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„Ver-DICHTUNG“ in der Galerie 2art Bilder von Götz Friedewald und Plastiken von Peter Schwenk
Götz Friedewald mit seiner eindeutigen, realistischen Malerei, die wenn man genau hinsieht, der surrealen Malerei zuzuordnen ist, und Peter Schwenk mit seinen erzählenden Aluminiumplastiken sowie ihre Agentin Monika Maria Steffel (www.smart-die-kunstagentur.de) erfreuten sich bei der Ausstellungseröffnung in der Galerie 2art in der Bürkleinstraße 17 in München regen Zuspruchs. Ver-Dichtung geht noch bis 25. Juni, Montag bis Freitag von 10 bis 18 Uhr und nach Vereinbarung. Götz Friedewald ist in Wiesbaden geboren. 1989 absolvierte er sein Architekturstudium mit Diplom in Wiesbaden, danach lebte er in Düsseldorf. Seit 1992 lebt und arbeitet er in München, wo er sich 1999 mit seiner eigenen Internetagentur selbstständig machte. Die Malerei nahm immer mehr Platz in seinem Leben ein, so dass er 2004 entschied, als freier Maler zu leben und zu arbeiten. Es war für ihn eine bewusste Entscheidung, denn er wollte schon seit seinem ersten Ölbild, da war gerade mal zehn Jahre alt, Kunst studieren und als Maler leben. Zahlreiche Einzel- und Gruppenausstellungen in Deutschland, Österreich, Italien und der Schweiz begleiten seine Vita. An der „Kunstmesse Salzburg“ und der „Art Innsbruck“ nimmt er seit 2008 teil. Götz Friedewald malt das Leben – die unterschiedlichen Blickwinkel verlangen eine genaue Beobachtung des eigenen Standpunktes und der eigenen Filter. Er hinterfragt sich, den Menschen, die Politik, die Wirtschaft und stellt das in seinen ästhetischen und konsequent bis ins kleinste Detail präzisen durchgearbeiteten Kunstwerken dar. Bei ihm schieben sich in seinen Kunstwerken die Ebenen ineinander und verschmelzen förmlich miteinander. Seine Fragen ... wo trügt der Schein? Alles nur eine Illusion? Wo stehe ich heute in Zeiten der Hochkonjunktur der unzähligen Reize? Und – lohnt es sich, das weiterzuverfolgen? Er macht es zum Beispiel mit seiner Flaschen-Serie. Ganz aktuell daraus Hellas (Ouzo-Flasche) und „Gefallene Helden“. Die beiden Bilder stehen in einem direkten Bezug. Kein Zahlenkonstrukt, die Zahlen sind ineinander verquickt nicht leserlich, die Ouzo-Flasche ist noch voll und geschlossen. Kein Mensch ist auf dem Bild, nicht mal als Staffage. Darunter das Bild „Gefallene Helden“ – die leere Ouzo-Flasche liegend, das Zahlenkonstrukt im binären Code (gleich zu setzen wie die Basis für ein Computersystem) 110 010 001. Zur Sanierung Griechenlands standen erst 110 Milliarden Euro zur Diskussion. Jetzt sind es schon 750 Milliarden. Kursfeuerwerke werden an den Börsen der Welt entzündet. Und hier un der Galerie Kunstfeuerwerke. Peter Schwenk wurde in Planegg geboren und studierte an der Akademie der Bildenden Künste in München bei Prof. Robert Jakobson. Seine Vita zeigt ein umfangreiches Ausstellungsverzeichnis, seit 1976 stellt er im Inland in Galerien, in Kunstmessen und seit 1985 in der jährlichen „Großen Kunstausstellung“ im Haus der Kunst aus. Des Weiteren erzielte Peter Schwenk Preise und Auszeichnungen wie z.B. der Preis der Regierung von Oberbayern für den „Originellsten Aktivkinderspielplatz von Südbayern“, den 2. „Risch-ART- Preis“ (1984, München), das Prinzregent Luitpold – Stipendium und den Debütantenpreis des Freistaates Bayern. Es gab viele Aspekte in Peter Schwenk Künstlerwerdegangs – von den spielerischen, teils amüsanten Eisenplastiken, die er sich gerne vom Schrottplatz holte, über gegossene und polierte Aluminiumplastiken bis hin zu Aluminium-Großskulpturen. Es ging Peter Schwenk immer um die Verbindung und Balance, um die Verdichtung und Zuordnung. Bei „Roundabout - Die Kunstkugel“ (seit 2004) handelt es sich z.B. um Kunstwerke, die von allen Seiten gelesen werden können. Die Kugel – sie ist schon seit den frühesten Kulturen ein Sinnbild für die Ordnung und Harmonie der Welt. Vom kleinsten elementaren Teilchen bis zum Universum, ist sie immer zu gegen und bietet viel Raum und Oberfläche. Dünnwandige, durchbrochene Aluminiumplatten kommunizieren durch die poetische Zuordnung – die Verdichtung der einzelnen Worte, die von ihm im Prinzip der Kugel aneinander gesetzt werden. Es ergeben sich immer wieder neue Ansichten, Einsichten und Geschichten, die vom Betrachter entdeckt und „gelesen“ werden wollen. Da es für Peter Schwenk kein oben und unten, kein rechts und kein links gibt, lässt er das Prinzip nicht nur in den "Erzählkugeln" wirken, auch Erzähltürme oder Plastiken können viel erzählen. Für den Betrachter liegt der Reiz beim Entschlüssen der Verdichtung, der unterschiedlichen Strukturen und wie sie der Künstler mit den imposanten Metallplastiken zu einem Gesamtkunstwerk zusammengesetzt hat.
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