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ADAC Südbayern

Der Christoph 15 aus Straubing war im Vorjahr mit 1873 Einsätzen Rekordhalter in Südbayern.
Fotos: ADAC Südbayern e.V.

ADAC Südbayern:
Gelbe Engel helfen über 4 Millionen Mal

4.181.053 Mal haben die Gelben Engel des ADAC im Vorjahr in den Bereichen Luftrettung, Straßenwacht und Ambulanzdienst Menschen aus ihrer Not geholfen. Auch im Bereich des ADAC Südbayern gab es jede Menge zu tun.
Auf den sechs Luftrettungsstationen sind die Helikopter insgesamt 8448 Mal zu Einsätzen abgehoben, deutschlandweit waren es 54.444. Von den insgesamt 4.081.582 Einsätzen der Pannenhelfer spielten sich 544.142 auf Straßen im Freistaat ab. Deutschlandweit der intensivste Tag war übrigens der 18. Januar 2016 mit 25.887 Hilfeleistungen. Der ADAC Ambulanzdienst, der unter anderem mit vier in Nürnberg stationierten Maschinen verletzte und erkrankte Urlauber zurückholt, war mit Linien- und Sonderflügen rund 4000 Mal
unterwegs. 368 Mal steuerten die Piloten den Münchner Flughafen als Ziel an. Bodentransporte eingerechnet, betreute der ADAC Ambulanzdienst 2016 rund 55.000 Patienten, 5243 davon stammen aus Südbayern.

Diese ADAC Mitglieder sind 2016 gerettet worden
Eigentlich war es ein Urlaub wie aus dem Bilderbuch. Spätsommer 2016: Hannelore und Dietmar Mauersberger aus Halblech im Allgäu reisen auf die griechische Insel Kreta. Alles schien perfekt, das Hotel, das Wetter, wunderbares Essen. Bis am vorletzten Tag das Unglück geschah: Hannelore Mauersberger stürzt und fällt gegen eine Glastür. Weil die 78-Jährige starke Schmerzen in der Hüftgegend hat, lässt sie sich im nächstgelegenen Krankenhaus in Heraklion untersuchen. Dort diagnostizieren die Ärzte eine starke Prellung, die laut behandelndem Mediziner schon nach wenigen Tagen keine Beschwerden mehr verursachen sollte. Doch Hannelore Mauersbergers Gesundheitszustand verschlechtert sich rapide. Verzweifelt wendet sich ihr Ehemann an den ADAC Auslandsnotruf in Athen, der schnellstmöglich den Rücktransport in die Heimat organisiert. Wenige Tage später geht es für die Mauersbergers im ADAC Ambulanzjet zurück nach München, dort steht bereits ein Krankenwagen für den Weitertransport in die Klinik nach Pfronten bereit. Es folgt die Schockdiagnose: Oberschenkelhalsbruch. Es war Rettung in letzter Sekunde, denn bleibt eine derartige Verletzung längere Zeit unbehandelt, kann sie zum Tod führen. „Der ADAC hat hier hervorragende Arbeit geleistet. Ich habe noch keine Organisation gefunden, die so zuverlässig und hilfsbereit für uns da war“, bedankt sich Dietmar Mauersberger beim ADAC. Heute ist seine Frau Hannelore dank Physiotherapien wieder auf dem Weg der Besserung. Bis sie sich wieder schmerzfrei bewegen kann, wird sie aber noch viel Geduld aufbringen müssen.

