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ARCHIV
Wien - nur du allein …
Das Jena-Wochenende
Ausstellung und Lesung in der Autorengalerie
´s Münchner Herz - Stars im Prinze

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Segnung der Tiere und Menschen.
Fotos: Ysabelle Sauer-Saaliste

Trachtenumzug.

Schwangau - die Legende des heiligen St. Koloman

Von Ysabelle Sauer-Saaliste, www.ysaluma.de
Füssen und Umgebung - nicht nur unser König Ludwig II hat diese Gegend besonders geliebt, auch für mich ist diese Landschaft ein magisches Fleckerl auf dieser Erde, wohin ich immer wieder gerne fahre, um die Stille und den inneren Frieden zu finden, wo ich lange Spaziergänge machen kann durch freie Felder und Wiesen, die im Sommer mit einem vielfältigen Blütenmeer überraschen. Die eigenartig geschwungenen Bergkämme, mal sanft und weich, dann schroff und grob, die herrlichen Täler und Schluchten, die Geschichten erzählen von einem Dasein vor ganz langer Zeit. Die vielen Seen, die alle ihr eigene Charakteristik haben, der Alpsee, oben bei Schwangau, der Forggensee, der noch ziemlich jung ist und vom Lech durchflossen wird und wo früher die alte Römerstraße hindurchgeführt hat. Das Schloss Neuschwanstein, welches weltbekannt ist, daneben Hohenschwangau, die Sommerresidenz des Königs Maximilian II, seiner Frau Marie, die fast alle Berggipfel der Umgebung erklommen hat, und deren Kinder Ludwig und Otto. Und wenn man seine Blicke schweifen lässt, entdeckt man mitten in den Feldern unübersehbar die barocke Kirche St. Koloman, von ein paar knorrigen
alten Bäumen umgeben.

An diesem früheren Wallfahrtsort findet jedes Jahr am Sonntag vor dem 13. Oktober der Sankt Kolomanritt statt zu Ehren des Heiligen, der als Schutzpatron für Krankheiten bei Mensch und Tier verehrt wird. An diesem Tag versammeln sich schmucke Trachtler und Dirndln auf blumengeschmückten Pferden, deren Mähnen und Schwänze mit prächtigen Blüten in vielerlei Mustern verflochten sind, am Anger neben der Kapelle. Der Priester, fest im Sattel, mitsamt seiner Ministranten, reitet von Ross zu Ross und spendet seinen Segen. Der Gottesdienst wird im Freien abgehalten. An den Wegesrändern bestaunen neugierige Zuschauer die Prozession, die nach der Messe dreimal um das kirchliche Anwesen führt. Die Kirchenglocken läuten sehr lange in unterschiedlichsten Melodien. Fahnenträger, zu Fuß voran, geleiten die Prozession, alte Kutschen sind mit honorigen Personen besetzt, Bürgermeister, Landtagsabgeordnete und Kirchenobrigkeiten grüßen und winken dem Publikum zu. Auf dem Festplatz ist zudem das Bierzelt aufgestellt, die Dorfgrillmeister brutzeln Würschteln und Schweinernes. Im Hintergrund die Schlösser als filmreife Kulisse.

Der Name Koloman, stammt aus dem Altnordischen und wird übersetzt mit "der behelmte Mann". Die Legende: Der junge und gottesfürchtige Koloman war königlicher Abstammung. Er begab sich von Irland aus auf die Wallfahrt ins Heilige Land. Der kürzeste Weg nach Jerusalem führte durch das heutige Österreich. Der Weg dorthin war sehr beschwerlich und mit vielen Hindernissen versehen. Die Pilger mussten über Berge klettern, Flüsse überqueren, Umwege in Kauf nehmen, wenn es nicht mehr weiter ging, und waren jedem Wetter schutzlos
ausgeliefert. Auch führten ihre Wege durch Gebiete, wo es ansteckende Krankheiten gab, oft waren die Wallfahrer jahrelang unterwegs. Die Gefahren lauerten überall, mal waren es Wegelagerer und Räuber, mal ging es durch Regionen, in denen Krieg geführt wurde.
Vier Monate war Koloman schon unterwegs und befand sich nun auf österreichischem Boden. Sein Herz war froh, er betete und sang und pries und dankte Gott. Eines Morgens, er hatte in einem Heuhaufen geschlafen, stand ein Bauer vor ihm und betrachtete Koloman, der ihm wegen seiner fremdartigen Kleidung aufgefallen war. Der Bauer stieß ihn an und fragte, woher er käme und wohin er wolle. Koloman versuchte zu erklären, dass er aus Irland sei, ein Pilger auf dem Weg ins gelobte Land. Von allen Seiten strömten nun Bauern, Knechte und Mägde herbei, um Koloman, den Fremden, zu sehen. Dass er ein Kundschafter aus Böhmen sei, ein Spion, wurde gemunkelt, oder ein Verräter an seinem Volk, wurde ihm unterstellt. Die Menge wurde zusehends aufgebrachter und böser, sie wiegelten sich gegenseitig auf, griffen ihn an und prügelten auf ihn ein, bis er wehrlos zusammensackte. Schließlich legten sie ihm ein Seil um den Hals und erhängten ihn an einem Baum. Die johlende Menge zerstreute sich, keiner kümmerte sich um den aufgeknüpften Koloman.

