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Nick MacKenzie, das große Jugend-Idol von Kirr-Royal-Chef Jürgen Christ (rechts)

Nick MacKenzie, das große Jugend-Idol von Kirr-Royal-Chef Jürgen Christ (rechts).
Fotos: Klaus Weißenberg

Nick MacKenzie

Nick MacKenzie: Comeback in München
„Mr. Juanita“ über Erfolg, Frauen und Trinkgewohnheiten

Von Daniela Schwan
Erinnern Sie sich noch? 1974 hatte er den Mega-Hit „Juanita“, der fünf Jahre lang rauf und runter gespielt, insgesamt über eine Million Mal verkauft wurde und ihm die „Goldene Schallplatte“ einbrachte. Juanita gab es übrigens wirklich. „Eine
Jugendliebe, aber ganz ganz lange her“, winkt Nick MacKenzie ab. Damals klang es sehnsüchtiger: „Oh, warum bist Du so weit weg und Dein Herz gehört mir, doch wir werden uns wiederseh’n und dann bleib´ ich bei Dir“, so ein Refrain aus dem Songtext.


Auch weitere Songs wie „Peaches On A Tree“ oder „ One is One“ schafften es in die Charts, 1980 konnte er mit „Hello Good Morning“ in Deutschland einen erneuten Hit erzielen. Dann wurde es still um den schnauzbärtigen Niederländer. „Ich habe auf der Überholspur gelebt und viel Geld gemacht. das ist wie Wasser geflossen, und genauso schnell wurde es wieder ausgeben“, beschreibt der inzwischen 68-Jährige seine vergangenen Mega-Erfolge mit spitzbübischem Lächeln.

Ein Lächeln, das Nick MacKenzie bis heute erhalten geblieben ist. „Ich war nie ein Künstler, nie ein Entertainer, nur ein Sänger. Hab’ mich auch nie als Idol gesehen und war nie ehrgeizig, kein Show-Geschäftsmann und hab’ mir auch nie irgendwelche Vorschriften machen lassen“, resümiert er. 1996 versucht er mit der CD „The Best And More Today“ ein Comeback in
Holland. Und floppt. Seine Karriere scheint endgültig vorbei zu sein.

Jetzt, mehr als zwei Jahrzehnte später, taucht er in der Münchner 80er-Jahre-Event-Bar „Kirr Royal“ auf und verkündet: „I'm back, ich bin zurück!“. Sein erster Live-Auftritt nach langer Zeit vor 250 Fans. Mit seiner letzten Doppel-CD „Mystery“ und „Mystique“ mit 26 aktuellen Songs im Country-Style im Gepäck. Seine Stimme: ein Mix aus Whiskey und Samt. „Jaaaa, ich kann’s noch, auch wenn ich ganz schön nervös war und erst einmal ein paar Gläser Wein brauchte, damit die Texte zurückkommen. Sonst sind sie weg vor Lampenfieber, das ist bei mir immer so“, verrät er.

Alkohol nicht nur als Stimmungsmacher. „Früher wurde schon vor dem Auftritt sehr viel getrunken, und danach sind wir noch mit dem Tourbus nach Hause gefahren“, erinnert sich der Sänger kopfschüttelnd. Und sinniert über sein Leben: „Ich hatte alles, vom Luxus über Auftritte in der ganzen Welt bis zum Promi-Status, der mich aber eher gelangweilt hat.“ Ganz nach seinem Motto „leben und leben lassen.“

Jetzt tritt manchmal seine Tochter mit ihm auf. „Und ich habe zwei gelungene Enkel, zwei und drei Jahre alt, für die ich das mache, damit sie auch ein bisschen stolz auf ihren Großvater
sind.“ Lacht. Und wird sofort wieder ernst. „Vor sechs Jahren ist meine Frau an einem Schlaganfall gestorben. Und ich habe meine unerfüllte Liebe wiedergefunden und treffe mich jetzt mit ihr.“

Ah, jene Juanita? MacKenzie schüttelt energisch den Kopf und lenkt ab, er habe viel zugenommen, „ich sah aus wie das Michelin-Männchen“ – aber jetzt sei er dabei, wieder abzunehmen. Oftmals habe er zu viel getrunken, jede Menge Houseparties gefeiert. „Aber inzwischen gibt es bei uns zu Hause gar keinen Alkohol mehr. Ja, das ist mein Leben, ein Up and Down and Up." Glücklich ist er vor allem jetzt, als Großvater, „das Schönste, was ich in meinem Leben mitgemacht habe.“

Heute lebt er zwischen Rotterdam und Antwerpen, spielt Poker mit seinen Freunden und unternimmt viel mit seinen Enkeln. Die Zeiten, in denen bergeweise Fanpost ins Haus strömte, sind lange vorbei. „Meine Assistentin kam gar nicht nach, sie zu beantworten. Als meine Tochter noch klein war, hat sie die Briefe einfach zerrissen“, erinnert er sich lächelnd. Zwischendurch arbeitete er auch als Stimm-Coach. Seine Maxime: „Das Wichtigste neben einer guten Stimme ist es, mit dem Herzen zu singen.“

Wie geht es nun weiter? „Ich habe schon weitere Buchungen für Auftritte in Deutschland und in Österreich, und meine CDs verkaufen sich auch!“ Seine größte Freude: „Wenn ich noch ein kleines bisschen Erfolg habe und ein bisschen Geld verdiene für meine Enkel, mehr will ich gar nicht“, erzählt der ehemalige Superstar bescheiden, während er Autogramme gibt und auf die niederländische Telefonnummer im CD-Cover deutet: „Hier könnt Ihr mich erreichen, ich geh auch persönlich ran“, schmunzelt er in die Runde.

Wie hatte er sich noch selbst beschrieben? „Irgendwie kompliziert, aber ganz normal und am Teppich geblieben.“ Und sehr sympathisch. Das findet auch MacKenzie-Fan und Kirr-Royal-
Betreiber Jürgen Christ. Sein Event-Konzept mit Live-Auftritten mit Stars aus den 80er Jahren geht auf: Am 4. Mai und am 22. Juni sind die Schlager-Ikonen Nicki und Claudia Jung
bei ihm zu Gast …

Das Kirr Royal an der Rosenheimer Straße setzt auf Live-Events, hier mit Nico Sücker (u.a. "DSDS") und Nick MacKenzie 1974 und heute: Nick MacKenzie mit dem Plattencover seines Mega-Hits

Das Kirr Royal an der Rosenheimer Straße setzt auf Live-Events, hier mit Nico Sücker (u.a. „DSDS“) und Nick MacKenzie.

1974 und heute: Nick MacKenzie mit dem Plattencover
seines Mega-Hits.

Beim Walk durch die City mit VIP-Journalistin Daniela Schwan plaudert Nick MacKenzie aus seinem bewegten Leben
Erfolgreiches Comeback im Kirr Royal: mehr als 250 Fans grölten mit. Und wollten Zugabe um Zugabe

Erfolgreiches Comeback im Kirr Royal:
mehr als 250 Fans grölten mit. Und wollten Zugabe um Zugabe.

Beim Walk durch die City mit
VIP-Journalistin Daniela Schwan plaudert Nick MacKenzie aus seinem bewegten Leben.

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