbies - und natürlich zum Nachdenken über Gott und die Welt.
Bleiben Sie gesund. Und bleiben Sie zu Hause, soweit es Ihnen möglich ist.

isarbote.de hält Sie auf dem Laufenden. Wir sind (auch in diesen Ausnahmezeiten) für Sie da! Hier finden Sie häufig gestellte Fragen und Antworten rund um die vorläufige Ausgangsbeschränkung anlässlich der Corona-Pandemie. Und dazu noch das Neuste über die Soforthilfe Corona und weitere geplante Maßnahmen.

FAQ zur Ausgangsbeschränkung
Hier finden Sie häufig gestellte Fragen und Antworten rund um die vorläufige Ausgangsbeschränkung anlässlich der Corona-Pandemie.

Darf ich weiter Lebensmittel einkaufen?
Ja, aber nur alleine. Nehmen Sie nicht die ganze Familie mit zum Einkaufen. Je weniger Menschen im Supermarkt gleichzeitig aufeinandertreffen, desto besser. Wenn sie es nicht alleine schaffen, weil sie z.B. gehbehindert oder fortgeschrittenen Alters sind, darf Ihnen jemand beim Einkauf helfen bzw. für Sie einkaufen gehen.

Kann mein Kind alleine zum Bäcker gehen?
Generell sollten Sie dafür sorgen, dass Ihre Kinder so wenig Außenkontakt wie möglich haben. Gehen Sie selbst und schicken Sie nicht ihre Kinder.

Dürfen getrennt lebende Erziehungsberechtigte
einander die gemeinsamen Kinder übergeben?

Minderjährige zu begleiten und das Sorgerecht wahrzunehmen, ist erlaubt. Kinder können deswegen dem jeweils anderen Elternteil übergeben werden.

Ich halte mich zu Beginn der Ausgangsbeschränkung nicht am Wohnort auf. Wie komme ich nach Hause? Muss ich nach Hause?
Die Rückkehr nach Hause ist ein triftiger Grund und somit von der Verfügung gedeckt. Sollten Sie sich derzeit an einem anderen Ort aufhalten (z. B. in der Wohnung der Freundin in einer anderen Stadt), kann es sinnvoll sein, dort zu bleiben.

Darf ich noch Fahrradfahren, allein im Park joggen oder allein spazieren gehen? Darf ich mit dem Auto dorthin fahren?
Ja. Sport, Spazieren gehen und Bewegung an der frischen Luft sind gestattet. Allerdings ausschließlich alleine oder mit Angehörigen des eigenen Hausstandes und ohne jede sonstige Gruppenbildung. Bitte halten Sie Abstand.

Ich muss zum Arzt, aber habe keinen Termin, weil die Telefone überlastet sind. Darf ich raus?
Arztbesuche bleiben natürlich erlaubt. Bitte klären Sie aber vorher mit dem Arzt auf anderem Weg, z.B. per Mail, ab, ob ein persönlicher Besuch überhaupt nötig ist.

Darf ich Gassigehen mit dem Hund?
Das ist möglich allein oder auch mit anderen Haushaltsangehörigen, sofern keine Gruppe gebildet wird. Der Abstand zu anderen Menschen soll 1,5 m betragen.

Darf ich zu meinem Pferd an den Stall?
Bewegungen auf dem eigenen Anwesen bleiben natürlich erlaubt, es gibt keine Hausquarantäne. Liegt der Stall nicht auf dem eigenen Anwesen, darf man zum Tier, um es zu versorgen. Aber auch hier gilt: Die physischen und sozialen Kontakte zu anderen Menschen sind auf ein absolutes Minimum zu reduzieren.

Darf ich reiten?
Ja. Sport, Spazieren gehen und Bewegung an der frischen Luft sind gestattet. Allerdings ausschließlich alleine oder mit Angehörigen des eigenen Hausstandes und ohne jede sonstige Gruppenbildung. Bitte halten Sie Abstand.

