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Theater

Franziska Wanninger. Foto: Josepha&Markus

Franziska Wanninger. Foto: Josepha&Markus

Premiere! Theater im Schlachthof, München
Franziska Wanninger - Für mich soll’s rote Rosen hageln

Franziska Wanningers neues Kabarett-Soloprogramm ist eine launige Hommage an die Leichtigkeit. Nur wie oft stehen sich Freude und Abgrund näher als man glaubt! Da meint man „Oh Wunder!“ was das Leben für einen bereithält und am Ende ist es doch wieder bloß ein veganer Schweinsbraten. Also eine Zwiebel und ein Sträußerl
Petersilie. Ja mei. „C’est la vie“ oder „Tel Aviv“ wie der Niederbayer sagt.

Die Vollblutdarstellerin erzählt mitreißend von der Jugend im Internat, falschen Vorsätzen und Dating in Zeiten von Videocalls. Letzteres lässt sich aber wenigstens ausschalten, sobald der Typ meint, Goethes Faust ist eine Boxerzeitung. Nebenbei analysiert sie aberwitzig das Leben in minimalistischen Designwürfelhäusern oder die Herzlichkeit von dazugehörigen
Vorgarten-Steinwüsten.

Wanninger schaut den Leuten aufs Maul, singt von den Untiefen des Lebens, schafft es wie immer mit wenigen Charakterstrichen schwungvoll und pointenreich ganze Welten zu erschaffen. Dabei zeigt sie humorvoll, dass das Glück nicht mit einem Rasenroboter beginnt, sehr wohl aber mit Dinkelkräckern aufhört.

Mit dabei in ihrem vierten Soloprogramm sind wieder viele, herrlich satirisch auf den Punkt gebrachte Figuren. In einem Wimpernschlag verwandelt sie sich von der naiv-
geschäftstüchtigen Influencerin zum bierdimpfelig-aufplusternden Stammtischbruder, immer auf der Suche nach dem prallen, schönen Leben. Denn „das haben schließlich schon viel Blödere gschafft!“ - www.franziska-wanninger.de.

Premiere! Theater im Schlachthof, München
Franziska Wanninger - Für mich soll’s rote Rosen hageln
Fr, 8. Okt. 2021 // 20 Uhr (Einlass: 18 Uhr), Tickets: https://im-schlachthof.fairetickets.de/tqug8/ (es gilt 3G, keine Maskenpflicht am Platz)
weitere Termine: u.a. 21.10. Germering, 23.10. Holzkirchen, 28.10. Zusmarshausen,
29.10. Würzburg, 30.10. Traunstein, 4.11. Oberhausen, 7.11. München (Nockherberg),
13.11. Gauting, 26.11. Ingolstadt … www.franziska-wanninger.de/tourplan/.


FTM

Die schwarze Prozession 1979. Foto: FTM || POP AMOK, 2021. Foto: Tom Hauzenberger

FTM Freies Theater München 50+1
Straßentheaterprozession, Live Acts und Wiederaufnahme von POP AMOK

Kurt Bildstein, geboren 1942, gründete zusammen mit George Froscher (1927-2015) im Jahr 1970 das Freie Theater München (FTM). Sie bauten eine Theatergruppe auf, die Bewegungs-, Straßentheater und Akrobatik umfasste. 1979 entdeckten Froscher und Bildstein eine leerstehende Fabrikhalle (damals: Dachauer Straße 112,
Gebäude 39) und widmeten diese in eine Theaterhalle um. Damit war der Grundstein für das heutige „PATHOS Theater“ gelegt. Hier finden zum 50+1-jährigen Bestehen des FTM zahlreiche Jubiläumsaktivitäten statt.


Die Schwarze Prozession, 18. September, 12 bis 15 Uhr vom Odeonsplatz zum PATHOS Theater, mit Stelzern, Performern und einer Band
Als szenische Vorankündigung der Ausstellung des Deutschen Theatermuseums zum Thema „Freie Darstellende Künste in München“ (Eröffnung im Mai 2022) und anlässlich der Feierlichkeiten zum Jubiläum 50+1 des Freien Theaters München (FTM) zieht eine imposante Prozession ganz in schwarz gekleideter Gestalten mit weiß geschminkten Gesichtern – bestehend aus virtuos sich bewegenden Stelzenakrobaten ( ZEBRA - Straßentheater und DIE STELZER aus Landsberg a. Lech), Performern und Musikern durch die Stadt. Diese „Schwarze Prozession” beginnt am Odeonsplatz.

