isarbote.de - Deutsche Netzzeitung für München und Bayern
Flughafen München
Flughafen München
IDer Rezepteblog von Kultbäcker Martin Schönleben

Ich backe anders
Der Rezepteblog von Kultbäcker Martin Schönleben

>> mehr

isarbote.de-Interview

Alexandra Polzin. Foto: Alexandra Polzin
Alexandra Polzin. Foto: Alexandra Polzin

Fotos: Alexandra Polzin

Alexandra Polzin sucht neue Talente
Die Moderatorin macht andere fit fürs Showgeschäft

Von Andrea Vodermayr
Traumberuf Moderatorin. Seit mehr als 20 Jahren steht Alexandra Polzin (45) schon vor der Kamera. Die gebürtige Berlinerin und Wahl-Münchnerin moderierte in der Vergangenheit zahlreiche Events – von Galas über Messen bis hin zu Firmenveranstaltungen –, ist ein festes Gesicht beim Shoppingsender HSE und war, bis Corona, auch ein gern gesehener Gast auf dem roten Teppich. Jetzt sucht sie neue Talente! Die Moderatorin macht jetzt auch Coaching und somit ihre jungen Kollegen/innen fit für die Kamera: „Ich gebe mein Wissen jetzt auch an die junge Generation weiter.“

Ein großer Trend, wie sie erzählt: „Die Jungen wollen alle ins Rampenlicht, egal ob als Schauspieler, Moderator oder Instagram- oder YouTube-Star. Aber der richtige Auftritt vor der Kamera will gelernt sein. Wer bei Instagram eine Riesen-Fangemeinde hat, kann sich noch nicht unbedingt richtig vor der TV-Kamera bewegen.“ Deshalb investiert sie nun auch einen Teil ihrer Arbeitszeit ins Coaching und in die junge Generation: „Mein großer Traum war es immer, eine eigene TV-Unterhaltungssendung zu moderieren. Jetzt verhelfe ich der jungen Generation dazu, diesen Traum zu verwirklichen“.

Im Interview spricht die Moderatorin, die mit dem Sport-Moderator Gerhard Leinauer verheiratet ist, über ihr zweites Standbein.
Sie stehen nun nicht mehr nur vor, sondern auch hinter der Kamera.
Wie kam es dazu?

Alexandra Polzin: „Ja, ich suche jetzt neue Talente. Das war schon immer ein großer Traum von mir. Entertainer, die sprechen, singen UND tanzen können. Diese Leute brauchen wir, weil ich finde, dass wir in Deutschland viel zu wenige solcher Stars haben. Vor allem kommen zu wenige Junge nach. Vor circa einem Jahr, zu Beginn des ersten Lockdowns, ging es mit dem Coaching bei mir nochmal richtig los. Ich habe schon viele Jahre lang andere gecoacht, gebe auch Seminare und habe einen Lehrauftrag.

Ich hatte aber nie die Zeit, da meine TV- und Event-Moderationen mich komplett ausgelastet haben. Als die Event-Moderationen dann erst einmal krisenbedingt wegfielen, kam neben Corona eine weitere Aufgabe auf mich zu: Nämlich die derjenigen, die zu Hause saßen und sich überlegt haben: ‚Wer bin ich? Wie präsentiere ich mich jetzt am besten?‘ Menschen, die gesagt haben: ‚Ich möchte mich jetzt zeigen und meine inneren Stärken herausarbeiten. Oder eben das Produkt oder Label, das hinter meinem Namen steht, verkaufen. Die Zuschriften kamen über alle Kanäle, via Social Media oder meine Website.“

Wen coachen Sie? Wer gehört zu Ihren Schützlingen?
Alexandra Polzin: „Es sind überwiegend junge Talente, die ich fürs TV fit mache, aber es sind auch viele Unternehmer. Es werden immer mehr. Weil die Leute sich jetzt in der Krise eben neu erfinden bzw. das, was sie haben, neu verpacken müssen. Moderieren und präsentieren muss man lernen, reine Naturtalente gibt es da nur wenige. Übung macht den Meister. Und man muss selbstsicher sein. Wenn man zum ersten Mal vor der Kamera steht, ist jeder aufgeregt, das ist ganz normal. Man ist erst ein guter Sprecher, wenn man innerlich aufgeräumt ist und klar sprechen kann, das geht Hand in Hand. Und wenn sich Humor und Tiefe entwickeln. Deshalb mache ich mit allen meinen Schützlingen eine richtige Ausbildung. Das hat meine Event-Moderationen abgelöst.