Darf ich im Garten grillen?
Der eigene Garten darf gemeinsam mit den eigenen Familienangehörigen aus dem eigenen Hausstand genutzt werden, auch zum Grillen. Grillpartys oder ein „nettes Beisammensein“ mit weiteren Personen im Garten u. ä. dürfen keinesfalls stattfinden. Nachbarn oder Freunde dürfen nicht eingeladen werden. Und bei der Unterhaltung z. B. über den Gartenzaun gilt: Der Abstand zu anderen Menschen soll 1,5 m betragen.

Dürfen meine Kinder mit Kindern
aus anderen Familien zusammen spielen?

Auch wenn die Kinder wegen des Schulausfalls nun die meiste Zeit daheim verbringen, ist dies leider nicht möglich. Kontakte zu Menschen außerhalb des eignen Hausstands sollen auf ein Minimum reduziert werden sollen. Dies gilt für alle Altersstufen.

Ich habe einen alten, alleinstehenden Nachbarn. Darf ich für den weiterhin zum Einkaufen gehen?
Der Einkauf von Lebensmitteln ist weiterhin erlaubt. Die Unterstützung von älteren Menschen beim Einkauf ist sogar erbeten! Erlaubt ist auch der Besuch bei Alten, Kranken und Menschen mit Behinderung, die nicht dem eigenen Hausstand angehören, im privaten Bereich außerhalb von Altenheimen und Seniorenresidenzen. Für den Besuch bei älteren Menschen gilt aber generell, dass Besuche wegen der Ansteckungsgefahr auf ein absolutes Minimum zu beschränken sind.

Ist es sinnvoll, meine alten Eltern zu mir ins Haus/
in die Wohnung zu holen?

Davon wird dringend abgeraten, da ältere Menschen durch eine Ansteckung mit dem
Corona-Virus besonders gefährdet sind.

Dürfen Handwerker zu mir kommen?
Berufliche Tätigkeit ist erlaubt. Wenn zu Hause ein Notfall vorliegt, z. B. ein Wasserschaden, Heizungsausfall, eine kaputte Toilette, dann darf ein Handwerker kommen. Alle Arbeiten, die nicht notwendig sind, sollten allerdings auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden. Wo möglich, ist ein Mindestabstand von 1,5 m einzuhalten.

Darf meine Putzfrau in meine Wohnung zum Arbeiten kommen?
Berufliche Tätigkeit ist erlaubt. Trotz dieser Erlaubnis sollten aber andere Menschen, die nicht zum eigenen Hausstand gehören, nur in die Wohnung gelassen werden, wenn dies notwendig ist. Generell gilt: Alle Arbeiten, die nicht notwendig sind, sollten allerdings auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden. Wo möglich, ist ein Mindestabstand von 1,5 m einzuhalten.

Darf ich zur Post gehen und wird die Post weiterhin ausgeliefert?
Versorgungsgänge für die Gegenstände des täglichen Bedarfs sind erlaubt. Deshalb sind auch die Postämter geöffnet. Die Post wird weiterhin ausgeliefert.

Ist der ÖPNV weiter in Betrieb?
Der öffentliche Personennahverkehr ist essentiell für die Gesellschaft. Deswegen ist es wichtig, dass der ÖPNV auch weiter zuverlässig funktioniert. Viele Menschen sind auf den ÖPNV angewiesen. Alle haben ein Interesse daran, dass etwa Pflegepersonal oder Polizistinnen und Polizisten, aber auch die Beschäftigten des Einzelhandels zu ihrer Arbeit fahren können. Es gibt bereits Schutzmaßnahmen im ÖPNV. Außerdem sind natürlich die Hygieneregeln einzuhalten.

Darf ich einen Umzug durchführen?
Mein Mietvertrag wechselt am 1. April.