Ein großes Dankeschön an die Helfer des Clubs kommt auch von Gabi und Ernst Fauser aus München. Im Juli 2015 war das Ehepaar mit seinem Oldtimer von München zum Tegernsee und weiter nach Österreich unterwegs, als sie ein entgegenkommender Linksabbieger übersah und erfasste. Schwer verletzt wurden beide mit zwei Rettungshubschraubern vom österreichischen ÖAMTC und dem ADAC auf schnellstem Wege ins Klinikum Innsbruck geflogen. Erst nach sechs Wochen und etlichen Operationen konnte das Ehepaar mit dem ADAC Auslandsrückholdienst ins Unfallklinikum im oberbayerischen Murnau verlegt werden. Obwohl sich die Fausers nach dem schweren Zusammenprall an nichts erinnern können, sind sie für die schnelle Hilfe unendlich dankbar. „Jedes Mal, wenn ich einen gelben Hubschrauber sehe, wird mir warm ums Herz. Denn dann weiß ich, dass die Gelben Engel wieder Leben retten“, sagt Gabi Fauser mit einem Lächeln auf den Lippen.

Können dank des ADAC wieder lachen: Hannelore und Dietmar Mauersberger.

ADAC_regionalclubs_suedbayern_mauer

ADAC_Unfallbericht

Autofahrer sollten im Fahrzeug stets ein Unfallberichtsformular griffbereit haben, rät der ADAC. Foto: ADAC

Richtig handeln nach einem Autounfall
ADAC: Unfallberichtsformular sollte griffbereit
im Handschuhfach sein

Viele Autofahrer verhalten sich nach einem Unfall falsch – oft ohne es zu wissen. Das kann unter Umständen teuer werden, Ärger mit sich bringen und manchmal auch Menschenleben gefährden. Der ADAC sagt, wie man nach einem Unfall
richtig handelt.
- Warnblinkanlage einschalten.
- Alle Passagiere auf der zur Fahrbahn abgewandten Seite aussteigen lassen. Ein sicherer Aufenthaltsort ist meist hinter der Leitplanke.
- Warnweste anlegen und Unfallstelle mit Warndreieck absichern: Innerorts in 50 Metern Entfernung, auf Landstraßen in 100 Metern und auf Autobahnen in 200 Metern.
- Unfallzeugen bitten, zu warten.
- Bei Bagatellschäden mit geringem Schaden muss die Unfallstelle umgehend geräumt werden, um Rückstaus und weitere Auffahrunfälle zu verhindern. Zuvor sollten die Beteiligten die Unfallstelle jedoch aussagekräftig mit Fotos dokumentieren. Dabei auf den Verkehr und die eigene Sicherheit achten.
- Bei schwereren Unfällen insbesondere mit Personenschaden sollten die Beteiligten nichts an der Unfallstelle verändern, sondern gegebenenfalls Erste Hilfe leisten und den Rettungsdienst unter Telefon 112 oder die Polizei unter Telefon 110 rufen. Bei der Meldung die sogenannten 5-W-Fragen beachten: Wer meldet? Wo ist das Ereignis? Was ist geschehen? Wie viele Betroffene? Warten auf Rückfragen.
- Bei Verletzten, hohem Sachschaden, fehlender Einigung, wenn der Unfallgegner sich unerlaubt von der Unfallstelle entfernt hat oder keine Versicherungsdaten des Unfallgegners vorliegen, sollte immer die Polizei verständigt werden.
- Grundsätzlich müssen nach einem Unfall die Kennzeichen, Name und Anschrift von Fahrer und Halter der beteiligten Fahrzeuge sowie deren Kfz-Haftpflichtversicherung und Versicherungsnummer notiert werden. Diese Details lassen sich am besten mit einem Unfallberichtsformular dokumentieren. Achtung: Aus versicherungsrechtlichen Gründen darf kein Schuldanerkenntnis abgegeben werden.
- Schadenersatzansprüche muss man umgehend bei der gegnerischen Kfz-Haftpflichtversicherung melden. Werden vom Unfallgegner Ansprüche behauptet oder geltend gemacht, muss man die eigene Haftpflicht-versicherung verständigen.
Der ADAC empfiehlt Autofahrern, ein Unfallberichtsformular stets griffbereit im Handschuhfach zu haben. Einen Vordruck, weitere Tipps und eine Unfall-Checkliste stellt der ADAC mit der Broschüre „Was tun nach einem Unfall?“ zur Verfügung, die man unter
www.adac.de/unfallbericht kostenlos herunterladen und ausdrucken kann.

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