Jeder will sich jetzt zeigen. Es sind nicht nur Mädels, sondern auch Jungs. Es sind aber vor allem Jung-Moderatorinnen, die bislang kleinere Formate oder Messen moderiert haben. Sie nutzen die Zeit, um sich zu verbessern und zu üben, derzeit vor allem für neue digitale Formate. Es ist ein neuer Markt, der sich durch die Krise aufgetan ist. Diese digitalen Moderationen nehmen zu. Und dann gibt es junge Menschen, die bereits ihre eigene Firma haben, aber noch fitter auf dem Gebiet der Gesprächsführung und der Verhandlungstechnik werden möchten und die sich und ihr Produkt noch besser verkaufen möchten. Es ist eine unendliche Weite und es ist ein großer Bedarf da. Ich könnte eine Schule aufmachen (lacht). Meine Stärke ist die freie Rede, die ich im Rahmen von individuellen Coachings an meine Coachies weitergebe.“

Wie fühlt es sich an, plötzlich auch hinter der Kamera zu stehen?
Alexandra Polzin: „Ich stehe ja zum Glück auch noch vor der Kamera. Aber es ist durchaus so, dass das Coaching bei mir gerade viel Zeit beansprucht. Die Moderation ist nach wie vor meine große Leidenschaft. Ich gebe meinen Schülern aber gerne mein Wissen weiter. Mein Motto lautet: ‚Create your own magic. Ich fiebere mit ihnen mit und bin wahnsinnig stolz, wenn sie das Moderieren dann beherrschen. Ich verrate ihnen viele Geheimtipps. Meine Mama sagt manchmal: ‚Ich habe dich bei ihr in dieser Moderation wieder erkannt.‘ Ich freue ich mich, dass sie nun ihren Traum von der Moderation verwirklichen können. Mein großer Traum war immer eine eigene Unterhaltungssendung. Das wünscht sich natürlich jeder von uns.“

Wie erklären Sie sich den Coaching-Boom?
Alexandra Polzin: „Die junge Generation will bekannt und berühmt werden. Die Influencer haben ihre Berechtigung im Netz. Aber es ist etwas komplett anderes, in eine TV-Kamera zu sprechen und eben nicht in eine Handykamera. Man spricht bei TV in der Regel in mehrere Kameras und muss den Wechsel und die Pausen beherrschen. Man muss eine ausdrucksstarke Stimme
haben. Beim Handy hingegen kannst du flüstern und wirst gehört. Bei der TV-Kamera kann man nicht einfach einen Filter drüberlegen. Und eine TV-Kamera ist immer undankbar. Man sieht nicht immer vorteilhaft aus, sondern immer dicker als man in Wahrheit ist. Jeder Versprecher, jede falsche Betonung fällt auf.“

Wo haben Sie das Moderieren gelernt?
Alexandra Polzin: „Im Rahmen meines Volontariats vor 20 Jahren. Es war damals Teil der Ausbildung. Ich habe auch viele Lehrgänge mitgemacht, unter anderem bei dem großartigen Michael Rossier, dem bekannten Rhetorik-Coach. Ich habe ich immer weitergebildet und mache das auch weiterhin. Man lernt nie aus im Leben. Es ist mein Traumberuf. Für mich ist es das Schönste, die Herzen der Menschen mit Worten zu erreichen. Wie wurden geboren, um zu reden. Nur leider haben wir es, zumindest teilweise, verlernt.“

Muss jeder das Moderieren lernen? Gibt es da nicht auch Naturtalente?
Alexandra Polzin: „Aller Anfang ist schwer (lacht). Bei normalen Moderationen muss es aber gar nicht so perfekt sein, Stichwort Authentizität. Natürlich muss man ein Fachwissen haben und sich gut artikulieren können. Wenn die Basis stimmt, geht es darum, authentisch zu sein, deshalb man kann auch mal mit leichtem Dialekt sprechen. Es zählt der Charakter. Charaktermenschen sind diejenigen, die den größten Erfolg in dieser Branche haben.

