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MasterChef-Gewinnerin Karen Fritzenschaft (Mitte). Fotos: Sky/Silviu Guimann

MasterChef-Gewinnerin Karen Fritzenschaft (Mitte). Fotos: Sky/Silviu Guimann

Bayerische Tanzlehrerin gewinnt TV-Show "MasterChef
Karen Fritzenschaft beste Hobbyköchin Deutschlands!

Von Andrea Vodermayr
Mit karamellisierten Jakobsmuscheln mit frittiertem Eidotter und Rehrücken mit Pfefferbirne in den Koch-Olymp! Nach einer Berlinerin im Vorjahr darf sich nun eine Bayerin über den Titel „MasterChef“ freuen: Karen Fritzenschaft aus Kempten im Allgäu ist die neue Gewinnerin der zweiten Staffel der erfolgreichen Sky-Koch-Show. Die 51-jährige freiberufliche Tanzlehrerin und zweifache Mutter setzte sich in den insgesamt 24 Episoden innerhalb von zwölf Wochen gegen mehrere hundert Teilnehmer durch und schaffte es nun aufs Siegertreppchen! Mit einem Koch-Stil, den sie selbst schlichtweg als ein „Durcheinander“ bezeichnet.

Beim spannenden Finale auf Sky 1 überzeugte sie die vier Jurymitglieder, Nelson Müller, Ralf Zacherl, Sybille Schönberger und Justin Leone, mit einem phantasievollen Drei-Gänge-Menü: Gemüse Confit an Langostinos und Jakobsmuscheln, Rehrücken an Blumenkohlpüree und Pfefferbirnen und zum Dessert Mascarpone-Frischkäsecreme mit Lemon Curt. Neben dem begehrten Titel darf sie sich über ein eigenes Kochbuch und über ein Preisgeld von
100.000 Euro freuen! Wir haben die überglückliche Gewinnerin anlässlich des Finales zum Interview getroffen und mit ihr über ihren Sieg und ihre Zukunftspläne gesprochen.

Gratulation, Karen, Sie sind Deutschlands neuer MasterChef.
Haben Sie den Sieg schon verdaut?

Karen Fritzenschaft: „Noch nicht ganz. Es war wirklich eine wunderbare Überraschung. Ich habe nicht mit dem Sieg gerechnet, denn die Konkurrenz war groß und die anderen Teilnehmer sehr stark. Ich habe wirklich bis zur letzten Sekunde gefiebert. Jetzt bin ich einfach
nur überglücklich.“

Wie haben Sie es geschafft, die Jury zu überzeugen? Was ist Ihr Erfolgsrezept?
Karen Fritzenschaft: „Ich war bereits zum zweiten Mal dabei, denn in der ersten Staffel konnte ich aus gesundheitlichen Gründen leider nicht weitermachen. Ich musste mich deshalb dieses Mal noch stärker beweisen und zeigen, was ich drauf habe.“

Sie sind Tanzlehrerin. Tanzen und Kochen – wie passt das zusammen?
Karen Fritzenschaft: „Ich denke, das ist sogar eine sehr gute Kombination! Beides sind gesellschaftliche Ereignisse, man ist zusammen, bewegt sich und ist kreativ. Ich tanze heute nicht mehr so viel wie früher. Ich gebe Privatstunden und unterrichte gelegentlich kleinere Gruppen. Man kann aber beides sehr gut miteinander verbinden und beispielsweise nach dem Tanzen gemeinsam kochen. Oft bringe ich auch etwas Leckeres für meine Schüler mit, quasi als Belohnung nach dem Tanzen.“

Wie sind Sie zum Kochen gekommen?
Karen Fritzenschaft: „Ich koche schon seit ich neun Jahre alt bin. Auch aus familiären
Gründen, da ich meine Eltern sehr früh verloren habe. Mein Vater starb als ich 14 Jahre alt
war. Er war Chefkoch bei der Royal Air Force in England und mich hat es schon als Kind immer sehr interessiert, was er beruflich macht. Er hat mich auch immer über seine Schulter
schauen lassen.“

Sie bezeichnen Ihren eigenen Koch-Stil als „Durcheinander“.
Können Sie das genauer erklären?

