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SOS_Uruguay

Besuch aus Uruguay im Landratsamt Landsberg (von links): Javier Martinez, Leiter eines der drei dortigen SOS-
Kinderdörfer, Pablo Perlaza, Psychologe in der SOS-Einrichtung in Canelones, Maria Muñoz vom Kinderdorf Montevideo und Patricia d´Halewyn, ebenfalls aus Montevideo, zusammen mit Landrat Thomas Eichinger, Jugendamtsleiter Peter Rasch, Dolmetscherin Matilde Sedlmair, SOS-Einrichtungsleiterin
Dr. Susanne Dillitzer und Jugendamtsmitarbeiter Thomas Kolland. Foto: Daniela Hollrotter

Mehr präventive Jugendhilfe und gute Weißwürste
Abordnung von SOS Uruguay informiert sich im Landkreis

Die Kinder kommen mit drei Jahren in die Schule, die Jugendhilfe endet mit 18 Jahren und es gibt weniger präventive Angebote für Familien. In Uruguay lebt es sich in vieler Hinsicht anders als in Deutschland. Allerdings gibt es auch viele Gemeinsamkeiten und vor allem verstehen sich die Menschen aus beiden Ländern gut. Das zeigte der sechstägige Besuch einer vierköpfigen Abordnung von Aldeas Infantiles SOS Uruguay im SOS-Kinderdorf Ammersee-Lech.
Bereits seit drei Jahren stehen die vier SOS-Einrichtungen in Uruguay mit Deutschland in engem Kontakt. Sie besuchen sich gegenseitig, tauschen sich aus und profitieren vom Wissen und Können des anderen. Die zwei Damen und zwei Herren aus dem südamerikanischen Land interessierten sich vor allem für die Zusammenarbeit der SOS-Kinderdorffamilien mit der Herkunftsfamilie der betreuten Kinder und Jugendlichen. Außerdem informierten sie sich im
SOS-Familien- und Beratungszentrum Landsberg über die vielen präventiven Angebote für Familien. Einige davon, zum Beispiel die Beratung für Paare in Trennung und Scheidung gibt es in Uruguay nicht. Sehr beeindruckt waren die Uruguayer von der umfangreichen Arbeit des SOS-Kinderdorfs Ammersee-Lech mit den unbegleiteten minderjährigen Asylbewerbern, die sie beim Besuch in den Wohngruppen erlebten. Insgesamt sei die Jugendhilfe in Deutschland mehr auf Nachhaltigkeit angelegt, meinten sie.
Bei einem Besuch im Landratsamt brachten ihnen Jugendamtsleiter Peter Rasch und sein Mitarbeiter Thomas Kolland die deutsche Jugendhilfe näher, die finanziell deutlich besser ausgestattet ist als in Uruguay. Auf der anderen Seite sind die SOS-Kinderdorfmütter – allesamt qualifizierte Erzieherinnen – höher qualifiziert als die Kolleginnen in Uruguay, die lediglich eine „Miniausbildung“ erhalten. Neben den offiziellen Besuchen, bei denen auch Landrat Thomas Eichinger die Abordnung begrüßte, kam die Geselligkeit nicht zu kurz. So feierten die Uruguayer einen Abend lang mit Kindern und Erwachsenen aus dem SOS-
Kinderdorf und brachten diesen ihre Heimat nicht nur mit einem Vortrag, sondern auch mit
Live-Musik näher: Javier Martinez, Leiter des SOS-Kinderdorfs in Florida, hatte seine Gitarre mitgebracht und gab zum Teil selbst komponierte uruguayische „Canciones“ zum Besten. Immerhin ist der Tango nicht in Argentinien, sondern in Montevideo erfunden worden,
so die Besucher.
Sie sind stolz darauf, dass Uruguay die erste Fußball-WM ausgetragen hat und gleich im eigenen Land Weltmeister wurde. Ihren deutschen Kollegen brachten sie zudem den traditionellen Mate-Tee näher, für den sie ihre eigenen Teegefäße nebst Thermoskannen dabei hatten. Auf der anderen Seite waren sie nicht nur in fachlicher Hinsicht sehr wissbegierig, sondern wollten auch vieles über Bräuche, Alltag, und die Küche in Deutschland wissen. Sie probierten Obazda, Sauerkraut, Spätzle, Schweinsbraten mit Knödl und natürlich auch die Weißwürste mit Brezen und süßem Senf. Ihr Urteil: „Muy muy rico“, also „ sehr, sehr gut“ …

Bei der Feier im SOS-Kinderdorf gab Javier Martinez, Leiter des SOS-Kinderdorfs in Florida/Uruguay, einige „Canciones“ zum Besten.
Foto: Dr. Susanne Dillitzer

SOS_Uruguay feier

SOS_kaiser

Die Weber wirken einen so feinen Stoff, dass selbst der Kaiser ihn kaum sehen kann. Fotos: Daniela Hollrotter

SOS_Kaiser2

Im rot-weißen Ringelbody stolziert der Kaiser vor seinem Hofstaat und der Tochter (rechts) einher.