Ihr Mann ist ebenfalls Moderator. Coachen Sie ihn auch?
Alexandra Polzin: „Wir sind gegenseitig unsere größten Kritiker. Mein Mann ist mittlerweile schon ein ganz alter Hase im Sportmoderationsgeschäft. Sportmoderation ist noch einmal einen Tick anspruchsvoller: Du musst dir erst über dein Wissen einen Namen machen, und dann braucht man Stimme und Charakter.“

Wo sehen Sie sich im 20 Jahren?
Alexandra Polzin: „Ich kenne den Markt. Ich bin 45 Jahre alt und die Unterhaltungsformate werden überwiegend mit Jüngeren besetzt, das ist nun einmal so. Ich freue mich, dass ich jetzt der Jugend mein Wissen vermitteln darf. So lebt mein Wissen in gewisser Weise weiter. Ich kann stolz vor dem TV sitzen und mir denken: ‚Den und die habe ich gecoacht. ‘ Das macht mich schon sehr stolz. Als Freiberufler lebt man von Tag zu Tag. Ich kann mich bestimmt noch einige Jahre gut in der Branche halten.“

Wie groß ist der Schönheitsdruck?
Alexandra Polzin: „Im TV sieht man leider jedes Gramm zu viel. Deshalb besser keine Speckrollen am Bauch haben. Hintern ist okay, denn den sieht man nicht (lacht). Ich mache mir was das angeht aber keinen Druck. Aber früher habe ich durchaus mal für den Job Diät gemacht. Und ich habe mir die Haare auch schon mal blond gefärbt. Man sagte mir, ich wäre zu dunkelhaarig und ich dachte: „Okay, dann machen wir mich eben heller“. Ich habe mir blonde Strähnchen machen lassen – nie wieder. Ich sah aus wie ein Streifenhörnchen. Der Schönheitsdruck ist schon da. Ich würde mir wünschen, dass das nachlässt.“

Sie haben keine Kinder. Hatten Sie einen Kinderwunsch?
Alexandra Polzin: „Wegen das Jobs hatte ich den Kinderwunsch in meinen besten Jahren hintenan gestellt. Und ihn dann mit Mitte 30 aufleben zu lassen. Es war dann ein vehementer Kinderwunsch. Ich dachte mir damals: ‚Wenn ich jetzt kein Kind bekomme, ist mein Leben zu Ende“. Dann musste ich mir aber leider anhören, dass ich keine mehr bekommen kann. Mein Mann und ich haben es dann noch bis zu meinem 40. Lebensjahr probiert. Ohne künstliche Befruchtung. Es hat aber auf natürliche Weise nicht geklappt. Es war zu spät. Aber es ist
okay. Ich habe die Kurve bekommen. Mein Mann hat einen Sohn aus einer früheren Beziehung, der jetzt 16 Jahre alt ist, Hannes. Er war ein Jahr als ich mit meinem Mann zusammenkam. Er hat meine ganze Aufmerksamkeit bekommen. Und ich kümmere mich um die Kinder meines Vereins Traumzeit e.V.“


Leon Löwentraut in Venedig. Foto: Adrian Bedoy
Leon Löwentraut in Venedig. Foto: Adrian Bedoy

Leon Löwentraut in Venedig. Fotos: Adrian Bedoy

„Leonismo“ in Venedig
Leon Löwentraut über seine internationale Karriere

Von Andrea Vodermayr’
Er gilt als DER Shooting-Star der deutschen Kunstszene: Leon Löwentraut. Bei Vernissagen sind seine Bilder meist innerhalb weniger Stunden ausverkauft. Seine farbgewaltigen Gemälde erzielen fünfstellige Beträge, und der Wert steigt. Auch seine Fan-Gemeinde wird immer größer - und das nicht nur in Deutschland.

