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Foto: Red Bull München

Schlimmer geht’s nimmer!

Von Arno Nahler
„Erst hat man kein Glück und dann kommt auch noch Pech dazu“. Dieser Spruch eines ehemaligen Fußballers kommt einem in den Sinn, wenn man sich die Entwicklung von Münchens Eishockeyteam vor Augen hält. Im Oktober wurden 16 Spieler von Corona infiziert. Einige Spiele mussten damals verschoben werden. Danach fand der Spitzenreiter nicht mehr zu seiner gewohnten Form und wurde in der Tabelle nach unten durchgereicht. Ende 2021 schien sich die Mannschaft wieder zu stabilisieren.

Außerdem wurden zwei neue Spieler verpflichtet: Einmal Verteidiger Andrew O'Brien.
Der 1,93 Meter große und 100 Kilogramm schwere Kanadier kommt aus der ersten finnischen Liga von JYP Jyväskylä.  „Wir haben ständig den Markt beobachtet und nun mit Andrew jemanden gefunden, der uns aufgrund seiner Physis und läuferischen Stärke sicherlich weiterhelfen wird“, sagte Sportdirektor Christian Winkler zum Neuzugang. Dazu kam mit Henrik Haukeland der lang ersehnte neue Torwart. Im besten Marketing-Deutsch umschrieb Christian Winkler die derzeitige Torhütermisere bei den Red Bulls: „Wir haben uns nun entschlossen, auch auf der Torhüterposition nachzuladen. Ein tiefer Kader auf allen Positionen ist in diesen schwierigen Zeiten unausweichlich.“

Alles schien also auf einem guten Weg und man freute sich auf das Halbfinale der Champions Hockey League gegen Tampere. Doch wenige Stunden vor dem ersten Spiel kam der nächste Schock: Corona hatte wieder zugeschlagen - das Spiel wurde, wie die folgenden PENNY DEL-
Begegnungen, abgesagt: Es folgte eine vom Münchner Gesundheitsreferat ausgesprochene Quarantäne für das gesamte Team, nachdem am vergangenen Dienstag bei mehreren Spielern der Red Bulls eine Omikron-Infektion nachgewiesen wurde.

Wie es nun weitergeht, weiß derzeit niemand. Wann können die verschobenen Spiele nachgeholt werden? Wird das Halbfinale der CHL möglicherweise in einer Begegnung entschieden? Münchens Eishalle ist derzeit verwaist und die Eishockeyfans schwanken zwischen Bangen und Hoffen. Doch eines wird immer klarer: Diese Saison ist alles
andere als normal.


Auch gegen Nürnberg unterlagen die Red Bulls. Foto: Red Bull Media

Auch gegen Nürnberg unterlagen die Red Bulls. Foto: Red Bull Media

Red Bulls in der Krise?

Von Arno Nahler
Wochenlang mussten Münchens Rote Bullen auf einige Leistungsträger verzichten. Dennoch konnte bis Anfang Dezember die Tabellenspitze der PENNY DEL verteidigt werden. Nun sind (fast) alle Spieler wieder an Bord und das Team rutschte ab. Nur zwei Siege in neun Begegnungen gab es zu verzeichnen. Woran lag es? Der Grund ist sicher im mentalen Bereich zu suchen, wie Spieler und Trainer einhellig erklären. Wenn man nicht komplett spielt, hängt man sich unbewusst noch stärker in die Aufgabe hinein und gibt wohl mehr als hundert Prozent. Umgekehrt lässt man es bei vollem Kader etwas ruhiger angehen und wundert sich dann, wenn man selbst gegen den Tabellenletzten (Bietigheim) mit 3:6 verliert.


Außerdem zeigt Münchens Team speziell in der Defensive ungewohnte Schwächen und macht es den Gegnern leicht, zu Treffern zu kommen. Zumal beide Torhüter derzeit weit von ihrer Bestform entfernt sind. Exemplarisch war das Spiel gegen Mannheims Adler, in dem sich die Red Bulls als ebenbürtig erwiesen, aber dennoch mit 1:5 unterlagen.

RED BULLS UNTERLIEGEN 1:5 IN MANNHEIM
Markus Eisenschmid bescherte den Adlern nach 19 Sekunden einen Traumstart. München um eine schnelle Antwort auf den frühen Rückstand bemüht, zahlreiche Angriffe prallten aber an Mannheims Defensive ab. Das Topspiel war körperbetont und temporeich, die Red Bulls mit vielversprechenden Möglichkeiten.

Im Mittelabschnitt München mit dem besseren Auftakt: Tiffels staubte nach Vorarbeit von Trevor Parkes zum 1:1 ab (22.). Mannheim aber unbeeindruckt und zwei Minuten später mit der erneuten Führung durch Dennis Reul. Das Team von Don Jackson hatte jede Menge Chancen, scheiterte aber immer wieder am überragenden Torwart Brückmann, der den Unterschied ausmachte. Auf der anderen Seite erhöhte Tim Wohlgemuth für eiskalte Gastgeber auf 3:1 (36.). Mannheims Jordan Szwarz erzielte per Direktschuss das 4:1. 15 Sekunden vor der Schlusssirene markierte Mark Katic per Empty-Net-Tor den 5:1-Endstand. Coach Don Jackson erklärte nach dem Spiel: „Wir hatten Chancen und gute Momente, haben aber ein paar Schlüsselsituationen verloren, darunter besonders auch in Überzahl.
Daran müssen wir arbeiten."

Man darf gespannt sein, ob die Red Bulls am 4. Januar ihr anderes Gesicht zeigen können. Dann geht es im ersten Halbfinale der CHL gegen Tappara Tampere aus Finnland. Sollte das Team hier auch erfolglos bleiben, wird es in München sicher recht ungemütlich werden.

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Kunstmalerin Heidi Winkler
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Tel. 0 83 74-80 81

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