Jeder ist angehalten, die Kontakte zu anderen Menschen außerhalb der Angehörigen des eigenen Hausstandes auf ein absolutes Minimum zu reduzieren. Der Abschluss eines Mietvertrages und eine Wohnungsübergabe sind nicht explizit verboten. Wichtig ist zu überlegen, ob der Termin jetzt stattfinden muss oder auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden kann. Wenn nicht, ist bei einem Zusammentreffen z. B. zwischen Mieter und Vermieter bei der Wohnungsübergabe auf den Mindestabstand von 1,5 m zu achten. Die bekannten Hygieneregeln (keine Hände schütteln, Hände waschen) sollten unbedingt eingehalten werden. Ein Umzugsunternehmen darf den Umzug durchführen, denn berufliche Tätigkeiten sind erlaubt. Keinesfalls sollten „Freunde und Familie“ beim Umzug mit anpacken, sofern sie nicht Angehörige des eigenen Hausstandes sind.

Welche Regeln gibt es für Wohngemeinschaften?
Wer in einer häuslichen Gemeinschaft miteinander wohnt, kann dies selbstverständlich auch weiterhin tun. Gegenseitige Rücksichtnahme je nach Größe der WG ist besonders gefragt: Hygiene und Vorsorge gegen Ansteckung haben in diesen Tagen oberste Priorität. Vermeiden Sie jedoch soziale und physische Kontakte zu anderen Personen außerhalb der Wohngemeinschaft, um das Ansteckungsrisiko zu minimieren.

Wie funktioniert die Müllentsorgung während der Ausgangsbeschränkung?
Die Müllabfuhr als öffentliche Daseinsvorsorge ist natürlich in Betrieb. Zu diesem Thema sind auch die Bekanntmachungen der Kommunen und Landkreise zu beachten. Bei einem Gang zum Wertstoffhof, Mülldeponien, Kompostieranlagen gilt es zu überlegen, ob der Gang notwendig
ist. "Entrümpelungsaktionen“ können auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden. Zur Öffnung informieren Sie sich bitte auf der jeweiligen Homepage ihrer Gemeinde/Behörde.

Kann ich Behördengange erledigen?
Die meisten Rathäuser und sonstigen Behörden sind für den Publikumsverkehr geschlossen. Auch bei Behördengängen gilt zu überlegen, welche Vorhaben sich verschieben lassen und welche jetzt unbedingt sein müssen. Bitte informieren Sie sich auf der jeweiligen Homepage ihrer Gemeinde/Behörde über die telefonische Erreichbarkeit oder Erreichbarkeit per E-mail. Sie werden beraten, ob eine dringende Angelegenheit vorliegt, die keinen Aufschub duldet und nur mit persönlichem Erscheinen erledigt werden kann. Viele Angelegenheiten lassen sich mittlerweile auch online erledigen und sind nur ein paar Klicks entfernt.

Darf ich in die Kirche / Moschee?
Kirchen oder Moscheen dürfen, soweit sie geöffnet sind, alleine besucht werden. Gottesdienste finden nicht statt. Die Begleitung Sterbender sowie Beerdigungen im engsten Familienkreis sind möglich.

Kann ich meine Eltern besuchen fahren?
Jeder ist angehalten, die Kontakte zu anderen Menschen außerhalb der Angehörigen des eigenen Hausstandes auf ein absolutes Minimum zu reduzieren. Daher sollte auch ein Besuch bei den Eltern sehr gut überlegt sein und ist nur angezeigt, wenn sie unterstützungsbedingt sind, weil sie etwa auf Hilfe beim Einkauf angewiesen sind. Verzichten Sie bitte auf „Kaffeekränzchen“ und nutzen Sie lieber das Telefon oder Skype, um in Kontakt zu bleiben.

Kann ich meine Großeltern besuchen?
Jeder ist angehalten, die Kontakte zu anderen Menschen außerhalb der Angehörigen des eigenen Hausstandes auf ein absolutes Minimum zu reduzieren. Der Besuch bei älteren Menschen ist ein triftiger Grund, die eigene Wohnung zu verlassen, insbesondere wenn sie unterstützungsbedingt sind, weil sie etwa auf Hilfe beim Einkauf angewiesen. Für den Besuch bei älteren Menschen gilt generell, dass Besuche wegen der Ansteckungsgefahr auf ein absolutes Minimum zu beschränken sind.