Die Menschen erzählten sich später, dass der Leib des Koloman eineinhalb Jahre an dem Baum hing, ohne zu verwesen. Das wurde als Zeichen seiner Unschuld gedeutet. Es wird auch berichtet, dass ein Reiter mit seinem schwer kranken Sohn an diesem Baum vorbeikam. Er sah den Erhängten, schnitt ein winziges Stück Fleisch von dessen Körper und gab es seinem Sohn. Dieser war nach dem Verzehr augenblicklich geheilt. Aus der Wunde trat frisches Blut hervor, als wäre Koloman erst in diesem Moment gestorben. Sogar der Holunderbaum, an dem Koloman hing, fing zu blühen an. Noch viele seltsame Wunder und Ereignisse folgten. Am 13. Oktober 1014 wurden seine Gebeine ins Benediktiner Kloster Melk gebracht. Koloman wurde fortan als Landesheiliger von Österreich und ebenso in Bayern verehrt. Ihm zu Ehren wurden viele Sankt Koloman-Kapellen und -Brunnen gebaut. Zu seinem Gedenken werden bis heute Pferdeumritte veranstaltet. Früher wurden auch noch Urnenopfer dargebracht. Im alten Volksglauben heißt es, der Sankt Koloman macht unverwundbar. Quellen, die ihm geweiht sind, gelten als heilkräftig, und der Kolomansegen soll vor Feuer schützen. Noch heute kann man an der Kapelle des Stockerauer Frauenklosters (Österreich) den Holunderbaum finden, an dem Koloman angeblich aufgehängt wurde.

An diesem Wochenende sind wir wieder in Füssen, natürlich auch zu einem Besuch in der
St. Kolomanskapelle. Die Monstranz auf dem rechten Seitenaltar enthält eine Reliquie des Heiligen, die der Abt von Melk 1720 hierher gestiftet hat. Auch ein kleiner Spaziergang über den Friedhof, der an die Kapelle grenzt, ist sehenswert, die geschmiedeten Kreuze und Marterl, von ganz alt bis neueren Datums, mit sinnvollen Sprüchen darauf. Hebt man seinen Blick, erscheint das geheimnisumwitterte Schloss Neuschwanstein vor Augen, oft in Nebel gehüllt, der Tegelberg, und rechts die liebreizende Stadtsilhouette von Füssen, das Hohe Schloss über der Altstadt. Tradition, Kultur und Brauchtum - hier wird es noch zelebriert.

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Geschmückte Pferde.

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Mädchen mit Pferd.

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St. Kolomankirche von innen.

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Geflochtene Mähne.

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Schloss Neuschwanstein.


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Fasching am Viktualienmarkt, beim Nymphenburgcafezelt. Fotos: Ysabelle Sauer-Saaliste

Das Münchner Geisterl
und der Viktualienmarkt

Von Ysabelle Sauer-Saaliste, www.ysaluma.de
Es war ein Geisterl, das im Universum herumgeschwirrt ist. Es hat über die große prächtige Erde geblickt, um sich ein nettes, gemütliches Platzerl für sein Kommen darauf auszusuchen. Bei diesem Auskundschaften ist es einem Halleluja-plärrenden, dickbäuchigen Engel mit Zwiebelbart begegnet, der mit gespreizten Würstelfingern auf seiner Harfe zupft und auf einer bauschigen, weiß-blauen Wolke thront.
Sein Name war Aloisius.