In aller Öffentlichkeit verwandeln sich die Darsteller in Figuren der „Schwarzen Prozession”, schlüpfen in ihre Kostüme, schminken ihre Gesichter weiß, schnallen ihre Stelzen an, stimmen die Instrumente und stellen sich zu ihrer Prozessionsformation auf. Die einzelnen Figuren und Objekte der Prozession zitieren einige Stationen aus der 50+1-jährigen Geschichte des FTM: Ganz vorn, mit seinem Stock, der Dirigent. Er bestimmt den Weg, das Tempo und die kurzen Stopps. Dann folgt das überdimensionale Megaphon aus „Medea” (1991). Es folgt der „Teufel” auf hohen Stelzen, ganz in schwarz mit violettem Umhang, aus dem Straßentheater „Der Ablass - Tetzel & Co” (1977/78).

Dann der Schlagzeug-Wagen aus der FTM-Produktion „POP AMOK” (2019), auf großem Banner der Hinweis auf die kommende große Ausstellung „Freie Darstellende Künste in München” im Deutschen Theatermuseum. Es folgt eine Blechblaskapelle in Schwarz, danach ein großes, in weiße Laken gehülltes Holzpferd aus der „Bergprozession” auf den Olympiaberg (Theaterfestival 1980). Dann eine dunkelgekleidete, kunstvoll gehende Stelzengruppe mit Bannern, gefolgt von der hohen schwarzen Stelzenfigur mit langer schwarzer Schleppe und zwei Schleppenträgern aus der „Schwarzen Prozession“ (1976). Das Ende bildet ein Komikerpaar, zwei „Müllmänner”, mit Abfallwagen, Besen und Schaufel.

Die Prozession endet im Kreativquartier, am PATHOS THEATER.

18. und 19. September, PATHOS Theater: 50+1 JAHRE FTM –
Lebendiges Archiv

- Ausstellung mit Fotodokumentationen, Video- und Audioinstallationen
aus dem Schaffen des FTM
- TISCHGESPRÄCHE: Theaterexperten, Kritiker, Wegbegleiter, ehemalige und heutige Mitwirkende und das Publikum diskutieren über die Stationen und Arbeitsfelder des FTM im Kontext der Münchner Freien Szene
- Live Acts mit Zebra Theater und Die Stelzer, beides Gruppen, die aus dem FTM hervorgegangen sind, sowie PerformerInnen und MusikerInnen des FTM, mit rollenden
Objekten, Livemusik und Projektionen auf die Fassaden der umliegenden Gebäude.

23.9., 21.00 Uhr | 24.9., 21.00 Uhr | 25.9., 22.00 Uhr | MUCCA
FTM / Kurt Bildstein: POP AMOK (Wiederaufnahme)

Die Geschichte der Pop-Band „Die Hallodus“ nach einem Stück von Markus Riexinger
Was ist heute überhaupt noch erlaubt? In der Kunst, in der akademischen Lehre, im Alltag? „Es gibt Beispiele, wo Jura-Studenten Vorlesungen über Themen wie Vergewaltigung, Literatur-Studenten Vorlesungen über Klassiker wie z.B. Shakespeares ’Kaufmann von Venedig’ (geschrieben zwischen 1596 und 1598), wegen Antisemitismus oder ’Titus Andronicus’, wegen Gewalt und Grausamkeit ablehnen. Gewarnt wird vor ‚Expliziter Sprache’, ‚Sexuellen Situationen’, ‚Erwachsenen-Humor und -Inhalten’ etc... Nicht nur die ‚Interact-Theatre-Company’ in Philadelphia hat einen ‚Safe Space’ für ‚Sensitive Guys’ eingerichtet, die traumatische Theatererfahrungen dort diskutiert und anderweitig behandelt sehen können“, sagt Kurt Bildstein. Bernd Graff fragte in der Süddeutschen Zeitung: „Es gibt jetzt eine Generation junger Erwachsener, die erwartet, vor jeglichem Unbehagen gewarnt oder geschützt zu werden. Was aber soll Kunst noch, wenn man von ihr nicht mehr überrascht werden darf?“ Kann der Künstler sich nur noch als Hofnarr frei äußern?

Samstag, 18. September bis Samstag, 25. September 2021
FTM Freies Theater München
50+1

Straßentheaterprozession, Live Acts und Wiederaufnahme von POP AMOK
www.freies-theater-muenchen.de
Eintritt frei.


Diana Körner, Janina Hartwig, Stefan Zimmermann, Ursula Buschhorn, Iris von Zastrow. Fotos: Hoftheater München

Diana Körner, Janina Hartwig, Stefan Zimmermann, Ursula Buschhorn, Iris von Zastrow.
Fotos: Hoftheater München

Marco Michel

Marco Michel. Foto: Jürgen Ruckdeschel

VIP-Eröffnung des neuen Hoftheaters

Mit einer umjubelten VIP Preview von „EIN KUSS – ANTONIO LIGABUE" wurde jetzt das neue, feine Hoftheater München im Stemmerhof in der Plinganserstraße in Sendling eröffnet. Standing Ovation bekam der Schweizer Schauspieler Marco Michel für sein Stück, das in New York vom United Solo Festival bereits als "Best International
One-Man-Show" ausgezeichnet wurde, von seinen zahlreichen Schauspielkollegen wie Ursula Buschhorn, Janina Hartwig, Peter Kremer, Diana Körner, Timothy Peach und Nicola Tiggeler, Nikola Norgauer, Gert Silberbauer und Paul Kaiser.