Unter der Ägide des italienischen Kulturministeriums wurde nun in der legendären „Biblioteca Nazionale Marciana“ – direkt am Markusplatz in Venedig – seine Ausstellung „Leonismo“ feierlich eröffnet. Die Ausstellung, die noch bis zum 27. Juni läuft, ist der Startschuss der gleichnamigen Bildertour mit weiteren Museumsstationen in Kulturmetropolen wie Wien,
Paris und München.

Die Ausstellungstournee ist ein weiterer Meilenstein in der Karriere von Leon Löwentraut, der erst kürzlich von Forbes unter die „30 under 30“ (die 30 wichtigsten deutschen Persönlichkeiten unter 30 Jahren) gewählt wurde.

Was bekommen die Gäste in den geschichtsträchtigen „Sale Monumentali“ der Bibliothek zu sehen? Löwentraut zeigt 20 neue Gemälde, Exklusiv-Editionen sowie Kohlezeichnungen und begibt sich in einen spannenden Dialog mit Werken der Renaissance von Tizian, Veronese und Tintoretto, die die ehrwürdigen Säle zieren. Hauptwerk der Ausstellung ist das Werk
„La Duchessa“, eine Verneigung des Künstlers vor der Stadt Venedig und der Kunst
der Renaissance.

In weiteren Werken setzt Löwentraut sich mit der barocken Formensprache des spanischen Hofmalers Diego Velázquez auseinander und übersetzt sie in den unverkennbaren Leon Löwentraut Stil aus leuchtender Farbigkeit und vibrierenden Formenrhythmen. Darüber hinaus zeigt er erstmals sogenannte „Tondi“ (Rundbilder) auf eigens für die Ausstellung angefertigten Leinwänden: ein Format, das der junge Künstler als Hommage an die alten Meister versteht und in Venedig wieder aufgreift. Kuratiert hat die Ausstellung der Kunstexperte und Verleger Manfred Möller (u.a. Edition Minerva), der auch die Eröffnungsrede hielt. Zudem gab es eine Ansprache von Stefano Campagnolo, dem Direktor der Biblioteca Nazionale Marciana.

Im Interview spricht Löwentraut über seine Karriere.
Eine Ausstellung in der Kunstmetropole Venedig gilt als Ritterschlag für viele Künstler und Sie sind der jüngste Künstler, der hier in diesem Museum jemals ausgestellt hat. Was bedeutet Ihnen dies?
Leon Löwentraut: Ich bin sehr stolz, hier an diesem besonderen Ort ausstellen zu dürfen. In dieser doch schwierigen Zeit genieße ich es ganz besonders, meine Kunst wieder zeigen zu können. Genauso wie Musiker und Schauspieler nach einer größeren Bühne streben, so streben wir Maler nach einer renommierten Ausstellungsfläche. Und das ist hier der Fall. Ich bin sehr froh und dankbar, dass mir die Möglichkeit gegeben wird, als Künstler weiter voranzuschreiten und mein Werk in Venedig am Markusplatz in diesem berühmten Haus zu präsentieren.

Zu Ihren Sammlern zählen auch zahlreiche Stars. Wie stolz macht Sie das?
Leon Löwentraut: Ich möchte meine Kunst für jeden zugänglich machen. Und da zähle ich jeden dazu, egal ob ganz ‚normale‘ Menschen, ob Kunstsammler oder eben Menschen, die in der Öffentlichkeit stehen. Kunst hat nichts mit dem zu tun, wer man ist oder was man hat. Es geht mir darum, Kunst nahbar zu machen.

Sie sind erst 23 Jahre alt und haben schon riesigen Erfolg.
Müssen Sie sich morgens manchmal kneifen?