"Ja, sowas, nein", ruft das Geisterl, das bis jetzt noch keinen Namen hat, "was bist denn Du für ein greislicher Engel, so gar nicht zart und feinsinnig wie die anderen". - "Is was? Ha? Was wuist denn Du, Du grischpliges Geisterl, Du", poltert der Aloisius mit kräftiger Stimme los, um gleich ein "Halleluja, Halleluja, Luja sog i " hinterher zu schmettern.
"Ich bin auf der Suche nach einem passenden Ort, einem hübschen Fleckerl, damit ich als Mensch geboren werden kann", jappst das Geisterl. "Mmh, was wuist denn nachat werd’n wennst auf d’Welt kummst, a Bua oder a Madl, ha?", brummt der Aloisi. Das Geisterl überlegt und sagt: "Ein Knabe". - "Hahaha, ein Knabe! Herrschaftszeiten - a Bua sagt ma bei uns! So, und wennst a Bayer werd’n wuist, dann wüsst i genau s`Richtige. A Stadt, scheener ois wia der ganze Engerl-Wolken-Himmi da herob’n - mei oh mei , was hab i Zeitlang nach mein’m Minga - weil - da, in München, am Platzl, da steht a Hofbräuhaus, da schpuins auf mit zünftiger Blosmusi und jeden Freitag blost der Fotzhobeltoni boarische Gschtanzel, ‘s gibt an knusprigen Schweinsbraten mit Kartoffeln- und Semmelnknödeln, wia der Karl Valentin, mei oider Spezi und Stammtischbruader , oiwei g’sagt hat, dazua a frischzapfte koide Mass Bier -
i schmeck’s no auf der Zunge - mmmhhh und de Weißwürscht zum Auszuzeln mit a frischen röschen Brez’n - ui, i schnuffit’s no, mir laaft ‘s Wasser im Mund z’samm. Mei Hofbräuhaus … ".

Ein heftiger Klimper erschallt auf seiner Harfe und der Aloisius schwärmt weiter: "Wennst dann a paar Schritt weiter gehst duchs Tal, nachat kummst zum Viktualienmarkt, damals der Gmüas- und Bauernmarkt, bis de Latiner mit `victus’ modernisiert hab’n. Geisterl, i sog Dirs, oa Standerl neben dem andern, ois, jed’s Schmankerl konnst dort kriag’n, von der Schmalznudel in der Stranitzen bis zur Blunz’n, Kaasloaberl, Radi, Erdäpfe, Reherl, Wüschtel, Giegerl, Schuxen, Eiglegts, ois aus von der ganzen Welt. Und der Biergarten unter de Kastanien neben dem Maibaam - ha, da is dem Valentin Kare des Sprücherl eig’foin:

Zwei Knaben stiegen auf einen Baum
sie wollten Äpfel herunterhau’n.
Am Gipfel oben wird ihnen klar,
dass des der g’schmückte Maibaum war.

Hahaha - ja, ja, mei geliebtes München, oh weh, oh weh, und i muaß da herob’n bleib’- Halleluja, Halleluja, Halleluja … ". Und dann ist es passiert, das Geisterl ist in dieser Stadt geboren, und hat einen bayrischen Namen gekriegt, und ist dadurch ein waschechter Münchner geworden. "Als ich das Licht der Welt und sodann die Hebamme erblickte, war ich sprachlos. Ich hatte diese Frau ja noch nie in meinem Leben gesehen -" hat der Valentin gesagt, und dem neuen Erdenbürger ist es genauso ergangen. Manchmal, wenn der Münchner heute durchgeistigt vor sich hinsinniert, in irgendeinem Biergarten an seinem Bierhaferl geschlürft hat, sind ihm die aloisianischen, pränatalen Nebelbilder durch das Hirn geschossen, die ihn magisch, durch sein ganzes bisheriges Leben an den Viktualienmarkt gezogen und gebunden haben. Auch die Geschichten der Marktweiberl, Standlmänner, der Münchner Originale wie eben Karl Valentin, Liesl Karlstadt, die eigentlich italienischer Abstammung war und Welano geheißen hat, der Weiß Ferdl und Roider Jackl, Kathi Prechtl (die Ratschkathl), Sigi Sommer (der Spaziergänger), die Erni Singerl (die im Monaco Franze-Film Haushäterin gespielt hat und "dem feinen Herrn" nur die Kopfsalatherzerl vom Marklt hat holen dürfen) - an das erinnert sich der Münchner.

Der Viktualienmarkt ist Münchens guate Stub’n, und früher war er nicht da, wo er jetzt ist, sondern ‘s war der Stadtmarkt am Schrannenplatz, dem heutigen Marienplatz. König Max I. hat einen Teil von dem Markt zwischen die Heiliggeistkirche und der Frauenstraße verpflanzt, und vor fast 200 Jahren ist der Markt erweitert worden bis zur Blumenstraße hin. Die Verkaufsplatzerl sind alle Tage neu vergeben worden, seit 1870 gibt’s die festen Standl. Im
2. Weltkrieg ist der Platz schwer zerstört gewesen, ist aber wieder zum oiden Viktualienmarkt erweckt worden und die Münchner selbst und selbigst haben ab 1953 den Markt mit Brunnen für die beliebten Volkssänger und Komiker bereichert. Mittlerweile hat sich der Viktualienmarkt zu einer Feinschmeckeroase entwickelt, zur Sehenswürdigkeit für’s Münchner Volk, für Touristen und für die Preißn.

