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Kniggelicious®
Cindy Seifert
Haag 3
95615 Marktredwitz
Tel: 09231 7 028 215
Mobil: 0175 3 654 252
info@kniggelicious.de
www.kniggelicious.de
Trainerin für Business-Etikette (IHK)
Zertifizierte psychologische Beraterin (BTB)
Vorstandsmitglied der Deutschen-
Knigge-Gesellschaft e.V.

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Foto: FeigFotoDesign

Kniggelicious® Cindy Seifert
Knigge in der Krise, Teil 2 –
Laptopkamera statt Augenkontakt

Anfang 2020, wir erinnern uns: Viele Menschen wünschten sich weniger im Büro zu arbeiten, sondern viel lieber zu Hause im praktischen Homeoffice. Man spart sich damit ja auch die nervenaufreibende Fahrt mit dem Auto, die Parkplatzsuche, die Fahrt in der stickigen, engen U-Bahn, hohe Schuhe, eine Anzughose und vieles mehr. Homeoffice … ach wie schön muss Homeoffice sein. Dachten sich viele. Und etliche Vorgesetzte bügelten den ein oder anderen Vorstoß in diese Richtung mehr oder weniger (un)sanft ab. Homeoffice gleich Kontrollverlust. Bis es dann zum
Lock-Down kam.

Tatsächlich haben laut einer von Citrix in Auftrag gegebenen Umfrage gut 43% der in Deutschland befragten Teilnehmer*innen schon vor Corona mindestens einmal in der Woche im Homeoffice gearbeitet. Immerhin.

74 Prozent sagten zudem, dass ihre Produktivität zu Hause gleich oder sogar höher wäre als im Büro. Ok, auch das war VOR Corona. Und vor der Zeit, in der auch noch die Kinder gleichzeitig zu Hause betreut werden mussten. Würden das die Befragten jetzt auch noch so sagen? Ich höre jedenfalls anderes. Die meisten lechzen danach, wieder ins Büro zu dürfen. Zumindest ab und zu. Fakt ist allerdings, dass das Homeoffice in unserer Arbeitswelt einen festen Bestand haben wird. Deswegen heute ein paar Tipps, wie Sie sich im oder für das Homeoffice motivieren und sich gleichermaßen stilsicher präsentieren können:

- Ziehen Sie sich genauso an, als würden Sie ins Büro gehen. Schminken Sie sich, wenn Sie das sonst auch tun. Frisieren Sie Ihre Haare. Ziehen Sie Schuhe an. Sie werden erstaunt sein, wie sehr allein letzteres Ihre Motivation erhöht.

- Sie kommen morgens nicht richtig in die Puschen? Drehen Sie eine Runde an der frischen Luft, bevor Sie sich an den Rechner setzen.

- Bei Videokonferenzen schalten Sie die Kamera ein. Denn, Augenkontakt ist auch virtuell wichtig. Das Bügelchaos im Hintergrund schieben Sie am besten ebenso vorher aus dem Bildausschnitt wie die Urlaubsbilder aus dem letzten FKK-Urlaub.

- Halten Sie Augenkontakt mit den anderen, indem Sie in die Kamera blicken. Ist schwierig, weil die Linse so klein und unauffällig ist? Kleben Sie einen Sticker oder ähnliches daneben.

- Kamera am besten auf Augenhöhe platzieren (Tipp: Kartons unter den Laptop stellen).

- Aufmerksamkeit gilt virtuell übrigens genauso wie im echten Leben. Bleiben Sie bei der Sache und konzentrieren sich auf das Projekt oder Thema.

Übrigens, 26 Prozent der Befragten aus oben genannter Umfrage nannten eine erschwerte Kommunikation aufgrund der Distanz zu Kollegen*innen als Hauptgrund für Produktivitätseinbußen. Mir fehlt diese direkte Kommunikation sehr. Ihnen auch? Wenn Sie die/derjenige sind, die als vorgesetzte Person Videokonferenzen einberuft, das Team leitet
etc., hier noch ein paar Tipps, wie Sie auch auf Distanz ein bisschen Konferenzraumflair generieren können:

- Gescherzt und gelacht werden darf auch virtuell.
- Planen Sie Zeit für einen persönlichen Austausch ein.
- Lassen Sie, wenn möglich, jeden Teilnehmenden zu Wort kommen,
eventuell mit einer Vorstellungsrunde oder bei Fragerunden.
- Wie wäre es mit einer Warm-Up-Phase zu Beginn des Meetings beim gemeinsamen Kaffee/Tee? Zeit für bewusstes Miteinander ist online noch wichtiger als im „normalen“ Leben.
- Denken Sie daran: Es geht nicht nur um den informellen Austausch.
- Je mehr Interaktion, desto besser.
- Planen Sie lieber zwei, drei kürzere Meetings als ein langes.
Remote verändert unsere Konzentrationskurve.

Im Sinne von Kurt Tucholsky wünsche ich Ihnen alles Gute: „Ein voller Terminkalender ist noch lange kein erfülltes Leben“. Bleiben Sie gesund.

Haben Sie Fragen? Oder Themenwünsche? Ich freue mich auf Ihre Vorschläge an: info@kniggelicious.de.
Ihre Cindy Seifert
www.kniggelicious.de


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Foto: Florian Miedl

Knigge in der Krise, Teil 1 – Ghettofaust statt Handschlag

Unsere Umgangsformen haben sich in den letzten drei Monaten erheblich verändert. Sie mussten sich verändern. Als Zeichen der Wertschätzung geben wir uns nun zum Beispiel eben nicht mehr die Hand. Und manchmal fühlt sich das irgendwie merkwürdig an. Als ob etwas Wichtiges fehlt. Warum ist das so?

Ein Händedruck sagt so viel über die Persönlichkeit und Stimmung des anderen aus. Selten ist Körpersprache derart deutlich. Das eigene Selbst- und Fremdbild wird in Sekunden erkennbar. Im Laufe eines Lebens geben wir unseren Mitmenschen im Schnitt übrigens bis zu 15000 Mal die Hand. Das schätzen zumindest Wissenschaftler. Neben dem Blickkontakt, der Stimme oder dem Duft eines Menschen ist sein Händedruck einer der stärksten Sympathiebringer und damit entscheidend für den ersten Eindruck.

2017 führte Thomas de Maizière (CDU) das Händeschütteln zur Begrüßung in seinem Zehn-
Punkte-Katalog zu einer deutschen Leitkultur auf. Und bereits im Römischen Reich war die Tradition des Händeschüttelns bekannt. Römischen Münzen zeigen Händeschütteln als Symbol der Eintracht. Die Geste an sich ist allerdings schon viel älter. Im Neuen Testament wird im Brief des Paulus an die Galater (ca. 50 n. Chr.) erwähnt, dass Paulus beim Abschied in Jerusalem die „rechte Hand der Freundschaft“ gereicht wurde.

Den menschlichen Wunsch nach einer Form der Berührung, um Vertrauen und Interesse auszudrücken, teilen wir übrigens mit Tieren. Eine verbreitete Theorie zum Ursprung des Handschlags besagt, dass Menschen damit einfach zeigten, keine Waffe in der Hand zu halten.

Und heute? Wenn man überhaupt Kontakt zu anderen Menschen hat – und nicht im Homeoffice in einer Videokonferenz sitzt (mehr dazu im nächsten Artikel) – dann gibt es im höchsten Fall der Gefühle einen Ellenbogen-Check (nicht zu verwechseln mit dem gleichnamigen Foul beim Eishockey), eine Ghetto-Faust oder einen Wuhan-Shake. Anderthalb Meter Sicherheitsabstand ist hierbei aber meist auch Fehlanzeige. Sicherer wäre zum Beispiel der indische Gruß „Namaste“: Hände aneinanderlegen und eine kleine Verbeugung andeuten. Oder einfach die rechte Hand auf das Herz? Nur lächeln und zunicken?

Fakt ist, es gibt unendliche viele Begrüßungsformen. Wir werden sehen, was sich auf lange Frist in unserer ehemaligen „Handschlag“-Gesellschaft durchsetzt. Für den Moment heißt es: Anstand durch Abstand. Nur ein Lächeln darf auch in der heutigen Zeit ansteckend sein.

In diesem Sinne, bleiben Sie gesund.
Ihre Cindy Seifert

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