Leon Löwentraut: In der Tat. Wenn man das hier so sieht, ist man schon sehr geflasht. Ich glaube, dass ich Schwierigkeiten hätte, mit diesem ganzen Trubel umzugehen, wenn ich von heute auf morgen einfach so reingerutscht wäre. Ich habe aber schon sehr, sehr früh mit der Kunst angefangen. Ich wusste schon mit elf oder zwölf Jahren: Ich möchte nichts anderes als Künstler werden.

Ich habe schon etwa 30 Ausstellungen gemacht. Und es war auch nicht so, dass die erste in einem großen Museum stattfand, sondern in einer kleinen Scheune in Aying, einem Ort bei München. Damals waren 20, 30 Leute da. Und die 40 Bilder, die ich gezeigt habe, hatten alle einen unterschiedlichen Stil und waren anders angeordnet: Eines hing am Balken, das nächste stand auf einem Stuhl. Das waren die Anfänge. Aber man muss irgendwie anfangen. Ich kannte damals niemanden aus der Kunstszene. Wenn ich mir heute anschaue, wie sich alles über die Jahre entwickelt hat und was alles passiert ist, kann man das durchaus als verblüffend bezeichnen. Ich gebe zu, dass ich auch Glück gehabt habe. Aber jeder ist seines eigenen Glückes Schmied und das Glück gehört den Tüchtigen. Ich habe hart gearbeitet und bin umso dankbarer, dass ich Menschen kennen gelernt habe, die mein Potenzial erkannt und auch gefördert haben.

Teil des Zyklus ist auch eine Ausstellung in München: Im Herbst zeigen Sie Ihre Werke im Bayerischen Nationalmuseum. Welchen Bezug haben Sie zu dieser Stadt?
Leon Löwentraut: Ich verbinde mit München meine Anfänge als Künstler. Insofern habe ich einen starken Bezug zu der Stadt. Meine zweite Ausstellung war ebenfalls in der Nähe von München, in Neubiberg. Für mich ist München eine traumhafte Stadt, in der ich mich sehr gerne aufhalte.“

Sie leben derzeit bei Düsseldorf – wo sehen Sie ihre Zukunft?
Leon Löwentraut: Ich habe ein Atelier in der Nähe von Düsseldorf, reise aber auch sehr gerne. Es ist wunderschön, unterschiedliche Städte zu erleben. Vielleicht bin ich eines Tages an einem Ort und sage: „Ich wurde noch nie so inspiriert - genau hier möchte ich bleiben. Wer weiß, wo die Kunst mich noch alles hinführt? Wir werden es sehen.“

Venedig ist keine Zukunftsmusik, sondern Realität -
was sind die Highlights dieser Ausstellung?

Leon Löwentraut: Ich habe die Werke eigens für Venedig bzw. für diese Wanderausstellung gemalt. Zum Beispiel die „Tondi“, die Rundbilder. Die Deckenmalereien hier im Saal wurden unter anderem von Tizian, Veronese und Tintoretto gestaltet. Ich habe mir überlegt, als Hommage an die großen Meister, diese runden Formen nochmals aufzugreifen und zwar auf eigens für diese Ausstellung angefertigten runden Leinwänden. Das Hauptmotiv der Ausstellung ist „La Duchessa“. Das Gemälde ist als eine Verneigung vor der Stadt Venedig und der Kunst der Renaissance zu verstehen. Zudem werden zahlreiche meiner Kohlezeichnungen gezeigt.

Malen ist ihre Passion, Ihre Leidenschaft. Was tun Sie, wenn Sie einmal nicht malen? Haben Sie überhaupt Freizeit?
Leon Löwentraut: Klar, natürlich. Ich bin nicht immer als Künstler tätig. Ich bin auch der ganz normale Leon, der mit seinen Freunden unterwegs ist oder in einem Café sitzt. Dann unterhalte ich mich mit meinen Freunden über Dinge, über die man sich in meinem Alter eben unterhält.

Wie kommen Sie mit dem Rummel um Ihre Person klar?
Und was tun Sie, damit Sie auf dem Teppich bleiben?