Der Münchner flaniert in seinem Trachtenjanker und typisch bayerischer Kennermiene von Standl zu Standl ... erst an Blick zum Obstfreimarkt. Es sind seit ewiger Zeit immer die gleichen 7 Händler, die lediglich mit ihre Schirmständer allwöchentlich rotieren, daneben die Kaastandler - und Wildfeilbieter. Dann a kleiner Umweg übers Cafe Nymphenburg zur Schrannenhalle, um beim Karl Walentin seinem Brunnen ein herzliches Grüß Gott zu flüstern. "Nenn mich nicht Walentin, du nennst ja deinen Vater auch nicht Water" raunzt der bronzene Vale zurück. "I sag gar nix mehr, des derf ich doch noch sagen dürfen", denkt sich der Münchner á la Vorgenanntem. Paar Schritte weiter, die Kartoffelhändler, dahinter d’Suppenkuchl und der Exotenmüller, dann die Bäckerliesl, das älteste Marktweiberl, und die erzählt gern deftige Anekdoten wie z.B. von der Ratschkathl, die wo sie selber selbst noch gekannt hat: "Hab’n sich zwoa Standlweiber g’stritten. De oane langt in ihr’n Eierkorb und wirft der anderen a Ei auf den Kopf. "Ja, du wuide Hena du, wos foit denn dir ei", keift die Getroffene, bückt sich, hebt an Rossboiln auf und schmeißt’n der anderen mitten ins G’sicht. Die hat grad den Mund aufg ..."den b’hoit i so lang drin bis der Schandi kommt ..." - "Ja, der Mensch ist guat, de Leit san schlecht," - tät der Valentin jetzt resümieren. Der Müncher von der sommerlichen Hitze geplagt, strawanzt am Maibaum vorbei am Liesl-Karlstadt-Brunnen - weil, da ist ja schon das ersehnte Ziel, der Biergarten. Das Besondere an dem ist, dass die
6 Münchner Brauereien den Ausschank abwechselnd beliefern und a Taferl anzeigt, welches Bier es gerade gibt und dass koane Biermöpserl bedienen tun. Eingekehrt wird, ein Masserl
Bier, a Leberkässemmel dazua, und de stoische Müncher Ruah - des braucht ma jetzt. Am Stammtisch drüben hocken de, de wo allaweil da hocken, wia der Zittermax, der Alimenten-
Heini, der Wagscheitel-Lenz oder der Wetzstoa-Wiggerl (ihren Namen liegt das Aussehen oder ihre Eigenschaften zu Grunde). A bisserl rumschaun tuat ma, a bisserl an Grant rauslassen, de Leit studier’n, a kleines Nickerl ... "Ja,ja. Heute ist die gute alte Zeit von morgen" - tät der Vale sagen und der Münchner antwortet "die Zukunft war früher auch besser " -
ja no, ob des stimmt?

Nach ausgiebiger Gustlpause geht’s zum Petersbergerl nauf, wo die Petersbergerlsmetzger die Geflügel- und "Selten-Fleisch-Sorten-Händler" sich ausbreiten. Da findet der zum Einkaufen geschickte Ehemann das rare Hasenfilet, "derf’s a bisserl mehr sei?", und den besonderen Pferdeschinken, beim Cafe Rischart noch an Wecken Brot und daneben beim einzigen Münchner Kammfachgeschäft wird noch schnell ein Blick ins Fenster geworfen, weil Kämme und Bürsten, des braucht der Mann, vielleicht auch noch an Besen … An Besen, ja, des tät jetzt grad in die Faschingszeit passen, zum Kehraus, zum Beginn der Fastenzeit, am Aschermittwoch, wo man sich sein Aschenkreuz mitten auf dem Hirnkastl vom Pfarrer abholen kann, im Peterskircherl vielleicht, am Petersbergerl drobn …

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Blumenstandl.

Karl Valentin Brunnen.

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Obststandl.

Gewürzstandl.

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Die Metzgergasse.

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Weiß Ferdl–Brunnen.

Am Viktualienmarkt.


Große Mühle

Große Mühle.

Danzig Bahnhof. Fotos: Ysabelle Sauer-Saaliste

Danzig Bahnhof. Fotos: Ysabelle Sauer-Saaliste

Danzig – Reise in die einstige blühende Hanse-
und Handelsstadt


Von Ysabelle Sauer-Saaliste, www.ysaluma.de
Um dem tristen Herbst zu entfliehen, haben wir noch schnell eine Woche Urlaub eingeplant, über Allerheiligen. Ich wollte unbedingt ans Meer. Da ich noch nie in Polen war, haben wir kurzerhand Danzig als Ziel ausgesucht.