Sichtlich stolz begrüßen die Hoftheater München Geschäftsführer:innen Iris von Zastrow und Stefan Zimmermann die Ehrengäste: „Zu meinem 50-jährigen Bühnenjubiläum freut es mich, hier mitten in Sendling ein Zuhause für die Kultur gefunden zu haben. Mit unserem Hoftheater wollen wir ein Gastspieltheater für die Künstler und die Münchner sein." Die beiden Geschäftsführer sind keine Neulinge in der Branche. Der Münchener Regisseur und Schauspieler Stefan Zimmermann und die Unternehmensberaterin Iris von Zastrow betreiben bereits seit 2001 die „a.gon Theater GmbH", die mit über 200 Aufführungen pro Jahr ein fester Bestandteil der Gastspielbranche ist.

Walter Kunz und Elisabeth Stemmer-Kunz, Vermieter und Macher vom Stemmerhof, dem schönsten Dorfplatz Münchens, fügten hinzu „Kultur ist einfach wichtig für das Leben, es ist etwas für die Seele, daher freut es uns diese neue Kulturstätte bei uns im Stemmerhof zu haben." Michel Guillaume kam nicht nur, weil er mit dem Stück „Bei Anruf Mord" ab dem
2. Oktober im Hoftheater auf der Bühne steht, sondern war Mit-Gastgeber und stellte sein neues Konzertprogramm SoundscoutsOpenMic im Hoftheater München vor. 24 Jahre lang war Guillaume in der ZDF-Reihe Soko München als Kriminaloberkommissar Theo Renner auf Verbrecher-Suche, jetzt sucht der Schauspieler, Regisseur und Musikproduzent Musiktalente.

Am 27. September startet sein, von ihm und Musiker Uli Nöcker, Saxophonist bei „Woolf & the Gang", initiiertes, neues Musik Projekt: „Wir werden an zunächst zwei Abenden im Monat sowohl bereits bekannten und etablierten als auch ambitionierten (Nachwuchs-)Künstler:innen aus dem Großraum München einerseits, dem Münchner Publikum andererseits im Hoftheater eine neue Bühne bereiten. Jeder von uns hat einen großen Nachholbedarf an Kunst und Kultur: das Publikum will wieder Konzerte besuchen, und die Künstler:innen brennen darauf, endlich wieder auf die Bühne zu dürfen und zu spielen. Unsere musikalische Bandbreite reicht von
Jazz über Blues, Rock, Funk, Pop bis hin zu Folk, wobei wir uns da allerdings kaum Grenzen setzen - z.B. diskutieren wir derzeit auch, Stand-up-Comedy und Lesungen mit ins
Programm aufzunehmen."

Den Auftakt macht am 27. September die Gruppe „DeHÖRMANN" rund um Frontfrau Veronika Hörmann. Ob Hauptdarsteller Marco Michel nun den ersehnten Kuss in seinem Stück
„EIN KUSS – ANTONIO LIGABUE ", das das Leben des lange verkannten, ausgegrenzten und verspotteten schweizerisch-italienischen Malers Antonio Ligabue (1899 – 1965) erzählt, bekommen hat, wird hier noch nicht verraten, aber das brillante Stück steht noch eine Weile auf dem Spielplan des Hoftheater München.

Unter den Ehrengästen auch Katrin und Ernst Michel, die Eltern von Marco sowie Helmut Markwort und Patrizia Riekel. Und zur After Party kamen die Schauspieler:innen Benedikt Zimmermann, der Sohn von Stefan Zimmermann, Joanna Semmelrogge, Julia Uttendorfer und Derek Nowak zum Gratulieren vorbei.

Hoftheater_Stefan Zimmermann Michel Guillaume Iris von Zastrow

Stefan Zimmermann, Michel Guillaume, Iris von Zastrow.

Stefan Zimmermann, Walter Kunz, Elisabeth Stemmer-Kunz, Iris von Zastrow

Stefan Zimmermann, Walter Kunz, Elisabeth Stemmer-Kunz, Iris von Zastrow.

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www.heidi-winkler.de

Kunstmalerin Heidi Winkler
Wohlmutserweg 2
87463 Dietmannsried
Tel. 0 83 74-80 81

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