Darf ich zu meinem Lebenspartner (nicht verheiratet)?
Ja, dies ist durch die Regeln gedeckt, man darf zu seinem Lebenspartner. Besuche, und damit auch das gemeinsame Spazierengehen, sind erlaubt. Mit „Lebenspartner“ ist nicht die Rechtsform gemeint, sondern die Beziehung, unabhängig von der Rechtsform.

Darf ich zu Freunden nach Hause?
Jeder wird angehalten, die physischen und sozialen Kontakte zu anderen Menschen außerhalb der Angehörigen des eigenen Hausstands auf ein absolut nötiges Minimum zu reduzieren. Deswegen ist dies leider nicht möglich. Man darf auch keine Freunde zu sich einladen oder sich gemeinsam zum Sport verabreden.

Darf ich mich im Freien mit 2 bis 3 Freunden treffen,
wenn wir Abstand halten?

Nein, das ist leider derzeit nicht möglich. Sport, Spazieren gehen und Bewegung an der frischen Luft sind gestattet. Allerdings ausschließlich alleine oder mit Angehörigen des eigenen Hausstandes und ohne jede sonstige Gruppenbildung.

Muss ich zur Arbeit? Ich habe dort Kontakt mit vielen Menschen.
Die Frage, ob man zur Arbeit muss, ist mit dem Arbeitgeber zu klären. Die Arbeitgeber sind aber aufgefordert, den Mindestabstand zwischen zwei Personen von 1,5 m auch bei der Arbeit sicherzustellen. Heimarbeit, z.B. im elektronischen Home-Office, sollte ermöglicht werden, wo immer das in Betracht kommt.

Habe ich meinem Arbeitgeber gegenüber einen Rechtsanspruch
auf Homeoffice?

Zur Ausübung beruflicher Tätigkeiten darf man die Wohnung verlassen. Ein genereller gesetzlicher Anspruch auf Homeoffice besteht aber nicht. In manchen Betrieben kann es allenfalls betriebliche oder tarifvertragliche Regelungen dazu geben. Die Arbeitgeber sind aber aufgefordert, Homeofficemöglichkeiten so weit als irgend möglich auszuschöpfen.

Mein Arbeitgeber lehnt Homeoffice ab, obwohl es meines Erachtens möglich ist. Kann ich Homeoffice durchsetzen?
Suchen Sie das Gespräch mit Ihrem Arbeitgeber. Eine gesetzliche Pflicht, Homeoffice zu gewähren gibt es derzeit nicht, solange dazu in Ihrem Unternehmen keine betrieblichen oder tarifvertraglichen Regelungen existieren.

Wie weise ich mich auf dem Weg in die Arbeit aus?
Der triftige Grund ist bei Kontrollen glaubhaft zu machen. Eine spezielle Ausweispflicht oder Passierschein ist nicht verpflichtend. Im Falle einer Kontrolle genügt es, z.B. durch einen schon vorhandenen Dienstausweis, einen Hausausweis, eine Schlüsselkarte des Arbeitgebers etc. oder durch ein sonstiges Schriftstück, das ggfl. der Arbeitgeber formlos zur Verfügung stellt, den Weg zur Arbeit glaubhaft zu machen. Es werden keine behördlichen Formulare vorgeschrieben.

Ist die Berichterstattung für Reporter sichergestellt?

Berufliche Tätigkeit ist erlaubt. Vertrauenswürdige Medien haben eine entscheidende Rolle bei der Verbreitung zuverlässiger Informationen und beim Kampf gegen Fake News. Aber auch Journalisten sollten Abstand halten zu Gesprächspartnern und sich verstärkt elektronischer Hilfsmittel benutzen.

Gibt es einen speziellen Ausweis für Journalisten?
An wen wende ich mich?

Der herkömmliche Presseausweis genügt.