Am Sonntag, in aller Herrgottsfrühe, in der Nacht wurden die Uhren auf Winterzeit umgestellt, sitzen wir wieder im Hauptbahnhof, im Cafe Segafredo, weil hier der Cappuccino so hervorragend gut schmeckt und der Käsetoast dazu auch. Wir haben viel Gepäck, zwei große Koffer( auf Empfehlung unserer polnischen Freunde) , allerdings beide halb leer. Nach einer Bahnfahrt durch das sonnige Bayern ins nieselnd trübe Berlin erwischen wir gerade noch unseren Zug nach Danzig. Nachdem wir Frankfurt/Oder passieren und auf polnischem Boden sind, gehen wir in den Speisewagen. Ein Original aus längst vergessenen Zeiten! Stühle aus hellem Eichenholz, die Sitzflächen mit dünnem Schaumgummi bezogen, viereckige Tische mit weißen Tischdeckchen drauf, nette bunte Gardinen - eigentlich sieht es eher aus wie in einer rustikalen Dorfwirtschaft. Außer uns sitzen noch drei weitere Reisende hier und ein köstlicher Duft wabert durch den Waggon. Mit einem polnischen Zubrovka (Schubrowka mit Büffelgras)) stoßen wir an und bestellen uns einen Barscz, die traditionelle Rote-Beete-Suppe, rein vegetarisch mit viel Gemüse drin und so fein gewürzt. Ich wundere mich, dass die Suppe so brühend heiß ist, aber hier wird noch richtig gekocht, auf elektrischen Herdplatten. Aus verschiedenen Töpfen dampft und brodelt es, es entweichen dillwürzige Aromen. Wir ordern die berühmte und äußerst delikate Ogurkovna, eine Gurkensuppe und verschiedenste Sorten Pierogi, gefüllte Teigtaschen, und lernen nebenher die wichtigsten polnischen Ausdrücke, wie "Bitte" und "Danke" und einiges mehr.

Es ist bereits halb neun, wir sind bereits elf Stunden unterwegs. Ich weiß, mit dem Flugzeug geht es ratzfatz, aber ich habe nun mal Angst vorm Fliegen. Wir müssten gleich da sein, und ich erkenne aus dem Fenster irgendein Wort und Gdansk. Schnell kramen wir unsere Habseligkeiten zusammen und hasten aus dem Zug, die Türen schließen und wir stehen am Bahnsteig - ganz allein. Ein sehr kleiner Bahnhof. Wir steigen die Treppen runter, auf der anderen Seite wieder rauf. Unser Hotel Scandic Gdansk sollte gleich gegenüber vom Bahnhof sein. Aber hier war kein Hotel, nur ein einzelnes Taxi stand dunkel an der Straße. Naja, nach halbstündiger Fahrt sind wir an unserem Ziel angekommen - wir sind halt zu
früh ausgestiegen ...

Aus unserem Zimmer haben wir den herrlichen Blick zum Hauptbahnhof, ein prächtiges Backsteingebäude im Stil der Neorenaissance, mit 48 m hohem Turm - ein repräsentativer erster Eindruck der einstigen blühenden Hanse- und Handelsstadt Danzig. Unten, an der Hotelbar, duzt man sich schnell. Gesprochen wird englisch. Da ist der Schwede Gunnar, der mir gleich einen Kautabak anbietet, aber das lasse ich lieber, weil ich mich noch gut erinnern kann, als ich mal vor langer, langer Zeit am Flughafen in Riem gearbeitet habe. Da hatte ich einen Check-in, früher haben wir ja noch alles handschriftlich erledigt, die Listen ausgefüllt, zum Beispiel musste der Name, das geschätzte Gewicht des Passagiers, die Anzahl der Gepäckstücke etc. drauf. Computer hat es noch nicht gegeben, und dann hat man dem "OPS" (Operations) die Daten telefonisch durchgegeben. Ein ziemlich betrunkener Schwede wollte einfach nicht parieren und hat die wartende Schlange ewig aufgehalten und nur wenn ich ein Stück von seinem Kautabak in den Mund stecke, dann würde er weitergehen. Ich hab’s getan. Kurze Zeit später bin ich am Boden liegend aufgewacht, der Sani über mir, mir war eklig schlecht und ich habe fürchterlich aus dem Mund gestunken. Knapp an einer
Nikotinvergiftung vorbei.

Dann ist da der Norweger Michel, ein Ingenieur und einige Nordlichter mehr, die hier auf der Werft arbeiten, und der temperamentvolle Mohammed aus Saudi Arabien, der einen Zubrovka nach dem anderen kippt und am liebsten Schweinefleisch isst, mit seinen lustigen Geschichten. Oder Arnim und Elisabeth aus Deutschland, die auf den Spuren ihres Opas wandeln. Eine kunterbunt gemischte Runde - und wir werden uns fortan jeden Abend zum gemütlichen Tagesausklang wiedersehen.