Leon Löwentraut: Eine vertrauensvolle Familie, ist das Wichtigste. Familie ist der ‚inner circle‘, etwas, worauf man sich zu 100 Prozent jederzeit verlassen kann. Man braucht Weggefährten, die einen von Anfang an begleiten. Ich bin vorsichtig, was Menschen angeht, und distanziere mich auch sehr schnell, wenn ich auch nur ansatzweise Enttäuschung verspüre. Denjenigen Leuten, die von Anfang an zu mir standen, werde ich aber immer dankbar sein. Und ich hoffe, dass sie auch noch lange an meiner Seite sind. Es ist von großer Bedeutung, dass man nicht nur sogenannte Jasager um sich hat, sondern auch Menschen, die einem ehrlich die
Meinung sagen.

Ihre Werke erzielen fünfstellige Beträge und Sie können von ihrer Kunst leben. Was gönnen Sie sich von Ihrem verdienten Geld? Oder investieren Sie alles in Ihre Kunst?
Leon Löwentraut: Das was ich mit meiner Kunst verdiene, reinvestiere ich auch in Kunst von Künstlerkollegen. Ich fände es sehr arrogant zu sagen, dass meine Kunst das
einzig Wahre wäre.

Von wem zum Beispiel?
Leon Löwentraut: „Zum Beispiel von Jeff Koons, Heinz Mack, Hermann Nitsch, um nur einige zu nennen. Ich habe aber auch in mein Atelier investiert, Es wurde vor einem Jahr fertig gestellt. Am wichtigsten ist es mir, in meine Karriere zu investieren.“

Gibt es einen kleinen Luxus abseits der Kunst, den Sie sich gönnen?
Uhren, Mode, guter Wein? Gerade hier in Italien kann man wunderbar shoppen.

Leon Löwentraut: Ich gehe gerne essen und genieße es im Café zu sitzen, Leute zu beobachten und mich inspirieren zu lassen. Und wenn ich an einem Geschäft vorbeilaufe und eine schöne Jacke oder schöne Sonnenbrille sehe, dann gönne ich mir auch mal etwas. Oder Schuhe … ich liebe Schuhe, das ist ein Faible von mir und ich achte auch darauf (lacht).

Wie wichtig ist es Ihnen, der Gesellschaft etwas zurückzugeben?
Leon Löwentraut: Sehr wichtig. Als ich gefragt wurde, ob ich die von der UNESCO, der YOU Stiftung und der Galerie Geuer & Geuer unterstützte Kampagne #Art4GlobalGoals künstlerisch interpretieren möchte, habe ich sofort mit ‚Ja‘ geantwortet. Bei der Kampagne geht es darum, die 17 Nachhaltigkeitsziele die die Weltgemeinschaft und die vereinten Nationen gemeinsam verabschiedet haben, weltweit bekannter zu machen.

Die Eröffnungsausstellung der Global Goals fand im UNESCO-Headquarter in Paris statt, danach ging es weiter nach Florenz und nach St. Petersburg ins Puschkin-Museum. Qualitiy education‘ ist das vorrangige Ziel dieser Kampagne. Bildung ist das Wichtigste, worauf alles aufbaut. Wenn man so wie ich, das große Glück hat, zu machen, was man liebt, und seiner Passion nachkommen kann, dann ist es selbstverständlich, auch etwas zurückzugeben.

Letzte Frage: Gibt es jemanden, bei dem Sie gerne einen Löwentraut
im Wohnzimmer hängen sehen würden?

Leon Löwentraut: Ja, aber leider ist er nicht mehr unter den Lebenden: Karl Lagerfeld.

Leon Löwentraut und Manfred Möller

Leon Löwentraut und Manfred Möller.

Dott. Stefano Campagnolo, Direktor der Biblioteca Nazionale Marciana und Leon Löwentraut

Dott. Stefano Campagnolo, Direktor der Biblioteca Nazionale Marciana und Leon Löwentraut.

2105_Leon_Löwentraut__I_36375_Photo_Adrian_Bedoy

... zurück

 

www.heidi-winkler.de

Kunstmalerin Heidi Winkler
Wohlmutserweg 2
87463 Dietmannsried
Tel. 0 83 74-80 81

>> mehr

Tierschutzverein München