Dürfen Anwälte oder Steuerberater noch Mandanten beraten?
Berufliche Tätigkeit ist erlaubt. Kanzleien können weiterhin arbeiten und z. B. telefonisch Beratung leisten. Zwischen Kollegen ist der Mindestabstand von 1,5 m sicherzustellen. Als Mandant kann man die Kanzleien nicht mehr aufsuchen.

Wie wird das Verbot durchgesetzt?
Die Polizei ist angehalten, die Einhaltung der Ausgangsbeschränkungen zu kontrollieren. Deswegen werden die Polizeistreifen noch einmal besonders verstärkt, damit die Bevölkerung überall diese Polizeipräsenz wahrnehmen kann. Passierscheine sind allerdings nicht verpflichtend vorgesehen. Die triftigen Gründe, die zum Verlassen der Wohnung berechtigten, sind bei Kontrollen glaubhaft zu machen, z. B. durch einen Dienstausweis auf dem Weg zur Arbeit oder durch ein Rezept auf dem Weg zur Apotheke.

Wer setzt die Ausgangssperre durch?
Die Polizei wird stichprobenartig Personen kontrollieren, die sich im öffentlichen Raum
aufhalten. Im Falle einer Kontrolle sind die triftigen Gründe durch den Betroffenen
glaubhaft zu machen.

Wie viele Polizisten werden eingesetzt? Erfolgt Unterstützung durch Hundertschaften der Bereitschaftspolizei oder durch die Bundeswehr?
Die normalen Polizeikräfte werden durch zusätzliche Kräfte der Bayerischen
Bereitschaftspolizei verstärkt.

Wie groß sind die Patrouillen?
Die Polizei ist angehalten, die Einhaltung der Ausgangsbeschränkungen zu kontrollieren. Deswegen werden die Polizeistreifen noch einmal besonders verstärkt, damit die Bevölkerung überall diese Polizeipräsenz wahrnehmen kann. Die Polizei wird stichprobenartig kontrollieren.

Was passiert bei Verstößen?
Wer dagegen verstößt, muss mit hohen Bußgeldern rechnen. Es können Geldbußen
bis zu 25.000 € verhängt werden.

Kann ich bei einem Verstoß auch verhaftet werden?
Ja. Nach § 74 des Infektionsschutzgesetzes können bei einem vorsätzlichen Verstoß bis zu fünf Jahre Haft verhängt werden, wenn dadurch jemand z.B. angesteckt wird.

Die Angaben der Staatsregierung werden hier laufend aktualisiert.


Soforthilfe Corona und weitere geplante Maßnahmen
Die Bayerische Staatsregierung hat ein Soforthilfeprogramm eingerichtet, das sich an Betriebe und Freiberufler richtet, die durch die Corona-Krise in eine existenzbedrohliche wirtschaftliche Schieflage und in Liquiditätsengpässe geraten sind.
Infos unter https://www.stmwi.bayern.de/soforthilfe-corona.

Mietern soll wegen Mietschulden in der Coronakrise nicht gekündigt werden dürfen. Das sieht eine Gesetzesvorlage der Bundesministerien für Justiz, Inneres und Wirtschaft vor, die der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vorliegt.

Gelten soll dies für Mietschulden aus dem Zeitraum vom 1. April bis 30. September 2020. Die Verpflichtung der Mieter zur Zahlung der Miete bleibe aber im Grundsatz bestehen. Auch weiteren Schuldnern, die wegen der Corona-Pandemie ihre vertraglichen Pflichten nicht erfüllen können, sollen keine rechtlichen Folgen drohen. Bei Darlehen soll es eine gesetzliche Stundungsregelung geben.

Die Vorlage soll an diesem Montag im Bundeskabinett und am Mittwoch im Bundestag beschlossen werden. In der Vorlage wird die Möglichkeit einer Verlängerung der Fristen um ein Jahr angelegt. „Sollte sich herausstellen, dass der Zeitraum von April bis September 2020 nicht ausreichend ist, (...) wird dem Bundesministerium der Justiz und Verbraucherschutz (...) die Möglichkeit eingeräumt, die (...) Befristungen (...) bis höchstens zum 31. Juli 2021 zu verlängern.“

Ausgesetzt werden solle die Insolvenzantragspflicht – „es sei denn die Insolvenz beruht nicht auf den Auswirkungen der Covid-19-Pandemie oder es besteht keine Aussicht auf die Beseitigung einer eingetretenen Zahlungsunfähigkeit“.