Am Montag ist Reformationstag, zugleich Halloween und ein sonniger Tag dazu. Mit unserem Reiseführer in der Hand laufen wir durch die buckligen und auch kaputten kopfsteingepflasterten Straßen, gleich hinterm Hotel, in die Altstadt. Ich bin fasziniert von der Schönheit der Stadt, den vielen Kirchen mit den imposanten Türmen, die fantastisch verzierten Patrizierhäuser, die noch immer den Reichtum der einstigen Handelsleute widerspiegeln und erahnen lassen. Vorbei am Altstädtischen Rathaus, ein kubischer Backsteinbau, der großen Mühle mit sechsstöckigem Satteldach, der Josefskirche mit dem freistehenden Portal, der gotischen Katharinenkirche, das älteste Gotteshaus Danzigs, der Brigittenkirche mit der berühmten Muttergottes aus Bernstein und dem lilienförmigen Altar. Diese Kirche der Solidarnosc war 1980 Treffpunkt und Aktionsraum der freien Gewerkschaft um Lech Walesa. Ein paar Schritte weiter stehen wir vor der "Dominik"-Markthalle, in neugotischem Stil auf den Fundamentresten eines Dominikanerklosters erbaut. Außen, an kleinen Ständen, verkaufen Bauern frisches Gemüse und Obst, die verschiedensten
Apfelsorten, so große Äpfel habe ich noch nie gesehen (mir wurde gesagt, dass diese Sorten extra für die Russen angebaut wurden, weil diese große Äpfel bevorzugten). Alte, arme Mutterl und Vaterl bieten ihre selbstgemachten Marmeladen und Honige an, selbstgepflückte Schwammerl und Pilze, appetitlich drapiert, gebundene Zwiebel- und Blumenkränze. Drinnen im Marktgebäude herrscht durch die vielen Händler von überall her eine basarhafte Stimmung, zu finden sind Schlüsselmacher und Schuster, Bäcker und Metzger, Bonbonstände und Bekleidung.

Nachdem wir uns in der Pirogernia gestärkt haben, schlendern wir zum Großen Zeughaus mit seiner üppig gestalteten Fassade in niederländischem Manierismus, dahinter befindet sich heute die Danziger Kunstakademie. Ab jetzt kann ich nur noch schwärmen, ein Haus schöner als das andere, handbemalte Fassaden, schlossähnliche Bauten, palastartige Kaufmanns-
häuser, mit Schmuckgiebeln versehene Balustraden, der Artushof mit seiner weißen Fassade und den drei hohen Fenstern, das schönste Gebäude am Platz, wo sich früher die mächtige Gilde der Kaufmannsleute zum Zechen und Feiern getroffen hat. Davor sprudelt der bronzene Neptunbrunnen, das Symbol für die Macht der Hansestadt. An der Langgasse steht das Rechtstädtische Rathaus, ein Renaissancebau, mit seinem 82 m hohen, filigranen Uhrenturm mit vergoldeter Statue von König Sigismund auf der Spitze. Stündlich erklingt das Glockenspiel (37 Glocken!), das durch Danzigs Straßen hallt.

Die Sonne hat sich verzogen und ein schneidender Wind fegt durch die Gassen. Wir laufen durch das grüne Tor zur Mettlau und an der langen Brücke entlang zum Krantor, die "braune Nase" Danzigs. Weil ich so gerne Schifferl fahre, dümpeln wir mit der "Elisabeth" an der Philharmonie vorbei durch die Hafen- und Werftanlagen, zur Halbinsel Westerplatte. Hier hat das Kriegsschiff "Schleswig Holstein" am 1.9.1939 die Westerplatte unter Beschuss genommen und damit den 2. Weltkrieg ausgelöst. Zurück am Pier kämpfen wir uns durch den noch beißenderen Wind zur "Polnischen Post" in die Alte Vorstadt, um das Denkmal der "Verteidiger der polnischen Post" zu betrachten. 56 Postmitarbeiter haben 1939 zu Kriegsbeginn hier ihre Arbeitsstelle verteidigt und wurden von den deutschen Angreifern erschossen und
hingerichtet. Auf den Stufen des Denkmals liegen frische Blumen und brennen viele Kerzen.

Wir frieren und beenden für heute unsere Besichtigungen. Zum Abendessen kehren wir ein in ein uriges Studentenlokal am Hohentor und essen Barszcz, Kapusniak (saure Kohlsuppe), Hering mit Sauerrahm, Schweinefilets mit Speck umwickelt und als Nachspeise Malesniki (Pfannkuchen), bis wir fast platzen, und können uns gerade noch zum Taxi schleppen, um uns in der Hotelbar noch einen Finalschluck mit unserer internationalen Runde zu gönnen.