Karen Fritzenschaft: „Ich habe beim Kochen Einflüsse aus den verschiedensten Ländern. Meine Mutter stammt aus Malaysia, meine Oma aus Indien, zudem gibt es Familienmitglieder aus China und Australien. Ich habe mir immer schon selbst neue Rezepte ausgedacht und kann schlecht nach Rezept kochen. Gerade in der Sendung hatte man sehr wenig Zeit, sich Rezepte zu überlegen und man musste immer sehr schnell agieren. Gerade in den Challenges habe ich es oft darauf ankommen lassen und etwas völlig Neues ausprobiert, was ich zuvor noch nie gekocht habe.“

Was waren ihre persönlichen Highlights in diesen letzten zwölf Wochen der Show?
Auf welches Ihrer Gerichte sind Sie besonders stolz?

Karen Fritzenschaft: „Die Vorspeise beim Siegermenü mit der Jakobsmuschel war sicherlich eines der Highlights. Ich war selbst ein wenig überrascht, wie gut das schmeckte. Aber auch auf meine Vorspeise mit Langostinos, Schokolade, Mandarine und Aubergine bin ich stolz. Ich habe das Rezept einfach so aus dem Ärmel geschüttelt. Das war keinesfalls 08/15, sondern sehr besonders. Ralf Zacherl meinte zwar, es wäre ein Tick zu viel Schokolade drin. Aber es war eine interessante Kombination und erstaunlich lecker.“

Was machen Sie mit dem Preisgeld in Höhe von 100.000 Euro?
Stimmt es, dass Sie sich den Traum von einem eigenen Food-Truck erfüllen wollen?

Karen Fritzenschaft: „Der Food-Truck ist auf alle Fälle ein Traum. Vor einigen Jahren wollte ich mich mit einem kleinen Café selbstständig machen, aber ich bin vor der finanziellen Belastung zurückgeschreckt. Mit einem Food-Truck ist man weniger gebunden und hat keine monatliche Belastung. Insofern ist das auf jeden Fall mein Vorhaben. Allerdings ist es gar nicht so einfach, den passenden Truck zu finden.“

Weihnachten steht vor der Tür. Was kommt bei Ihnen an Heiligabend auf den Tisch?
Karen Fritzenschaft: „Bislang gab es immer Ente, die meine Schwiegermutter zubereitet hat. Dieses Jahr feiern wir englische Weihnachten. Ich bin gebürtige Britin und habe 19 Jahre lang in England gelebt. Es gibt einen schönen Truthahn, dazu „Roast Potatoes“ - also Röstkartoffeln - und Rosenkohl. Den koche ich in etwas Zuckerwasser, denn dann schmeckt er nicht bitter.“

Welches Menü empfehlen Sie Koch-Ungeübten für die Festtage?
Karen Fritzenschaft: „Ein Gericht, das schnell geht und ideal ist, wenn man nur zu zweit ist: ein schönes Entenbrustfilet. Erst mit der Hautseite in die Pfanne legen und schön knusprig anbraten, danach bei Niedrigtemperatur bei 80 Grad schön langsam im Ofen garen. Dazu gibt es einen Ingwer-Orangen-Sud mit ein bisschen Ingwer, Weißwein und Noilly Prat. Als Beilage Kartoffelgratin, dafür verwende ich Sahne und Parmesan, denn so bekommt es eine schöne Kruste. Und dazu noch ein paar Ingwerkarotten. “

Sie sind zweifache Mutter. Werden Sie manchmal von Ihren Kindern bekocht?
Karen Fritzenschaft: „(lacht) Leider nicht so oft. Gerade an Weihnachten bin ich an der Reihe, denn meine Kinder sagen, dann schmeckt es ihnen am besten. Aber mein Sohn – er ist Tanzlehrer in Freiburg – überrascht mich manchmal doch mit einem schönen Essen. Und auch mein Mann kocht zwischendurch – und das auch ganz gut.“

Hat sich Ihr Leben durch den Sieg verändert?
Karen Fritzenschaft: „In einer Stadt wie Kempten wird man natürlich oft angesprochen. Die Menschen sind sehr nett und einige wollen ein gemeinsames Foto machen. Ich freue mich über das Interesse und bin offen für neue berufliche Angebote.“

Wer Karens Gewinner-Menü nachkochen möchte: Die Sieger-Rezepte und viele weitere der Show sind im Kochbuch zur Sendung nachzulesen: „MasterChef – Das Siegerkochbuch mit Karen Fritzenschaft“; Preis 19.95 Euro.

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