Start-up-Unternehmerinnen Jennifer Roscher, Gründerin der Kinderbetreuungsplattform "mymary". Foto: Andrea Pollak

Start-up-Unternehmerinnen Jennifer Roscher,
Gründerin der Kinderbetreuungsplattform „mymary“. Foto: Andrea Pollak

Start-up-Unternehmerinnen Marie-Luisa Puttich, Gründerin der "Hooray Box"

Start-up-Unternehmerinnen Marie-Luisa Puttich, Gründerin der „Hooray Box“. Foto: privat

Kita-to-go: Zwei Münchner Start-up-Gründerinnen bieten für Familien ein kostenfreies Spielekonzept mit virtueller Betreuung an, um den neuen Familienalltag besser bewältigen zu können

Von Andrea Vodermayr
Die Corona-Krise verändert die Welt. Und vor allem auch den Alltag der Familie. Plötzlich sind alle Familienmitglieder Zuhause an einem Ort. Kindergärten, KITAS und Schulen sind geschlossen. Die Eltern müssen nun zu Hause im Homeoffice arbeiten und sich dabei ganz allein um ihren Nachwuchs kümmern. Eine Nanny nach Hause zu bestellen oder die Kinder bei Freunden oder Großeltern abgeben, das ist nun nicht mehr möglich. Frühstück machen, basteln, spielen, kochen und dabei auch noch arbeiten? Viele Eltern kommen in dieser Situation schon jetzt an ihre Grenzen.

Zwei junge Münchner Start-up-Unternehmerinnen habe eine Lösung parat. Jennifer Roscher, die Gründerin der Kinderbetreuungsplattform „mymary“, und Marie-Luisa Puttich, die Gründerin der „Hooray Box“. Die beiden haben sich Gedanken gemacht, wie man Familien in dieser Zeit unterstützen kann. Ihr Beitrag: Ein kostenfreies Online-Spielekonzept für Kinder mit einem Tagesplan für jeden Wochentag mit Spiel- und Bastelideen, ergänzt von einer virtuellen Kinderbetreuung.

„Viele Eltern sind mit der neuen Situation überfordert, und da möchten wir beide helfen“, so Marie-Luisa Puttich. Sie hat „Kita-to-go“ entwickelt: „Diese Box wird in den ersten Wochen komplett kostenfrei an Familien per Email versendet. Jede Woche steht unter einem unterschiedlichen Motto, zum Beispiel Zirkus oder Ostern. Dieses Motto dient als Leitfaden für die gesamte Kita-Woche und soll den Familien zu den unterschiedlichsten Aktivitäten mit ihren Kindern inspirieren. Eine Mottokarte dient jeden Tag als Startpunkt für die Aktivitäten. Zudem bekommt man jeden Wochentag einen Tagesplan mit konkreten Spiel- und Bastelideen. Es ist eine große Bereicherung und vor allem Erleichterung für Familien, um eine Struktur im Alltag zu finden, aber natürlich auch die Kinder kognitiv zu fordern und die Motorik zu fördern. Es entsteht sogar mittlerweile eine große Community daraus, denn die Familien teilen auf Social Media ihre Erfahrung und Ihren Spaß mit den Kindern.“

„Jetzt fragen sich bestimmt viele, wie das funktionieren kann, wenn sie als Eltern wegen der Arbeit im Home Office nicht daneben sitzen und Ihren Kindern dabei helfen können“, so Jennifer Roscher. „Genau deswegen haben wir dieses Konzept erweitert: Man kann für die unterschiedlichen Aktivitäten unsere Sozialpädagogen von mymary als virtuelle Kinderbetreuung gegen Gebühr dazu buchen. Das einzige was dazu benötigt wird, sind die Materialien, die in den Tageskonzepten aufgezählt werden und ein Laptop mit Videotelefonie Funktion - und schon kann es losgehen. Die Babysitterinnen sind auf das Konzept von Hooray Box geschult und haben diese Materialien ebenfalls vorliegen. Somit können Sie zum Beispiel jeden Morgen um 9 Uhr eine Babysitterin buchen und diese übernimmt dann die Morgenroutine mit den Kindern.