Kaiser bringt Selbstvertrauen und Spaß
Theaterprojekt im SOS-Kinderdorf – Großer Applaus

Das Gelächter ist groß. Als der Kaiser im rot-weiß geringelten Body hoheitsvoll dahin schreitet, haben die kleinen und großen Zuschauer im SOS-Kinderdorf Ammersee-
Lech ihre helle Freude. Danach gibt es viel Applaus für die zwölf Schauspieler zwischen acht und 18 Jahren, die in nur drei Tagen „Des Kaisers neue Kleider“ auf die Bühne des Haus Mosaik gebracht haben.

Die weiß gekleidete Tochter des Kaisers ahnt das Unglück schon voraus. Sie überbringt ihrem Vater die Nachricht, dass er sich doch lieber um sein Volk statt um seine Garderobe kümmern möge. Doch der Kaiser will nicht hören. Und so schmieden zwei Weber und ein Schneider, die sich ausgebeutet und schlecht bezahlt fühlen, einen betrügerischen Plan. Die Kinder, erzählt SOS-Bereichsleiterin Antje Hausmann, haben das Stück selbst entwickelt und sich auch den Text ausgedacht. Neben sechs Buben und Mädchen aus dem SOS-Kinderdorf waren auch ein halbes Dutzend Kinder vom SOS-Stadtteiltreff in der Widmannstraße in München an den Theatertagen in den Faschingsferien beteiligt. Die Rollen wurden jeweils doppelt besetzt, Antje Hausmann und Ruth Moises leiteten das Projekt.
Mit nur wenigen Requisiten, aber dafür mit viel Spielfreude zeigen die Schauspieler, wie sich weder Kaiser noch Hofstaat zu sagen trauen, dass der vermeintlich golden glitzernde Stoff mit den leuchtenden Perlen ja gar nicht zu sehen ist. Denn wer ihn nicht sieht, so die schlauen Weber, tauge nicht für sein Amt. Am Ende ist es ein Kind, das die Wahrheit ruft und den Kaiser zum Umdenken bringt - und das passt bestens zu den Hintergründen der Theatertage im SOS-Kinderdorf. Denn die Schauspieler sollen auf der Bühne ihr Selbstvertrauen stärken, aber auch ihr Sozialverhalten in der Gruppe verbessern. Offensichtlich mit Erfolg: Denn zum Schluss verbeugt sich die ganze Truppe geschlossen und mit einem Strahlen vor dem Publikum, das ein kurzweiliges Märchen genoss.


SOS_FC Bayern

Viel Spaß hatten die von SOS-Kinderdorf Ammersee betreuten Kinder und Jugendlichen mit den Fußball-
spielerinnen des
FC Bayern München beim Spiel gegen Jena.
Foto: SOS-Kinder e.V./
Karsten Lauer

Frauenfußball stärkt Kinder

Am 13. Spieltag der Frauen-Bundesliga empfing der FC Bayern München den FF USV Jena. Unter den Zuschauern waren auch einige besondere Gäste: Auf Einladung des FC Bayerns besuchten Kinder und unbegleitete minderjährige Flüchtlinge, die von SOS-Kinderdorf Ammersee-Lech betreut werden, das Spiel.
Eine besondere Erfahrung, wie Pädagoge Christoph Rublack aus dem SOS-Kinderdorf Ammersee-Lech erklärte: „Die Mädchen und Jungs haben sich sehr über die Einladung gefreut! Am besten hat ihnen gefallen, dass sie die Spielerinnen auch persönlich trafen, ihnen ein paar Fragen stellen und gemeinsame Fotos machen durften.“ Auch zu den weiteren Heim- und Auswärtsspielen des FC Bayerns in dieser Saison werden Kinder und Jugendliche aus den 40 Einrichtungen von SOS-Kinderdorf eingeladen. Als Teil der Initiative „Wir stärken Kinder“ setzen sich die FC Bayern Frauen dafür ein, Kinder für ihre Zukunft stark zu machen. „Es war toll zu sehen, wie begeistert die Jungs während des Spiels mitgegangen sind und wie viele Fragen sie uns im Anschluss gestellt haben. Uns hat es sehr gefreut, dass sie am heuten Spieltag mit dabei waren und uns zugesehen haben,“ sagte Sara Däbritz vom amtierenden Deutschen Meister. Weitere Botschafter der Initiative sind unter anderem Olympiasiegerin Kati Wilhelm und Volleyball-Nationalspielerin Lenka Dürr.


