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Weiden

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Fotos: hedwig-bollhagen.com

Hedwig Bollhagen sorgt für Rekorde in Weiden
Größte Keramikausstellung wegen starker Nachfrage verlängert

Ursprünglich sollte die Sonderausstellung „Hedwig Bollhagen und die HB-Werkstätten“ im Internationalen Keramik-Museum in Weiden bis November dieses Jahres laufen, doch aufgrund der enormen Nachfrage wurde sie bereits bis Januar 2020 verlängert. Es handelt sich um die bisher größte Ausstellung in diesem Museum, die auch hinsichtlich der Vielzahl interessierter Besucher Maßstäbe setzt.

In Zusammenarbeit mit der Neuen Sammlung – The Design Museum München haben die
HB-Werkstätten eine Auswahl getroffen, die bis dato nie zu sehen war. Die Exponate stammen aus dem „Dachboden Archiv“ Hedwig Bollhagens zu dem außer ihr, dem Werkstattleiter und einem befreundeten Kunsthistoriker niemand Zutritt hatte. Neben Musterstücken, die verdeutlichen wie alt die Dekore zum Teil schon sind, werden auch Teile der aktuellen Kollektion gezeigt – Designklassiker im neuen und gewohnten Gewand.

Hedwig Bollhagen (1907-2001) gehört zu den bedeutendsten Keramikerinnen des
20. Jahrhunderts. Im Zentrum ihres Schaffens stand vor allem die seriell hergestellte Gebrauchskeramik, aber auch diversen Einzelobjekten – heute allesamt begehrte Sammlerstücke – widmete sie sich. Zu echten Liebhaberstücken sind vor allem die Alltagsgeschirre avanciert: Mit ihren Linien, Punkten oder Kreisen begeistern
sie generationsübergreifend.

Ein weiteres und wichtiges Geschäftsfeld der HB Werkstätten, die Baukeramik, wird hier mit einer Neuauflage historischer Kacheln thematisiert. Dabei zeigt sich deutlich die Fortführung der Ursprungsidee, die nur mit minimalen Änderungen dem heutigen Zeitgeist angepasst wurde.

„Die Ausstellung verdeutlicht, was für eine beeindruckende Vielzahl zeitloser Formen und Dekore Hedwig Bollhagen während ihres Lebens geschaffen hat“, sagt Alexander Grella, Inhaber und Geschäftsführer der Hedwig Bollhagen Werkstätten für Keramik. Er führt weiter aus: „Mit der Fortführung der HB-Werkstätten und solchen Ausstellungen wollen wir dazu beitragen, dass ihr Erbe nicht in Vergessenheit gerät und zukünftige Generationen sich an der zeitlosen Handarbeit erfreuen können.“

Über die Hedwig Bollhagen Werkstätten für Keramik (HBW)
HBW ist die einzige direkt aus dem Bauhaus hervorgegangene Manufaktur, die feinste Design-Keramik mit Originalformen herstellt und neu interpretiert. Hedwig Bollhagen gründete 1934 im brandenburgischen Marwitz die HB-Werkstätten für Keramik. Bis zu ihrem Tod 2001 entwickelte sie unvergleichbares Design und machte die Manufaktur zu einer Anlaufstelle der kreativen Avantgarde. Persönlichkeiten des Weimarer Bauhauses, wie Werner Burri, Theodor Bogler oder der Werkbundkünstler Charles Crodel, trugen zu Stil, Renommee und historischer Bedeutung der HB-Werkstätten bei.

Mehrfach preisgekrönt, gehört Hedwig Bollhagen zu den wichtigsten Designern Deutschlands. Ihr Nachlass wurde im Jahr 2015 auf die offizielle Liste der Nationalen Kulturgüter gesetzt und gehört damit zu den kulturhistorisch kostbarsten Kunstwerken Deutschlands. HB-Keramik ist bekannt für die Vollendung des Einfachen, die eine vielfältige Kombinierbarkeit der Dekore, Formen und des Designs ermöglicht.

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