IDer Rezepteblog von Kultbäcker Martin Schönleben

Ich backe anders
Der Rezepteblog von Kultbäcker Martin Schönleben

>> mehr

isarbote.de - Deutsche Netzzeitung für München und Bayern
ZSM_Abb 1 Aurorafalter

Beim Männchen des Aurorafalters (Anthocharis cardamines) ist die äußere Hälfte der Vorderflügel auffallend orange gefärbt. Fotos: Franz Hammerl-Pfister

ZSM_Abb 5 Kaisermantel

Beim Kaisermantel (Argynnis paphia) animieren sich die Partner
durch Lockstoffe zu Balz und Paarung.

Falter im Sturzflug oder im Aufwind
Zur
Situation der Münchner Schmetterlingsfauna
Herbstausstellung mit Fotos von Franz Hammerl-Pfister & Heinz Kotzlowski

Noch vor zwei, drei Jahrzehnten war die Windschutzscheibe bei längeren Fahrten zugepflastert mit toten Insekten. Heute ist dieses „Problem“ Geschichte. Ein Grund zur Freude?

Eher nicht! Insekten spielen eine wichtige Rolle im Naturkreislauf. Spätestens seit der Krefelder Studie ist das Insektensterben medial omnipräsent. Eine „Presse-Wand“ zu Beginn der Ausstellung zeigt anschaulich, was Wissenschaftler und Fachamateure bereits seit
Jahr(zehnt)en erschreckt: ein gravierender Rückgang der Artenvielfalt auch in Deutschland!

Der Hauptteil der Ausstellung gibt dem ein Gesicht, und zwar in Form der wohl beliebtesten Insektenordnung: Schmetterlinge! Genau genommen geht es sogar speziell um eine uns besonders betreffende Teilgruppe: die Schmetterlinge Münchens. Viele Gartenbesitzer und Naturliebhaber haben schon bemerkt, dass so auffällige Tagfalter wie Schwalbenschwanz und Kleiner Fuchs seltener zu sehen sind; einige Arten sind sogar schon völlig verschwunden. Und auch bei den Nachtfaltern sieht es langfristig eher düster aus …

Die Fotografen Franz Hammerl-Pfister und Heinz Kotzlowski stellen auf großformatigen Fotos fast 100 Arten aus dem Münchner Raum in ihrem natürlichen Habitat vor, darunter geflügelte Raritäten und ehemalige „Allerweltsarten“: Schachbrett, Kaisermantel, Hauhechel-Bläuling und viele andere farbenfrohe, fein gezeichnete oder tarnfarbige Falter, wie sie früher zahl- und artenreich auf Wiesen, in Wäldern und sogar in Gärten und Parks mitten in der Stadt zu beobachten waren.

Die Ausstellung in der SNSB Zoologischen Staatssammlung München, Münchhausenstraße 21 (Haltstelle Obermenzing mit der S2 und den Buslinien 143, 158 und 162), ist vom 19.11.2018 bis 21.12.2018 montags bis freitags an Werktagen von 10 bis 16 Uhr geöffnet.
Der Eintritt ist frei!


ZSM_Bild 2 Laternenhai Etmopterus pusillus Kopie

Der Schlanke Laternenhai Etmopterus pusillus trägt Leuchtorgane in der Haut, die er zur Tarnung und Kommunikation einsetzt. Studien zur Verbreitung dieser Art zeigen, dass sie trotz ihrer geringen Größe von nur 45 cm weltweit verbreitet sind und nicht, wie bisher angenommen, einen Artkomplex darstellen. Foto: Timo Moritz

Dr. Nicolas Straube (SNSB-Zoologische Staatssammlung München)
Laternenhaie – Vortrag in der Zoologischen Staatssammlung

Laternenhaie sind biolumineszente Tiefseebewohner, die in allen Ozeanen
vorkommen. Generell ist wenig über die Biologie dieser mysteriösen Haie bekannt. Dennoch bilden sie die größte aller Haigruppen und neue Arten werden
regelmäßig beschrieben.


Fischkundliche Sammlungen, wie die der Zoologischen Staatssammlung München, spielen bei der Erforschung dieser Tiere eine entscheidende Rolle. Anhand von historischem Sammlungsmaterial wurden Leuchtorgane bei Arten entdeckt, bei denen sie bisher nicht beschrieben waren. Des weiteren sind sie die wichtigste Referenz bei der Beschreibung neuer Arten und sie liefern eine Fülle von Informationen über die räumliche und zeitliche Verbreitung der Tiere, die für die Erforschung der jeweiligen Lebensweise von größter Bedeutung ist. Neueste DNA-Sequenziermethoden erlauben es heute, den genetischen Code von fixiertem Sammlungsmaterial zu entschlüsseln und geben so tiefe Einblicke in die Artenvielfalt und Verbreitung von Laternenhaien. Nicht zuletzt bildet diese Forschung die Basis für Schutz- und Managementstrategien in Anbetracht der stark expandierenden Tiefseefischerei.

Dr. Nicolas Straube, Ichthyologe an der Zoologischen Staatssammlung München, wird in seinem Vortrag diese wenig bekannte Tiergruppe vorstellen und über neueste Forschungsergebnisse zur DNA-Entschlüsselung von Sammlungsmaterial berichten.
Die Veranstaltung findet am 19. Dezember um 18.15 Uhr in der Zoologischen Staatssammlung München, Münchhausenstraße 21, 81247 München, statt. Der Eintritt ist frei.

Dr. Nicolas Straube (SNSB-Zoologische Staatssammlung München): Laternenhaie – wie ichthyologische Sammlungen einmalige Einblicke in die Taxonomie von Tiefseebewohnern geben können
Mittwoch, 19. Dezember, 18.15 Uhr
Zoologische Staatssammlung München, Münchhausenstraße 21, 81247 München
Haltestelle S2 Obermenzing
Eintritt frei.

Laternenhai Etmopterus caudistigmus. Computertomographische Aufnahme des Kopfbereichs. Die Aufnahmen wurden angefertigt, um abschätzen zu können, welche Knorpelskelettelemente die höchste Dichte aufweisen und antomische Merkmale, die zur Artbestimmung wichtig sind, zu identifizieren. Die Art ist sehr selten, wird etwa 35 cm lang und lebt in der Tiefsee des Südwestpazifiks.
Foto: Dr. Bernhard Ruthensteiner, Zoologische Staatssammlung München

ZSM_Bild 1 Laternenhai Kopf

... zurück

 

Flughafen München
Flughafen München
www.heidi-winkler.de

Kunstmalerin Heidi Winkler
Wohlmutserweg 2
87463 Dietmannsried
Tel. 0 83 74-80 81

>> mehr

Tierschutzverein München
www.emerescue.de