Foto: Christoph Rublack

SOS_Dimmler_Jubiläum

Zehn Jahre Kooperation zugunsten von Kindern

Wenn das kein Grund zum Feiern ist: Seit zehn Jahren arbeitet Bettina Dimmler (rechts) mit der Frühförderstelle des SOS-Familien- und Beratungszentrums (FBZ) Landsberg zusammen. Die Ergotherapeutin mit eigener Praxis in Herrsching ist damit Teil des interdisziplinären Teams aus Fachleuten für Heilpädagogik, Psychologie, Logopädie, Ergotherapie und Physiotherapie, das Kinder mit Entwicklungsrisiken sowie Integrationsschwierigkeiten im Kindergarten begleitet. Das Angebot im FBZ umfasst Erstberatung, Entwicklungsdiagnostik, Fachberatung im Kindergarten und familienorientierte Begleitung und Förderung. Familien aus dem südlichen Landkreis werden seit gut drei Jahren in der Außenstelle im „Haus Mosaik“ im SOS-Kinderdorf in Dießen betreut, die Heilpädagogin Nicole Mathauser (Mitte) leitet. Zur langjährigen Kooperation gratulierte SOS-Einrichtungsleiterin Dr. Susanne Dillitzer mit einem Blumenstrauß.


SOS_Sozialpreis

Die diesjährigen Sozialpreise überreichten SOS-Einrichtungsleiterin Dr. Susanne Dillitzer
(2. von links),
SOS-Kinderdorfmutter Ute Starck (2. von
rechts) und Adrian Schmidt (links, Fachdienst) an Tara
und Ali.
Foto: Daniela Hollrotter

Aktive Buben und Mädchen im SOS-Kinderdorf
Etliche
Projekte bei Kindervollversammlung vorgestellt

Die Jungen und Mädchen im SOS-Kinderdorf stellen ganz schön was auf die Beine. Sie gründen eine Ball-Arbeitsgruppe, organisieren einen Flohmarkt, renovieren die Kapelle, bauen eine Modelleisenbahnlandschaft auf, führen eine Brieffreundschaft mit der Fregatte BAYERN und zeigen auf Handkarten und Plakaten, wie Kinder bei Problemen handeln können. Bei der diesjährigen Kindervollversammlung ernteten sie dafür viel Applaus.
Wenn es Probleme gibt, sind die SOS-Kinderdorffamilie oder die gewählten Vertrauenspersonen die ersten Ansprechpartner. Außerdem, erklärte die 14-jährige Stefanija den gut 40 Kindern, können die „Botschafter“, die es in jedem Haus gibt, angesprochen werden. Sie tragen das Problem dann im Kinder- und Jugendrat vor, für den Saskia (11) ein neues Logo entworfen hat. Den etwa 60 Kindern und Jugendlichen im SOS-Kinderdorf steht nun ein gut eingerichteter Freizeitkeller zur Verfügung. Außerdem ist für sie die Mediathek mit Büchern, DVDs und Hörbüchern gut bestückt. Das mobile Kinderkino, das unter Mithilfe der Jungen und Mädchen betrieben wird, verzeichnete im vergangenen Jahr die zweithöchsten Besucherzahlen im Landkreis, so Adrian Schmidt vom Fachdienst.
Nicole Mathauser wies auf den Kinderrechte-Preis hin, zu dem Projekte in zwei Altersgruppen eingereicht werden können. Der Schwerpunkt 2017 liegt jedoch auf den Kinderpflichten, wie Tara (12) erläuterte. Dazu gehören freundliches und hilfsbereites Verhalten, aber auch die Mithilfe im Haushalt und der Schulbesuch. Für ihr eigenes engagiertes Verhalten erhielt Tara den diesjährigen Sozialpreis. Denn sie vertritt „mit viel Leidenschaft“ ihre SOS-
Kinderdorffamilie im Kinder- und Jugendrat, hilft bei fast allen Festen und Veranstaltungen mit und engagiert sich sehr als Patin für ihre neue Mitbewohnerin, erläuterte SOS-
Kinderdorfleiterin Dr. Susanne Dillitzer. Der zweite Sozialpreis ging an die unbegleiteten minderjährigen Asylbewerber aus dem Haus 14, die „Schwung in die Bude“ bringen und sich ganz selbstverständlich an allen Aktivitäten im SOS-Kinderdorf beteiligen.

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