So hat man die Zeit, zwei Stunden zu arbeiten. Weniger kreative Eltern werden entlastet, weil alle Ideen vorgeben sind. Die Kinder sind ausgeglichener und schaffen es so, sich selbst zu beschäftigen. Die tägliche Struktur gibt ihnen ein Gefühl der Sicherheit. Die Kinder werden umfassend gefördert, da die Spiele auf unterschiedliche Lernbereiche abzielen. Pläne lassen sich flexibel anpassen und unterstützen die Balance zwischen Arbeit und Kinderbetreuung. Die unterschiedlichen Mottos geben der gesamten Woche einen roten Faden, und auch hier gilt wieder: Struktur schafft Sicherheit. Dadurch, dass kein Stress aufkommt, sind die Eltern nicht gestresst die Kids auch nicht - ein positiver Zirkel.“

Wie ist diese Idee entstanden? Marie hat lange eine Kita geleitet und ist ausgebildete Erzieherin und Erziehungswissenschaftlerin. Aufgrund ihres umfangreichen Wissens und großen Erfahrungsschatzes möchte sie in dieser Situation ihre Learning mit den Eltern teilen. Ihre Hooray Boxen eignen sich für viele Anlässe: Für Kindergeburtstage, für Hochzeiten oder für die kleine Spiel- und Spaßüberraschung Zuhause.

Jennifer hat jahrelang selbst als Babysitterin gearbeitet. Sie bringt mittlerweile bei mymary über tausend Familien mit geprüftem, qualifiziertem und trainiertem Kinderbetreuungspersonal auf Ihrer Plattform zusammen - und das Deutschlandweit. Eine Plattform ohne versteckte Kosten, für den sofortigen oder regelmäßigen Bedarf inklusive Versicherung.

“Let´s play, let´s think, let´s move, let´s read, let´s eat, let´s create… Wir gehen genau auf die Bedürfnisse der Kids ein: lesen, lernen, spielen…. Zudem gibt es Tipps für das gesunde Mittagessen“, erklärt Jennifer Roscher. Unser Motto ist es, gemeinsam den Familien in der Corona-Krise zu helfen.“ Und das kommt gut an: „4000 Familien haben sich schon für das Konzept angemeldet.“ Und noch einen guten Aspekt hat das Konzept: „Durch die virtuelle Kinderbetreuung versuchen wir, die Arbeitsplätze der Nannys zu retten und auch weiterhin zu erhalten.“ Weitere Infos unter www.kitatogo.de, bei Fragen contact@mymary.com.


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Foto: Heye Jensen/BUND

Gegen den Lagerkoller: Stadtnatur entdecken

Der Frühling ist da und lädt dazu ein, Zeit außerhalb der eigenen vier Wände zu verbringen. Der Aufenthalt im eigenen Garten oder auf der Wiese nebenan ist für Bewohnerinnen und Bewohner des ländlichen Raums eine willkommene Abwechslung in Zeiten von eingeschränkter Bewegungsfreiheit. In den Städten wird das schon deutlich schwieriger: Grünflächen sind begrenzt vorhanden, gleichzeitig ist Abstandhalten das Motto der Stunde.