Allerheiligen - im erzkatholischen Polen ist das ein hochheiliger Feiertag, alles hat zu: Geschäfte, Cafes, Museen, kein Schiff fährt. Also latschen wir ins Gegenüber, dem Bahnhof, und machen mit unserer 72-Stunden-Stadt-Fahrkarte einen Ausflug mit der Bummelbahn nach Gdynia und Sopot. Weil es aber in Gdyna so regnet, bleiben wir im Zug und fahren zurück nach Sopot, dem Cannes des Nordens, ein mondänes und elegantes Ostseebad. Hier gibt es eine "Waldoper" (früher Freilichtbühne mit Wagner-Festspielen), aber heute finden Rockkonzerte und andere Festivals statt. Obwohl bereits 12 Uhr, hören wir aus der Josefskirche Gesang. Nachdem ich mein obligates Kerzerl angezündet habe und wir dem Gottesdienst gelauscht haben, hat es draußen aufgehört zu regnen. Die Hauptstraße des Ortes führt direkt zum Kurpark mit Kurkonzertbühne. Wir flanieren an diesem Boulevard entlang und entdecken zur linken Seite ein bemerkenswertes Gebäude, das schiefe Haus, ein wellenförmig wirkender, eigenwilliger Bau, mit krummen Fenstern, halbrunden gewölbten Türen - märchenhafte, gewagte Architektur (erinnert bisserl an Gaudi/Hundertwasser). Wir erreichen die Mole, mit gut 500 Metern Europas längste hölzerne Seebrücke. Wenn man darauf geht, hat man das Gefühl, auf einem großen Meeresschiff zu sein, und vorne, an der Spitze, läuft es konisch zu - der Gedanke an die Titanic quert mein Hirn. Auf diesem Pier gibt es das Cafe Meridian, das heute sogar auf hat - und wir gehen hinein. Schöner Rundum-Ausblick, grauer Strand und graues Meer, schön warm, schönes Ambiente. Ich muss mich erst aus meiner vielschichtigen Kleidung schälen, während mein Mann seine Jacke über den Kopf auszieht und dabei den leuchtenden Dekokürbiskopf mit Rasanz vom Tisch fegt und dieser durch das kleine Lokal kullert. Bei heißem Glühwein und köstlicher Fischsuppe wird es uns wieder warm. Auf dem Rückweg sind wir im Irish pub direkt am Bahnhof Sopot, bei einfallsreich servierten Whisky-Cocktails in besonderen Whiskykrügen versackt.

Der nächste Morgen - strahlender Sonnenschein. Aber wir kennen nun das hinterlistige
Danzig-Wetter. Grad scheint die Sonne und Sekunden später schüttet es, oder es nieselt von allen Seiten trotz Sonne am Firmament, da Regenbogen, dort Platzregen. Heute ziehen wir uns warm an, drüber Regenmantel, Mütze - und Schirm ist heute auch dabei. Tagesausflug nach Gdynia, da haben wir gestern Abend eines der berühmten Danziger Einkaufszentren entdeckt, das Riviera. Das ist auch unser Ziel: etwa 500 Meter lang über drei Stockwerke verteilt - gigantisch, enorm! Sämtliche bekannten Marken sind vertreten, von Desigual, Hugo Boss, bis H&M. Moderne, uns sehr ansprechende Architektur, mit viel Holz und Glaselementen, Kunstwerken - ein Tummelplatz für Jedermann. Mein Mann hat sich ganz nach oben verzogen, in den "Fressbereich" - eine Burgerkette neben der anderen, Spaghetteria, Pirogernia,
Thaikost - nur meine geliebten Suppen gibt es nicht. Ich fülle Tüten und bin froh, meinen Rucksack dabei zu haben. Natürlich besuchen wir auch einen richtigen Polenmarkt. Wir streifen durch die schmalen Wege zwischen den Buden hindurch. Ich entdecke einen zusammenfaltbaren Seiher, den ich in München für das 5-fache auf der Auer Dult gekauft
habe. Und weil meine Tüten so in die Finger schneiden, wird auch ein Rucksack auf Rädern gekauft, den wir sogleich voll packen. In der Markthalle gibt es für umgerechnet 1,50 € schmackhafte polnische Hausmannskost, frisch zubereitete Suppen. Nach dem dritten Bottich, schwitzend, laufen wir zum Bahnhof rüber, nur einen Katzensprung entfernt.

Abends gehen wir in schnellen Schritten durch strömenden Regen in die Rechtstadt, eigentlich wollten wir ja bummeln. Wir landen in einem schicken Restaurant mit toller Speisekarte. Wir bestellen Wein und wählen aus. Es gibt keine Fischsuppe, die ist noch nicht fertig. Hartmuts Kuttelsuppe schaut recht schleimig aus. Der Dorsch ist kein Kabeljau. Der Heilbutt sehr übersichtlich. Naja: ein kleiner Spaziergang zurück ins Hotel, wo wir heute Mohameds Abschiedsabend feiern und auch Michel fährt morgen für sechs Tage nach Norwegen heim.

Auch unser letzter Urlaubstag bricht an - heute wolkenlos. Aber wir lassen uns nicht mehr foppen. Ein letztes Mal ziehen wir durch Danzig, bewundern ehrfurchtsvoll die vielen Kirchen, streifen von der Altstadt durch die Rechtstadt in die Alte Vorstadt. Noch ein kurzer Besuch in der Markthalle - meinen überdimensionalen Apfel habe ich doch nicht gekauft, weil ich den über mehrere Etappen hätte verspeisen müssen - Karamellbonbons besorgt und noch schnell im Madison-Einkaufszentrum ein paar schicke Designerblusen gekauft und Sockerl und Strümpfe und ...

Mit dem Zug fahren wir nach Wrzeszcz, der Stadtteil im Westen von Danzig, um das Geburtshaus von Günther Grass zu besuchen und die berühmte Bank zu finden, auf der Oskar Matzerath in Bronze gegossen sitzt. Nach einigem Suchen stehen wir davor - das Haus, in dem Günther Grass gelebt hat, in dem seine Eltern ihren Kolonialwarenladen gehabt haben. Und plötzlich haut’s die ersten dicken Regentropfen herab, so schnell können wir unseren Schirm gar nicht aufspannen. Der Stadtteil ist zu einem Kult-Stadt-Teil, zum Vorzeigestadtteil herangewachsen. In dem einstigen Arbeiterviertel leben jetzt Studenten, die Universität ist nah, viele kleine Pinten und Kneipen, Cafes und Biobars säumen die Straßen und Plätze. Und auch wir flüchten in eine Eck-Snack-Bude, natürlich wieder zum Suppenessen - weil Suppe macht warm. Wir finden den Wybicki-Platz einfach nicht, und so muss der bronzene Oskar auf unseren nächsten Besuch warten.

Mit nassen Füssen und ziemlich klammen Fingern erreichen wir die Bahnstation, in einem Shoppingzentrum integriert. Hinter einer Glasscheibe lachen uns Torten und Kuchenstücke an, während uns das Wasser hinten in den Kragen läuft. Also erst mal trocken werden und das bei einer Tasse Tee und natürlich Kuchenessen dazu. Ich habe einen Schokoladenkuchen geschlemmt, Hartmut einen Sonnenblumenkuchen, alles mit echt geschlagener Sahne. Die Kuchen hausgemacht, das sieht man an der schepsen Form - bis auf den letzten Krümel sind die Teller leer. Auf dem Weg zur Bahn bleiben meine Augen an einem Schaufenster mit italienischen Herrenschuhen kleben und - nun ja, es ist das zweite Paar Herrenschuhe, die wir innerhalb weniger Wochen von einer Reise mitbringen.

Im Hotel angekommen mache ich mich ans Einpacken und bin froh, mit halbvollen Koffern gestartet zu sein. Nun haben wir drei Gepäckstücke, zusätzlich Handgepäck. Nach einem ausgiebigen Aufwärmbad laufen wir zum letzten Mal zu unserer Studentenkneipe und freuen uns auf den Schmaus, werden aber enttäuscht, weil heute Fußball geschaut wird und die Küche deshalb zu hat. Aber in unserer Pirogernia schaufeln wir alles, was so gut geschmeckt hat, in unsere Bäuche hinein. Atemlos (durch die Nacht) - so kommen wir an im Hotel, wo Arnim uns bereits erwartet zu einem Glas Geburtstagswein und wir uns voneinander verabschieden, mit einem Ade - Auf Wiedersehen.

Brigittenkirche mit Mutter Gottes aus Bernstein

Brigittenkirche mit Mutter Gottes
aus Bernstein.

Artushof

Artushof.

An der Markthalle

An der Markthalle.

Krantor "braune Nase"

Krantor "braune Nase".

Halbinsel Westerplatte
Grüne Tor an der Mettlau

Grüne Tor an der Mettlau.

Danziger Werft

Danziger Werft.

Zopot - der Seiltänzer aus Bronze

Zopot - der Seiltänzer aus Bronze.

Uhren-Kunstwerk im Shopping Center

Uhren-Kunstwerk im Shopping Center.

Halbinsel Westerplatte.

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Zopot - das schiefe Haus.

Whiskycocktail mit besonderen Gläsern

Whiskycocktail mit besonderen Gläsern.

Günther-Grass-Haus

Günther-Grass-Haus.

Philharmonie

Philharmonie.

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87463 Dietmannsried
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