„Aktuell wird bewusst, wie wertvoll unser Stadtgrün ist“, sagt Afra Heil, Expertin für Stadtnatur beim Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND). „Die weitläufigen Parks und öffentlichen Grünanlagen bieten in den dicht bebauten Städten die Möglichkeit, sich außerhalb der eigenen vier Wände zu bewegen und gleichzeitig den gebotenen Abstand zu Mitmenschen zu wahren. Stadtnatur leistet so einen wichtigen Beitrag für das Wohlbefinden der Menschen.“

Jetzt, da es keine Gelegenheit gibt, „mal rauszufahren“ oder andernorts Urlaub zu machen, empfiehlt der BUND unter Einhaltung der aktuellen Regelungen zu Kontakt und Abstand die Natur vor der eigenen Haustür zu genießen. „Ob spazieren gehen, joggen oder zum Beispiel mit der Familie mit einem Boule- oder Kubbspiel losziehen: Sonne, frische Luft und Grün tun einfach gut“, rät die BUND-Stadtnaturexpertin.

Vor allem wenn Spielplätze geschlossen sind, können grüne Freiräume aufregende alternative Spielmöglichkeiten bieten. Besonders spannend ist es für Familien mit Kindern, Tiere zu beobachten und Pflanzen zu bestimmen. Bestimmungshilfen finden Sie im Internet und auf den Internetseiten des BUND. Aktuell können Sie Frühblüher wie Krokusse, Hyazinthen und Buschwindröschen entdecken, die so manche Grünfläche in ein Blütenmeer verwandeln. Die ersten Schmetterlinge und Bienen sind ebenfalls bereits unterwegs und auf Nahrungssuche.

Sorgen Sie dafür, dass auch Andere die Grünanlagen genießen können: Lassen Sie keinen Müll zurück, betreten Sie blühende Flächen nicht und stören oder scheuchen Sie keine Tiere auf.

„Es ist wichtig, dass wir uns für unsere Stadtnatur einsetzen und grüne Freiräume in den Städten langfristig erhalten, da sie viele Funktionen für den Menschen, das Zusammenleben und auch für das Klima haben“, gibt Heil zu bedenken. So gefährden Bebauung und Stadterneuerung die vorhandenen Grünflächen und damit auch die Lebensräume von Tieren und Pflanzen. Heil abschließend: „Jeder und jede kann einen Beitrag zum Erhalt der Stadtnatur leisten: Engagieren Sie sich in Bürgerinitiativen, bei öffentlichen Bürgerbeteiligungen oder bei Ihrer örtlichen BUND-Gruppe für den Erhalt unserer Stadtnatur.“ Weitere Informationen unter www.bund.net/stadtnatur.

Bestimmungshilfe „Die häufigsten Hummelarten – Was brummt denn da?“:
www.bund.net/service/publikationen/detail/publication/die-haeufigsten-hummelarten-was-brummt-denn-da.

Schmetterlingskalender – „Wann fliegt wer?“:
www.bund.net/service/publikationen/detail/publication/schmetterlingskalender-wann-fliegt-wer.

Hinweis: Bitte beachten Sie bei Ihren Spaziergängen und Naturerkundungen die empfohlenen Abstands- und Hygieneregeln und vermeiden Sie unnötige Kontakte und Gruppenansammlungen.

Angesichts der Ausbreitung des Corona-Virus ergreift auch der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) alle notwenigen Vorsichtsmaßnahmen. So arbeiten die Mitarbeiter*innen verstärkt im Home-Office und nutzen Telefonkonferenzen und digitale Medien für die Kommunikation. Wir alle tragen Verantwortung im Kampf gegen eine weitere Verbreitung der Krankheit. Gesamtgesellschaftliches Handeln ist das Gebot der Stunde. Von diesem Bewusstsein lassen wir uns stets auch bei unserem Einsatz für den Umwelt- und Naturschutz leiten. Trotz Corona-Krise ist es daher wichtig, dieses Engagement unter Berücksichtigung der gebotenen Vorsichtsmaßnahmen fortzusetzen. Auch die Klimakrise und das Artensterben sind weltweite Krisen, die nicht aus dem Blick geraten dürfen. Umwelt- und Naturschutz betreffen uns alle unmittelbar.

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Kunstmalerin Heidi Winkler
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Tel. 0 83 74-80 81

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